Märkte & Kurse

Übersicht
Suchanfrage
Produktinformation
 

Auf dieser Seite finden Sie alle Nachrichten zeitlich geordnet und zu unterschiedlichen Themen der letzten drei Tage aufgelistet. Wählen Sie aus der untenstehenden Tabelle die für Sie interessante Nachricht aus. Zusätzlich können Sie auch unsere Nachrichtensuche nutzen, um damit noch detaillierter nach bestimmten und weiter zurückliegenden Nachrichten zu suchen.

 

Ausgewählte Nachricht
14.04.2026 16:04

EU einigt sich auf schärfere Regeln für Stahlimporte

Industrie

Brüssel (dpa) - Zum Schutz der europäischen Stahlindustrie verschärft die EU ihre Einfuhrregeln. Vertreter der Mitgliedstaaten und des EU-Parlaments einigten sich in der Nacht zu Dienstag darauf, dass deutlich weniger Stahl als bisher zollfrei in die EU importiert werden darf. Künftig ist die zollfreie Einfuhrmenge demnach auf 18,3 Millionen Tonnen pro Jahr begrenzt. Das sind etwa 47 Prozent weniger als bisher. Weitere Importe sollen laut Mitteilung der EU-Staaten dann mit einem Strafzoll von 50 Prozent belegt werden, doppelt so viel wie bisher. 

Besonders aus China, Indien und der Türkei exportierter günstiger Stahl macht den europäischen Herstellern zu schaffen. Die neuen Regeln schützten den europäischen Markt vor globaler Überproduktion, heißt es in der Mitteilung. Dafür lege die Vereinbarung auch fest, dass den verschiedenen Drittstaaten ein spezifischer Anteil des zollfreien Stahlkontingents zugutekommen soll. 

Verhandlungen mit Drittstaaten laufen bereits 

Ein Sprecher der EU-Kommission sagte, dass dazu bereits Verhandlungen mit den betroffenen WTO-Ländern stattfänden. Details nannte er nicht. Um Umgehungen der Zollregeln zu verhindern, sehen die neuen Regeln vor, dass «Melt-and-Pour»-Prinzip (Schmelzen-und-Gießen-Prinzip) anzuwenden. Der eingeführte Stahl wird dadurch dem Land zugeordnet, in dem der Stahl erstmals in flüssiger Form hergestellt und anschließend in feste Form gegossen wurde. 

Gleichzeitig solle Flexibilität gewahrt werden, heißt es in der Mitteilung. So sollen weiterhin nicht ausgeschöpfte Einfuhrkontingente von einem Quartal auf das nächste übertragen werden können. Ob die Maßnahmen den gewünschten Effekt haben, soll die Europäische Kommission laut Vereinbarung sechs Monate nach Inkrafttreten erstmals prüfen. Dann wäre auch eine Erweiterung auf zusätzliche Stahlprodukte denkbar. 

Die bisherige Verordnung zu den Einfuhrgesetzen läuft am 30. Juni aus. Damit die neuen Regeln in Kraft treten können, müssen die Mitgliedstaaten und die Parlamentarier noch formell zustimmen. Das gilt als Formsache.

Industrieverband begrüßt Einigung 

Aus der Industrie kamen zunächst positive Reaktionen. Die Wirtschaftsvereinigung Stahl teilte mit, man begrüße die neuen Regeln. «Die gestern Nacht erzielte Einigung ist ein großer Schritt zur Sicherung des Stahl- und Industriestandorts Deutschland», sagte Hauptgeschäftsführerin Kerstin Maria Rippel laut Mitteilung. Deutsche Unternehmen stünden durch die Auswirkungen globaler Überkapazitäten seit Jahren unter massivem Druck.

Auch die IG Metall zeigte sich über die verschärften Bestimmungen erfreut. «Die Maßnahmen können dazu beitragen, industrielle Arbeitsplätze in Deutschland und Europa zu sichern», sagte Gewerkschafter Jürgen Kerner laut Mitteilung. Gleichzeitig forderte er von der Politik, für das Überleben der europäischen Stahlindustrie die Nachfrage zu stärken. 

Der Vorsitzende des Handelsausschusses im EU-Parlament, Bernd Lange (SPD), teilte mit: «Das ist Rückenwind für eine Industrie, die gleichzeitig mitten in der Transformation hin zur Klimaneutralität steht.»



Weitere Nachrichten
 
Weitere Nachrichten der letzten drei Tage 
Seiten:   15 16 17 18 19    Berechnete Anzahl Nachrichten: 477     
Datum Zeit Nachrichtenüberschrift
17.04.2026 11:06 JPMorgan belässt Prosus auf 'Overweight' - Ziel 74 Euro
17.04.2026 11:06
17.04.2026 11:00 Original-Research: Ernst Russ AG (von Montega AG): Kaufen
17.04.2026 10:59 Bundestag beschließt neue Regeln für Verbraucherkredite
17.04.2026 10:56 OTS: vbw - Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V. / An...
17.04.2026 10:52 JPMorgan belässt Delivery Hero auf 'Overweight' - Ziel 26 E...
17.04.2026 10:46 Bernstein belässt EssilorLuxottica auf 'Market-Perform'
17.04.2026 10:46 Bernstein belässt Richemont auf 'Outperform' - Ziel 200 Fra...
17.04.2026 10:45 EQS-Stimmrechte: NORMA Group SE (deutsch)
17.04.2026 10:45 EQS-Adhoc: LTG AG: Anleihe-Delisting beschlossen (deutsch)
17.04.2026 10:39 Analyse: Ölpreisschock trifft Familien besonders hart
17.04.2026 10:38 Daimler Buses investiert kräftig ins europäische Servicenetz
17.04.2026 10:29 AKTIE IM FOKUS: Deutsche Börse begehrt nach Kaufempfehlung ...
17.04.2026 10:26 UBS belässt Sartorius auf 'Neutral' - Ziel 240 Euro
17.04.2026 10:25 Barclays belässt L'Oreal auf 'Overweight' - Ziel 435 Euro
17.04.2026 10:23 ROUNDUP/Aktien Frankfurt Eröffnung: Moderate Gewinne - Lage...
17.04.2026 10:23 Irans Revolutionsgarden warnen: Haben Finger am Abzug
17.04.2026 10:23 Forscher sehen Wirtschaft in längster Krise seit Jahrzehnten
17.04.2026 10:21 OTS: BDU Bundesverband Deutscher Unternehmensberatungen / Ge...
17.04.2026 10:20
Suche
Durchsuchen Sie unser Nachrichtenangebot unter Angabe eines von Ihnen gesuchten Begriffs.




 
Weitere Nachrichten
Lesen Sie auch weitere interessante Nachrichten u.a. zu den Themen Aktien im Fokus, Hintergrundberichte, Börsentag auf einem Blick, Wochenausblick oder adhoc-Mitteilungen.
 
Börsenkalender
19.04.2026

EDITA FOOD INDUSTRIES SAE
Analysten-, Investoren- & Aktionärskonferenzen

NEBRAS ENERGY
Geschäftsbericht

DOHA BANK
Geschäftsbericht

COBRAM ESTATE OLIVES LTD
Analysten-, Investoren- & Aktionärskonferenzen

Übersicht
 

FactSet
Implemented and powered by FactSet. Bereitstellung der Kurs- und Marktinformationen erfolgt durch FactSet.
Bitte beachten Sie die Risikohinweise und Quellenangaben der TARGOBANK, die für diese Seite gelten.
 

 

Produkte und Services