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| 26.03.2026 11:53 Russisches Gericht verbietet mit Oscar prämierte Doku TSCHELJABINSK (dpa-AFX) - Ein Gericht in Russland hat den gerade mit dem Oscar für den besten Dokumentarfilm ausgezeichneten Streifen "Ein Nobody gegen Putin" des Filmemachers Pawel Talankin verboten. Das Zentrale Bezirksgericht von Tscheljabinsk, in der Heimatregion Talankins, habe die Entscheidung aufgrund einer Verwaltungsklage getroffen, meldete das lokale Portal "It's My City" aus dem Verhandlungssaal. Demnach sieht das Gericht in dem Film Propaganda für Terrorismus und extremistische Symbolik. Bei Arte ist die Doku in der Mediathek bis Ende April 2030 abrufbar. Die Klage sei eingereicht worden, weil in dem Film Kinder zu sehen sind, "deren Eltern der Veröffentlichung nicht zugestimmt hatten", hieß es. Demnach verhängte das Gericht ein Verbot, den auf verschiedenen Internetportalen in Russland abrufbaren Film zu zeigen oder zu verbreiten. Nach Darstellung der Staatsanwaltschaft zielt der Film darauf ab, eine negative Haltung gegenüber der russischen Führung und zum Krieg in der Ukraine zu erzeugen. Talankin in seiner Heimat als "Verräter" geschmäht Talankin hatte als Lehrer und Videobeauftragter einer Schule in seiner Heimatstadt Karabasch im Gebiet Tscheljabinsk unter anderem patriotische Veranstaltungen als Beweis für eine Militarisierung des Alltags von Kindern aufgenommen und auch Schüler interviewt mit Fragen zum Krieg. Mit diesem Filmmaterial, das die Veränderungen in der russischen Gesellschaft durch den russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine dokumentiert, floh er aus Russland. Der in Kopenhagen lebende US-Regisseur David Borenstein montierte aus den Aufnahmen einen Film, der auch die Wandlung Talankins zu einem entschlossenen Kriegsgegner zeigt. Talankin wird in seiner Heimat als Verräter geschmäht. Als unverschämtes "Manifest des Russenhasses" kritisiert der russische Starregisseur Nikita Michalkow, selbst Oscar-Preisträger von 1995 für seinen Film "Die Sonne, die uns täuscht", die Doku. Es handele sich klar um ein antirussisches Machwerk im Auftrag westlicher Geldgeber, meint er mit Blick auf die Koproduktion von Dänemarks öffentlich-rechtlicher Rundfunkanstalt DR, der britischen BBC sowie von ZDF und Arte./mau/DP/zb Weitere Nachrichten |
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