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| 28.04.2026 06:26 Ärzte ohne Grenzen: 'Wasser als Waffe' im Gazastreifen GENF (dpa-AFX) - Die Hilfsorganisation Ärzte ohne Grenzen (MSF) wirft Israel vor, Wasser im Gazastreifen als Waffe genutzt zu haben. Der Zugang zu Wasser sei den Menschen "als Kollektivbestrafung" systematisch vorenthalten worden, heißt es in einem Bericht der Organisation. Das israelische Militär weist solche Vorwürfe zurück. Die israelischen Behörden hätten fast 90 Prozent der Wasser- und Abwasserinfrastruktur systematisch zerstört oder beschädigt, darunter Entsalzungsanlagen, Bohrlöcher, Pipelines und Kanalisation. Der Bericht bezieht sich auf den Zeitraum seit Beginn des israelischen Krieges gegen die Terrororganisation Hamas im Oktober 2023 bis Ende 2025. Terroristen aus dem Gazastreifen hatten zuvor Israel überfallen, 1.200 Menschen getötet und rund 250 Geiseln in den Gazastreifen verschleppt. "Die israelischen Behörden begehen einen Völkermord, der durch die Untätigkeit der internationalen Gemeinschaft ermöglicht wird", heißt es in dem Bericht "Wasser als Waffe". MSF: Einfuhr von Ersatzteilen behindert Das Militär habe die Einfuhr von Material zur Wasserversorgung konsequent blockiert, sagt MSF-Notfallmanagerin Claire San Filippo. Jeder dritte MSF-Antrag, etwa Reparaturmaterial, Generatoren oder Motoröl einzuführen, sei abgelehnt oder ignoriert worden. MSF habe dokumentiert, wie das israelische Militär auf deutlich markierte Wassertransporter geschossen und Bohrlöcher für Grundwasser zerstört habe. Menschen seien an Wasserausgabestellen getötet und verletzt worden. MSF ist nach eigenen Angaben nach den örtlichen Behörden der zweitgrößte Produzent und ein wichtiger Lieferant von Wasser im Gazastreifen. Israel weist Angaben zurück Noch vor Veröffentlichung des Berichts teilte das israelische Militär mit: "Entgegen den Behauptungen blockiert der Staat Israel die Wasserversorgung des Gazastreifens nicht und setzt sich grundsätzlich dafür ein, die Wasserversorgung des Gazastreifens zu ermöglichen und zu erleichtern." Vier Wasserleitungen seien zurzeit in Betrieb und würden kontinuierlich gewartet und bei Bedarf repariert. Zudem würden zwei Entsalzungsanlagen von Israel mit Strom versorgt. Dutzende Brunnen und Wasserpumpanlagen würden auf Antrag internationaler Organisationen mit Treibstoff versorgt./oe/DP/zb Weitere Nachrichten |
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