Märkte & Kurse

Übersicht
Suchanfrage
Produktinformation
 

Auf dieser Seite finden Sie alle Nachrichten zeitlich geordnet und zu unterschiedlichen Themen der letzten drei Tage aufgelistet. Wählen Sie aus der untenstehenden Tabelle die für Sie interessante Nachricht aus. Zusätzlich können Sie auch unsere Nachrichtensuche nutzen, um damit noch detaillierter nach bestimmten und weiter zurückliegenden Nachrichten zu suchen.

 

Ausgewählte Nachricht
11.04.2026 04:45

Krieg im Nahen Osten bremst Sommergeschäft der Reisebranche

Reisen in Krisenzeiten

Berlin/Athen (dpa) - Für die Reisebranche entwickelt sich der Krieg im Nahen Osten zunehmend zum Belastungsfaktor im Sommergeschäft. «Unsicherheiten durch die geopolitischen Entwicklungen führen zu einer spürbaren Buchungszurückhaltung, ohne die Nachfrage grundsätzlich zu schwächen», sagte der Präsident des Deutschen Reiseverbands, Albin Loidl, der Deutschen Presse-Agentur. «Gleichzeitig sorgen steigende Kosten und operative Herausforderungen für zusätzlichen Druck in der Branche.»

Viele Reisende wichen auf alternative Ziele aus. Insgesamt spreche vieles für ein temporäres Innehalten – «mit einer Stabilisierung und dem Anziehen der Nachfrage, sobald sich die Lage beruhigt», sagte Loidl.

Stimmung in der Branche eingetrübt

Diese Entwicklung spiegelt sich auch in den Erwartungen der Branche. Nach Angaben des Ifo-Instituts hat sich das Geschäftsklima bei Reisebüros und Veranstaltern im März deutlich eingetrübt. Der Branchenindikator fiel auf minus 41,7 Punkte, nach minus 14,8 Punkten im Februar. Die Unternehmen bewerten ihre Lage und die Erwartungen für die kommenden Monate deutlich schlechter.

«Die geopolitische Situation führt zu hoher Verunsicherung bei Reisenden und Reiseunternehmen, besonders für Reisen über die Golfstaaten im Nahen Osten», sagte Ifo-Experte Patrick Höppner. Viele Anbieter mussten demnach bereits Umbuchungen und Stornierungen vornehmen. 

Ziele im östlichen Mittelmeer, die näher an der Krisenregion liegen, verzeichneten derzeit mehr Zurückhaltung bei Neubuchungen, teilte der Reiseverband weiter mit. Davon profitieren tendenziell Destinationen im westlichen Mittelmeer – auch wenn höhere Preise und begrenzte Kapazitäten die Verlagerung bremsen.

Verschiebungen bei Reisezielen

Besonders gefragt seien vor allem westeuropäische Ziele wie die Kanaren und Balearen sowie die Kapverden, teilte Tui auf Anfrage mit. Auch ausgewählte Fernreiseziele in der Karibik stießen auf Interesse. Dagegen entwickelten sich Destinationen am Golf sowie Teile Asiens derzeit schwächer – unter anderem wegen eingeschränkter Umsteigeverbindungen. Auch bei Reisen in die Türkei beobachtet der Konzern aus Hannover eine «starke Zurückhaltung».

Die Preise bewegten sich insgesamt auf einem moderat erhöhten Niveau. Für bereits gebuchte Reisen blieben sie stabil. Gestiegene Kerosinpreise beschäftigten die Branche zwar, Tui habe für den Sommer aber bereits rund 85 Prozent seines Kerosinbedarfs abgesichert. Wie sich die Preise bis zu den Sommerferien weiterentwickeln, sei jedoch offen: «Vieles hängt von der Lösung des Konflikts in den nächsten Tagen ab.»

Hohe Nachfrage, aber regionale Unterschiede

Ein ähnliches Bild zeigt sich auch beim Branchenzweiten Dertour. «Wir sehen, dass das Interesse an Reisen grundsätzlich weiter hoch ist. Allerdings gibt es erhöhten Beratungsbedarf», sagte Produktchef Sven Schikarsky. Die Gästezahlen lägen für die Sommerferien leicht über dem Vorjahresniveau. Beliebt seien vor allem klassische Ziele im westlichen Mittelmeer wie Spanien oder Italien, auch Griechenland bleibe stark nachgefragt.

Hoteliers in Griechenland sehen die Lage derzeit vergleichsweise stabil. Die größere Entfernung zur Krisenregion sorge dafür, dass die Nachfrage aus Europa stabil bleibe. Zugleich betonen sie, dass der weitere Verlauf der Saison stark von der geopolitischen Lage abhängen werde. Auf Zypern zeigen sich die Folgen deutlicher. Die Insel liegt nahe an der Krisenregion, die Flughäfen verzeichneten im März ein Minus von 15,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die Regierung hat ihre internationale Tourismuswerbung verstärkt.

Flugpreise könnten weiter steigen

Die geopolitische Lage wirkt sich auch auf die Kosten im Luftverkehr aus. Der Reiseverband geht davon aus, dass gestiegene Kerosinpreise auch mittelfristig zu steigenden Flugpreisen führen könnten. Lufthansa hat nach eigenen Angaben bereits Preiserhöhungen umgesetzt, die Nachfrage nach Reisen bleibe dennoch unverändert hoch.

Das Unternehmen sieht sich durch abgesicherte Kerosinpreise besser vor Preisschwankungen geschützt. Doch die Unsicherheit bleibt: «Weil das geopolitische Umfeld weiterhin sehr volatil und von kurzfristigen Veränderungen sowie Marktschwankungen geprägt ist, können sich die Ticketpreise weiter erhöhen», erklärte eine Lufthansa-Sprecherin.

Mehr Urlaub im eigenen Land

Deutschland rückt vor diesem Hintergrund für viele Reisende stärker in den Fokus. Nach Angaben des Deutschen Tourismusverbands wollen 41 Prozent der Deutschen, die in den kommenden drei Monaten verreisen möchten, ihren Urlaub im eigenen Land verbringen, 15 Prozent planen sogar zwei bis drei Inlandsreisen. «Damit hat Deutschland als Reiseziel wie schon bisher eine sehr hohe Relevanz», sagte Geschäftsführer Norbert Kunz.

Der Deutschland-Tourismus werde zeitweise von der geopolitischen Sicherheitslage profitieren, sagte Kunz unter Verweis auf erste Zahlen der Reiseveranstalter. Allerdings dämpften hohe Energie- und Spritpreise sowie die insgesamt gestiegenen Lebenshaltungskosten die Aussichten. «Das heißt, Urlaubszeiten könnten verkürzt oder Tages- und Wochenendausflüge reduziert werden.»



Weitere Nachrichten
 
Weitere Nachrichten der letzten drei Tage 
Seiten:   28 29 30 31 32    Berechnete Anzahl Nachrichten: 1.325     
Datum Zeit Nachrichtenüberschrift
30.04.2026 07:33 EQS-News: Erste Group konsolidiert Erste Bank Polska und fü...
30.04.2026 07:33 EQS-News: Fielmann-Gruppe erzielt 2025 Rekordergebnisse, bau...
30.04.2026 07:33 EQS-News: Delivery Hero beschleunigt GMV-Wachstum in Q1, ang...
30.04.2026 07:33 EQS-News: SURTECO GROUP SE: Guter Start in das Geschäftsjah...
30.04.2026 07:33 EQS-News: Befesa erzielt solides Q1 mit bereinigtem EBITDA v...
30.04.2026 07:33 EQS-News: Baader Bank erzielt robustes Q1-Ergebnis vor Steue...
30.04.2026 07:33
30.04.2026 07:33 EQS-News: Evotec erhält Fördermittel zur Weiterentwicklung...
30.04.2026 07:33 EQS-News: Circus beschleunigt US-Markteintritt - Übernahme ...
30.04.2026 07:32 EQS-News: TAKKT AG: Jahresauftakt bei TAKKT den Erwartungen ...
30.04.2026 07:32 EQS-News: Wendepunkt dank stark steigender Optoelektronik-Na...
30.04.2026 07:30 Spezialchemiekonzern Alzchem verdient zum Jahresauftakt mehr
30.04.2026 07:30 EQS-News: HERMLE 2025 in schwierigem Umfeld gut behauptet: A...
30.04.2026 07:26 Auftragslage bei Kion fällt überraschend stark aus - Jahre...
30.04.2026 07:24 RBC belässt Meta auf 'Outperform' - Ziel 810 Dollar
30.04.2026 07:20 ROUNDUP 3/Trump: USA erwägen Truppenreduzierung in Deutschl...
30.04.2026 07:20 ROUNDUP 2/Computerspielpreis: 'The Darkest Files' räumt ab
30.04.2026 07:20 ROUNDUP: DHL überrascht positiv dank starkem Express- und F...
30.04.2026 07:19 DAX-FLASH: Druck nimmt zu - Quartalszahlen, Zinsen und Ölpr...
30.04.2026 07:18 Nemetschek gebremst von Währungen - Ergebnis nicht ganz so ...
Suche
Durchsuchen Sie unser Nachrichtenangebot unter Angabe eines von Ihnen gesuchten Begriffs.




 
Weitere Nachrichten
Lesen Sie auch weitere interessante Nachrichten u.a. zu den Themen Aktien im Fokus, Hintergrundberichte, Börsentag auf einem Blick, Wochenausblick oder adhoc-Mitteilungen.
 
Börsenkalender
01.05.2026

TSANN KUEN ENTER
Geschäftsbericht

ACTER CO. LTD
Geschäftsbericht

CMO GROUP PLC
Geschäftsbericht

FORMOSA TAFFETA
Geschäftsbericht

Übersicht
 

FactSet
Implemented and powered by FactSet. Bereitstellung der Kurs- und Marktinformationen erfolgt durch FactSet.
Bitte beachten Sie die Risikohinweise und Quellenangaben der TARGOBANK, die für diese Seite gelten.
 

 

Produkte und Services