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| 22.04.2026 13:31 Sehnsuchtsort Berlin - Hoeneß denkt nicht an Real-Gerüchte Final-ChanceStuttgart (dpa) - Sebastian Hoeneß soll ein Gesprächsthema bei Real Madrid sein - doch die vagen Spekulationen ändern nichts an seinem vollen Fokus auf das DFB-Pokal-Halbfinale mit dem Sehnsuchtsort Berliner Olympiastadion. Die Gier, zum ersten Mal in der Vereinshistorie zweimal nacheinander das Finale zu erreichen, ist beim Titelverteidiger groß. Dem kann sich Hoeneß vor dem Duell mit dem SC Freiburg am Donnerstag (20.45 Uhr/ARD/Sky) nicht entziehen. «Allein das Erlebnis für uns alle, in Berlin zu sein, war großartig. Den Pokal dann auch in die Luft zu heben, war grandios und werden wir nie vergessen. Deswegen wollen wir das wieder haben», schilderte Hoeneß. «Wir sind alle sehr, sehr heiß. Titel zu gewinnen, ist das Nonplusultra im Profifußball. Wir haben letztes Jahr gespürt, was das mit einem macht.» Spekulationen? Hoeneß: «Same procedure as every year»Hoeneß schrieb 2025 mit der ersten großen Trophäe für den VfB seit der Meisterschaft 2007 eine Erfolgsstory, die er noch einmal toppen könnte. Dass er den einstigen Abstiegskandidaten zu einem Titelkandidaten entwickelte, bleibt nicht verborgen. Spekulationen ist Hoeneß gewohnt. So moderierte er einen Bericht der «Sport Bild» ab, dass auch sein Name bei Real Madrid falle, wenn über den Trainerposten für die kommende Saison gesprochen werde. «Das bewegt mich jetzt nicht so sehr», sagte Hoeneß. «Same procedure as every year, würde ich sagen.» Seine Antworten seien bei Gerüchten immer relativ klar gewesen. «Da habe ich keine Zweifel aufkommen lassen.» Dass er zuvor von sich aus ein Champions-League-Spiel in Madrid als Ziel für die kommende Saison ansprach, hatte bei der Pressekonferenz für Schmunzeln gesorgt. Das sei «kein bewusster Wink» gewesen, betonte Hoeneß. Schließlich war er nach den VfB-Zielen für den Saison-Schlussspurt gefragt worden. «Diesen Moment am Saisonende einen Titel in der Hand zu haben, der ist Wahnsinn», antwortete Hoeneß darauf. Aber Champions-League-Spiele «in Madrid oder wo auch immer» zu spielen, sei auch schön und man habe länger etwas von der Qualifikation. «Deswegen möchte ich am liebsten beides.» SC Freiburg kämpft womöglich um zwei große TrophäenGroße Motivationskniffe werde er nicht brauchen für den Pokalfight mit dem Landesrivalen, der mit reichlich Selbstvertrauen die rund 200 Kilometer lange Reise antritt. Aus den wettbewerbsübergreifend vergangenen sieben Spielen sprangen sechs Siege heraus. Wäre diese Serie nicht schon schön genug, können die Badener sogar noch in zwei Endspiele einziehen: in das Pokal-Finale am 23. Mai und das Europa-League-Endspiel am 20. Mai in Istanbul. Dennoch geht der VfB als leichter Favorit ins Spiel. Anders als vor einem Jahr würde ein Pokal-Triumph keine wechselhafte Bundesliga-Saison übertünchen. Die Schwaben mischen mit den Besten (weit) hinter dem FC Bayern mit. «Nach dem Jahr glaube ich auch, dass wir es uns verdient hätten, so ein Finale zu spielen», meinte Maximilian Mittelstädt bei Sky. Im vergangenen Jahr hatte der Berliner nach dem Halbfinale gegen Leipzig (3:1) Freudentränen vergossen. Der Titel in seiner Heimat war für den Ex-Herthaner «einer der emotionalsten Momente meiner Fußballkarriere, wenn nicht sogar der emotionalste».
Hoeneß über seine Gedanken: «Wie geil muss dieses Gefühl sein?»Der Jubel im Stadion mit Mannschaft und Familie, die Sektdusche für den Coach oder das Festbankett an der Spree hatten eine lange Partynacht eingeläutet, die in Stuttgart mit dem Autokorso und Schlossplatz-Empfang weiterging. Die Erinnerungen treiben den VfB an. Hoeneß tat sich schwer, einen Moment herauszupicken, der ihm besonders ans Herz gewachsen ist. Rein sportlich sei es das Privileg gewesen, mit der Mannschaft den Pokal in die Höhe zu recken, sagte er. In den Jahren zuvor habe er immer gedacht, «wie geil muss dieses Gefühl sein, wie schön muss es sein, derjenige zu sein?». Sollte das zum zweiten Mal klappen, dürfte das Interesse an ihm als Coach zumindest nicht weniger werden. Weitere Nachrichten |
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