Märkte & Kurse

Übersicht
Suchanfrage
Produktinformation
 

Auf dieser Seite finden Sie alle Nachrichten zeitlich geordnet und zu unterschiedlichen Themen der letzten drei Tage aufgelistet. Wählen Sie aus der untenstehenden Tabelle die für Sie interessante Nachricht aus. Zusätzlich können Sie auch unsere Nachrichtensuche nutzen, um damit noch detaillierter nach bestimmten und weiter zurückliegenden Nachrichten zu suchen.

 

Ausgewählte Nachricht
29.04.2026 10:36

ROUNDUP: Airbus sieht sich trotz schwachem Jahresstart auf Kurs - Aktie legt zu

TOULOUSE/AMSTERDAM (dpa-AFX) - Verzögerte Triebswerkslieferungen des Herstellers Pratt & Whitney haben dem weltgrößten Flugzeugbauer Airbus einen schwachen Start ins Jahr eingebrockt. Mit 114 Passagierjets lieferte der Hersteller im ersten Quartal so wenige Maschinen aus wie seit 2009 nicht mehr. Damit fiel er sogar hinter seinen Rivalen Boeing aus den USA zurück, der seit Jahren in einer schweren Krise steckt. Dennoch will Airbus-Chef Guillaume Faury 2026 so viele Flugzeuge ausliefern wie nie zuvor und registriert trotz des Iran-Kriegs bisher keine Abbestellungen. An der Börse kamen die Neuigkeiten vom Dienstagabend am Mittwoch gut an.

Kurz nach Handelsbeginn gewann die Airbus-Aktie mehr als zwei Prozent auf 169,86 Euro und gehörte zu den stärksten Titeln im Dax . Damit machte das Papier einen Teil seiner Kursverluste aus den vergangenen Monaten wett, wurde aber noch rund 14 Prozent billiger gehandelt als zum Jahreswechsel.

Mit den Quartalszahlen hatte Airbus die Erwartungen von Analysten teils übertroffen und teils verfehlt. Branchenexpertin Milene Kerner von der Investmentbank Barclays zeigte sich jedoch von den Erklärungen des Managements beruhigt. So sei die Diskrepanz zwischen Produktion und Auslieferungen in der Telefonkonferenz plausibel erklärt worden. Die Probleme seien inzwischen gelöst. Entscheidend für das Vertrauen der Anleger sei nun ein höheres Tempo bei den Auslieferungen.

Um den hohen Auftragsbestand macht sich die Airbus-Spitze bisher jedenfalls keine Sorgen. "Wir sehen gegenwärtig keine Stornierungen und keine Verschiebung von Aufträgen", sagte Faury am Dienstagabend in einer Telefonkonferenz mit Journalisten. Zwar strichen manche Airlines derzeit Flüge oder verkleinerten ihr Netzwerk. Sie wollten aber weiterhin effizientere Flugzeuge, weil diese die Auswirkungen der hohen Treibstoffpreise verringerten.

Im ersten Quartal sank Airbus' Umsatz im Jahresvergleich konzernweit um sieben Prozent auf rund 12,7 Milliarden Euro. Neben den rückläufigen Jet-Auslieferungen zehrte der schwache US-Dollar am Erlös, da Flugzeuge in Dollar gehandelt werden. Der operative Gewinn vor Sondereffekten (bereinigtes Ebit) brach sogar um mehr als die Hälfte auf 300 Millionen Euro ein, wie Airbus am Dienstag nach Börsenschluss mitteilte.

Unter dem Strich verdiente der Konzern mit 586 Millionen Euro gut ein Viertel weniger als im Vorjahreszeitraum und damit immerhin mehr als von Analysten im Schnitt erwartet. Allerdings verbrannte er vor Kundenfinanzierungen fast 2,5 Milliarden Euro an Barmitteln und damit weitaus mehr als von Experten geschätzt. Ein Jahr zuvor hatte der Mittelabfluss sogar nur bei 310 Millionen Euro gelegen.

Der Einbruch lag weitgehend am Geschäft mit Passagierflugzeugen, das den Löwenanteil von Airbus' Umsatz und üblicherweise auch den Großteil des Gewinns liefert. In der Verkehrsflugzeugsparte brach der bereinigte operative Gewinn sogar um 84 Prozent auf nur noch 81 Millionen Euro ein. In der weitaus kleineren Raumfahrt- und Rüstungssparte ging es hingegen deutlich aufwärts, während das Geschäft mit Hubschraubern ebenfalls einen Rückgang verbuchte.

Faury beklagte sich erneut über schleppende Triebwerkslieferungen des US-Herstellers Pratt & Whitney. Die Tochter des Luftfahrt- und Rüstungskonzerns RTX aus den USA liefert die wichtigen Getriebefan-Antriebe für den kleinsten Airbus A220 und etwa jedes zweite Exemplar der Modellfamilie A320neo, der meistgefragten Passagierjet-Reihe der Welt. An dem Antrieb arbeiten auch der deutsche Triebwerksbauer MTU sowie Japanese Aero Engines mit.

Ein Rückruf tausender Turbinen wegen eines Materialmangels hält die Hersteller seit dem Jahr 2023 auf Trab. Faury hatte Pratt & Whitney zuletzt vorgeworfen, in der Folge nicht genügend Antriebe für neue Flugzeuge zu liefern. Lufthansa -Chef Carsten Spohr gab dem Triebwerksbauer allerdings im März Recht mit der Strategie, zuerst von dem Mangel betroffene Airline-Kunden mit Ersatzteilen zu versorgen. "Und wenn man dann noch Ersatzteile übrig hat, kann man die an Airbus liefern für neue Flugzeuge", sagte er Anfang März.

Wegen der knappen Triebwerke und wegen Nacharbeiten an fehlerhaften Verkleidungen eines anderen Zulieferers erwartet Airbus-Finanzchef Thomas Toepfer, dass sich Airbus' Flugzeugauslieferungen 2026 stärker in Richtung Jahresende verschieben als im Vorjahr. Da hatte Airbus von insgesamt 793 ausgelieferten Jets 136 Stück erst im Dezember an seine Kunden übergeben.

Im laufenden Jahr will Faury die Zahl der Auslieferungen weiterhin auf rund 870 Verkehrsflugzeuge nach oben treiben und damit den Rekordwert von 863 aus dem Vor-Corona-Jahr 2019 leicht übertreffen. Der bereinigte operative Gewinn soll auf etwa 7,5 Milliarden Euro klettern. Der freie Barmittelzufluss soll dann mit rund 4,5 Milliarden Euro im positiven Bereich landen.

Hoffnung macht dem Vorstand, dass Airbus inzwischen Unstimmigkeiten mit China gelöst hat. Ohne diese Probleme hätte der Hersteller laut Faury im ersten Quartal etwa 20 Jets mehr ausliefern können. Dies will er nun im zweiten Quartal nachholen.

An Bestellungen mangelt es Airbus weiterhin nicht. Der Hersteller saß Ende März auf Orders über mehr als 9.000 Passagier- und Frachtflugzeugen, was rechnerisch der Produktion von mehr als zehn Jahren entspricht./stw/lew/stk



Weitere Nachrichten
Name Kurs Währung Datum Zeit Handelsplatz
AIRBUS SE 168,720 EUR 29.04.26 11:56 Xetra
BOEING CO., THE 230,720 USD 28.04.26 22:00 NYSE
DEUTSCHE LUFTHANSA A... 7,116 EUR 29.04.26 11:56 Xetra
MTU AERO ENGINES AG 284,900 EUR 29.04.26 11:56 Xetra
RTX CORP. 175,680 USD 28.04.26 22:00 NYSE
 
Weitere Nachrichten der letzten drei Tage 
Seiten:   1 2 3 4 5    Berechnete Anzahl Nachrichten: 1.164     
Datum Zeit Nachrichtenüberschrift
29.04.2026 11:46 ROUNDUP: Autobauer Volvo kämpft weiter mit Problemen - Erne...
29.04.2026 11:46 Renten steigen um 4,24 Prozent
29.04.2026 11:43 EU: Facebook und Instagram schützen Kinder nicht ausreichend
29.04.2026 11:40 Gewinn bei Mercedes gesunken - Pkw-Sparte schwächelt weiter
29.04.2026 11:40 Gratis-Strom für E-Autos? Strombörse EEX sieht neue Chancen
29.04.2026 11:38 Merz räumt Defizite in seiner Kommunikation ein
29.04.2026 11:38 Verbraucherpreise in Sachsen-Anhalt steigen um 3,1 Prozent
29.04.2026 11:37 Trump droht Iran: 'NO MORE MR. NICE GUY'
29.04.2026 11:36 Verband: Zuckersteuer stärkt Kräfte wie die AfD
29.04.2026 11:31 Kabinett bringt Gesundheits-Sparpaket auf den Weg
29.04.2026 11:30 Ölpreis zieht an - Trump droht dem Iran erneut
29.04.2026 11:29 EQS-News: Herausfordernde Rahmenbedingungen prägen Logwins ...
29.04.2026 11:23 UBS belässt Scout24 auf 'Buy' - Ziel 105 Euro
29.04.2026 11:23 Stopp für Druschba-Öl: Raffinerie PCK sucht Ersatz via Polen
29.04.2026 11:23 UBS belässt Deutsche Bank auf 'Buy' - Ziel 34 Euro
29.04.2026 11:23 ROUNDUP: Inflation in Bayern steigt auf 2,9 Prozent
29.04.2026 11:23 OTS: CHG-MERIDIAN / Starke Nachfrage nach Circular Tech: CHG...
29.04.2026 11:22 UBS belässt DWS auf 'Buy' - Ziel 68 Euro
29.04.2026 11:22 Gratis-Strom für E-Autos? Börse sieht neue Chancen
29.04.2026 11:22 ROUNDUP: Fuchs startet Quartal besser als erwartet - Aktie l...
Suche
Durchsuchen Sie unser Nachrichtenangebot unter Angabe eines von Ihnen gesuchten Begriffs.




 
Weitere Nachrichten
Lesen Sie auch weitere interessante Nachrichten u.a. zu den Themen Aktien im Fokus, Hintergrundberichte, Börsentag auf einem Blick, Wochenausblick oder adhoc-Mitteilungen.
 
Börsenkalender
29.04.2026

VIVOTEK INC
Geschäftsbericht

TME PHARMA NV
Geschäftsbericht

TAIFLEX
Geschäftsbericht

RM SECURED DIRECT LENDING PLC
Geschäftsbericht

Übersicht
 

FactSet
Implemented and powered by FactSet. Bereitstellung der Kurs- und Marktinformationen erfolgt durch FactSet.
Bitte beachten Sie die Risikohinweise und Quellenangaben der TARGOBANK, die für diese Seite gelten.
 

 

Produkte und Services