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21.04.2026 13:15

OTS: Landwirtschaftliche Rentenbank / Bilanz 2025: Rentenbank baut Förderung ...

    Bilanz 2025: Rentenbank baut Förderung stark aus (FOTO)
Frankfurt am Main (ots) -

- Deutlicher Ausbau des Fördergeschäfts im Geschäftsjahr 2025
- Fortsetzung des starken Trends im ersten Quartal 2026
- Erweiterung des Förderportfolios um das Produktfeld "Zuschuss aus eigenen
  Mitteln" mit Fokus Klimabilanzierung
- Anstieg der mittel- und langfristigen Kapitalaufnahme auf 10,9 Mrd. EUR
- Betriebsergebnis vor Risikovorsorge und Bewertung auch aufgrund starker
  Förderleistung unterhalb des Vorjahres
- Kapitalquote und Leverage Ratio weiter auf hohem Niveau

2025 war ein starkes Förderjahr für die Landwirtschaftliche Rentenbank. Das
Neugeschäft mit Programmkrediten kletterte von 3,6 Mrd. EUR um 82,1 % auf 6,6
Mrd. EUR. Die Sparte "Landwirtschaft" hatte daran einen wesentlichen Anteil:
Hier wurden Darlehen in Höhe von 1,9 Mrd. EUR zugesagt. Das war ein Anstieg um
rd. 33 % gegenüber dem Vorjahr. Bei der Finanzierung von Ställen setzte sich der
positive Trend fort. Das zugesagte Volumen stieg auf 351,1 Mio. EUR (2024: 291,6
Mio. EUR). Das bei den "Zukunftsfelder im Fokus" im Jahr 2024 neu aufgelegte
Förderprogramm für "Stallumbauten für mehr Tierwohl" ist dabei ein wichtiger
Baustein - rd. 57 Mio. EUR konnten hier im Berichtsjahr zugesagt werden. In der
Sparte "Agrar- und Ernährungswirtschaft" wurde das Geschäft auf 844,4 Mio. EUR
(2024: 344,7 Mio. EUR) gesteigert. Die Förderung der "Ländlichen Entwicklung"
erhöhte sich auf 2,0 Mrd. EUR (2024: 1,7 Mrd. EUR).

Der größte Zuwachs im Neugeschäft mit Programmkrediten wurde nach dem
Ausnahmejahr 2024 in der Fördersparte "Erneuerbare Energien" verzeichnet. Im
Berichtsjahr wurden 1,8 Mrd. EUR (2024: 76,1 Mio. EUR) für Investitionen in
erneuerbare Energien refinanziert. Der gesunkene EU-Referenzzinssatz machte
wieder mehr Geschäft möglich.

"Für die Rentenbank war 2025 ein Jahr der Stärke und des Aufbruchs. Trotz
herausfordernder Rahmenbedingungen haben wir unsere Förderung deutlich ausgebaut
und wichtige Zukunftsinvestitionen für die Landwirtschaft angestoßen. Die große
Nachfrage nach unseren Förderangeboten zeigt, wie wichtig verlässliche
Finanzierung und gezielte Unterstützung für die Wettbewerbsfähigkeit und
Widerstandsfähigkeit der Branche sind", sagt Nikola Steinbock, Sprecherin des
Vorstands der Rentenbank.

Erstes Quartal 2026: Förderung legt weiter kräftig zu

Auch im ersten Quartal 2026 war die Nachfrage nach Förderkrediten ungebrochen.
So lag das Neugeschäft bei den Programmkrediten in den ersten drei Monaten bei
2,4 Mrd. EUR. Das ist ein Plus von 68,1 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Der
größte Zuwachs wurde mit 210,2 % in der Fördersparte "Erneuerbare Energien" auf
1,1 Mrd. EUR erreicht. Das Neugeschäft in der Sparte Landwirtschaft stieg im
ersten Quartal um 24,4 % auf 558,5 Mio. EUR (Vj. 449,1 Mio. EUR). In diesem
Zeitraum nahm die Rentenbank in einem Umfeld stabiler Margen und sinkender
Refinanzierungskosten bereits 5,1 Mrd. EUR (Vj. 4,3 Mrd. EUR) mittel- und
langfristige Kapitalmarktmittel auf.

"Landwirtschaftliche Betriebe investieren weiterhin, auch wenn die
Rahmenbedingungen herausfordernd sind. Besonders positiv fällt auf, dass im
Bereich der Erneuerbaren Energien - insbesondere bei Windkraftanlagen - starke
Investitionsimpulse zu beobachten sind. Das zeigt, dass viele Betriebe bereit
sind, in die Diversifizierung und Zukunftsfähigkeit ihrer Unternehmen zu
investieren. Trotz dieser erfreulichen Entwicklungen bleibt die Stimmung in der
Branche insgesamt angespannt. Unser aktuelles Agrarbarometer belegt, dass das
Agrar-Geschäftsklima - nicht zuletzt aufgrund des Konflikts im Iran und der
damit verbundenen steigenden Betriebsmittelpreise - weiter gesunken ist. Das
dürfte ein wesentlicher Grund dafür sein, dass sich die Investitionen vieler
Betriebe in der Breite vor allem auf den Bestandserhalt beschränken. Das ist ein
Warnsignal, denn es verdeutlicht, dass viele Landwirtinnen und Landwirte aktuell
vor allem bestehende Strukturen absichern, anstatt gezielt in Innovationen und
die Weiterentwicklung ihrer Betriebe zu investieren. Gerade jetzt wäre es
wichtig, die große Veränderungsbereitschaft der Branche gezielt zu unterstützen.
Wir brauchen eine starke, zukunftsorientierte Landwirtschaft, um
Versorgungssicherheit zu gewährleisten und die Energiewende erfolgreich zu
gestalten", so Nikola Steinbock.

Erfolgreiche Einführung von "Zuschüssen aus eigenen Mitteln" für
Klimabilanzierung

Zu den Neuerungen im Jahr 2025 zählten die neuen Angebote zur Reduzierung von
Treibhausgasemissionen: Der "Zuschuss Klimabilanz" und der "Zinsbonus
Klimabilanz" waren 2025 gefragt. Diese Zuschüsse gewährt die Rentenbank aus
eigenen Mitteln. Bis zum Jahresende wurden 830 Anträge mit einem Zuschussvolumen
von 0,8 Mio. EUR zur Erstellung von Klimabilanzen in der Landwirtschaft
bewilligt und Darlehen über insgesamt 92,5 Mio. EUR mit dem zusätzlichen
Zinsbonus ausgereicht. Beide Förderungen leisten damit einen wichtigen Beitrag,
die Ziele des Klima-, Umwelt- und Ressourcenschutzes wirtschaftlich sinnvoll zu
erreichen.

Zusammenarbeit mit dem Bund erfolgreich fortgeführt

Die Rentenbank vergibt weiterhin im Auftrag des Bundes Zuschüsse. Im Programm
ANK NABO bewilligte sie für das Bundesministerium für Umwelt, Klimaschutz,
Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMUKN) im Berichtsjahr 1.223 Anträge mit
einem Volumen von 35,4 Mio. EUR für Investitionen in Maschinen und Geräte zur
Stärkung der natürlichen Bodenfunktion. Das Programm startete 2024. Zudem ist
vor wenigen Tagen das Programm ANK Palu an den Start gegangen, mit dem die
Rentenbank die Wiedervernässung sowie die Bewirtschaftung von Moorflächen mit
Zuschüssen unterstützt.

Innovationsförderung entlang der gesamten Wertschöpfungskette

Die Rentenbank unterstützt Innovationen von der Idee bis zur Markteinführung. Im
Auftrag des Bundesministeriums für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat (BMLEH)
vergibt sie Nachrangdarlehen und Innovationsgutscheine an agrarnahe Start-ups.
Seit 2021 bis zum Ende des ersten Quartals 2026 wurden so bereits 32 Start-ups
gefördert. Darüber hinaus investiert die Rentenbank in Venture Capital Fonds zur
Start-up-Finanzierung. Im Berichtsjahr beliefen sich diese Investments auf 21,4
Mio. EUR (2024: 48,5 Mio. EUR). Die beiden Förderinstrumente, Nachrangdarlehen
und Investments in Venture Capital Fonds, werden nun durch ein weiteres ergänzt:
Im Mai startet eine neue Förderung zur Markteinführung innovativer
Antriebssysteme in der Landwirtschaft.

Das gemeinsam mit dem BMLEH und dem Frankfurter TechQuartier initiierte
Gründerprogramm "Growth Alliance" verzeichnete 2025 erneut großen Zulauf. Mit
ihm werden über verschiedene Bausteine Konzepte und Geschäftsmodelle ab
Entstehung der Idee und bis zum Accelerator gefördert.

Modernisierung und strategische Weiterentwicklung

Parallel zu ihrem starken Fördergeschäft hat sich die Rentenbank im Jahr 2025
weiter modernisiert. Der Investitionsstau in der IT wurde weiter aufgelöst und
Meilensteine der IT-Roadmap erreicht. Die Rentenbank hat das Jahr 2025 ebenso
genutzt, ihre Geschäftsstrategie zu überarbeiten. Damit sie ihren Förderauftrag
weiterhin wirkungsvoll fortführen kann, passt sie sich mit der neuen Strategie
an aktuelle Bedingungen an und schärft ihr Angebot. Sie trägt damit den enorm
gewachsenen Herausforderungen in der Land-, Agrar- und Ernährungswirtschaft
Rechnung. Zugleich hat sie den Ausbau und die Diversität der heimischen
Energieerzeugung und die Entwicklung der ländlichen Regionen weiter fest im
Blick.

Stärkung der Rücklagen

Die hohen Förderaktivitäten schlagen sich im Betriebsergebnis nieder, das vor
Risikovorsorge und Bewertung im Jahr 2025 mit 86,6 Mio. EUR unterhalb des
Vorjahresniveaus (2024: 161,6 Mio. EUR) lag. Der Zinsüberschuss ging vor allem
aus diesem Grund auf 228,8 Mio. EUR zurück (2024: 287,5 Mio. EUR). Um ihre
Förderwirkung noch besser zu messen, hat die Rentenbank mit der Förderleistung
eine neue Kennzahl eingeführt, die sie ab diesem Jahr reporten wird. Die
Förderleistung umfasst alle Maßnahmen, mit denen die Rentenbank ihre Kunden
unterstützt - zum Beispiel die Bezuschussung der Programmkredite oder direkte
Zuschüsse. Ein weiterer Grundwaren die geplant höheren Verwaltungsaufwendungen
in Höhe von 146,2 Mio. EUR (2024: 130,8 Mio. EUR). Diese ergeben sich unter
anderem aus der weiteren Umsetzung der IT-Roadmap und gezielter Investitionen in
die IT. Für die Umsetzung aller Projekte und Vorhaben zur Weiterentwicklung der
Bank war zudem ein Investment in Know-how erforderlich. Ein Teil der geplanten
höheren Verwaltungsaufwendungen resultiert daher aus einem um durchschnittlich
22 Mitarbeitende höheren Personalbestand. Im Jahr 2025 hatte die Rentenbank
einen durchschnittlichen Personalbestand von 473 Mitarbeitenden.

Das erzielte Betriebsergebnis ermöglicht weiterhin eine angemessene Dotierung
der Vorsorgereserven und Rücklagen. Dem Fonds für allgemeine Bankrisiken gemäß §
340g HGB wurden insgesamt 22,8 Mio. EUR zugeführt.

Die Cost-Income Ratio stellt mit 50,7 % (2024: 41,8 %) eine gute Position im
Vergleich der Förderbanken dar.

Kapitalquote und Leverage Ratio weiter auf hohem Niveau

Die Gesamtkapitalquote (sowie die harte Kernkapitalquote) von 32,6 % reduzierte
sich durch die erhöhten Eigenmittelanforderungen aufgrund der Erstanwendung der
CRR III im Vergleich zum Vorjahr (2024: 38,3 %). Die Quoten liegen damit aber
unverändert weit über der für die Rentenbank geltenden aufsichtsrechtlichen
Mindestanforderungen. Die Leverage Ratio verbesserte sich auf 11,5 % (2024: 10,2
%).

Euro wichtigste Emissionswährung

Zur Refinanzierung ihres Fördergeschäfts über Programmkredite und Zuschüsse an
Endkreditnehmer sowie zur Refinanzierung der angekauften Schuldtitel von Banken
und Gebietskörperschaften hat die Rentenbank im Jahr 2025 mittel- und
langfristige Kapitalmarktmittel in Höhe von 10,9 Mrd. EUR (2024: 8,2 Mrd. EUR)
an den nationalen und internationalen Kapitalmärkten aufgenommen. Wichtigste
Emissionswährung war der Euro mit einem Anteil von 49 % (2024: 55 %). Der Anteil
des US-Dollar ging auf 29 % zurück (2024: 32 %). Darunter wurde auch eine
5-jährige USD-Globalanleihe über 1,5 Mrd. USD begeben. Mit einer Nachfrage von
mehr als 10 Mrd. USD und einem Spread von 7 Basispunkten zu US-Treasuries war
sie die bisher erfolgreichste Anleiheemission in der Geschichte der Rentenbank.
Die Emissionen wurden zu 77 % (2024: 79 %) bei ausländischen Investoren
platziert. Die größten Investorengruppen blieben mit 49 % die Geschäftsbanken
(2024: 55 %) sowie Zentralbanken und andere offizielle Stellen mit 31 % (2024:
35 %) am gesamten mittel- und langfristigen Emissionsvolumen.

"Wie die Branche müssen auch wir uns stark und zukunftsfähig aufstellen. 2025
haben wir große Schritte in der Ablösung unseres Kernbanksystems gemacht und
bereits Dreiviertel der IT-Roadmap umgesetzt - ein gemeinsamer Kraftakt, der uns
organisatorisch und technologisch vorangebracht hat. Mit Investitionen in
moderne IT und klugen Köpfen stärken wir unsere Widerstandskraft und können den
steigenden Anforderungen an IT-Sicherheit sowie den Bedürfnissen unserer Kunden
gerecht werden. Unsere stabilen Geschäftszahlen und das solide Betriebsergebnis
zeigen, dass wir aus einer Position der Stärke heraus agieren, unser
Förderportfolio kontinuierlich ausbauen und unseren Förderauftrag zuverlässig
erfüllen. Gerade in Zeiten, in denen Ernährungssicherheit wieder verstärkt in
den Fokus rückt, ist dies wichtiger denn je", fasst Finanzvorstand Dr. Marc
Kaninke das Ergebnis 2025 abschließend zusammen.

Unsere vollständige Presseinformation, Kennzahlen sowie den Geschäftsbericht
2025 finden Sie im Internet unter: http://www.rentenbank.de

Pressekontakt:

Christian Pohl, Tel.: 069 2107-376, Fax: 069 2107-6447
E-Mail: mailto:pohl@rentenbank.de

Weiteres Material: http://presseportal.de/pm/34948/6259749
OTS:               Landwirtschaftliche Rentenbank


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