Märkte & Kurse

Übersicht
Suchanfrage
Produktinformation
 

Auf dieser Seite finden Sie alle Nachrichten zeitlich geordnet und zu unterschiedlichen Themen der letzten drei Tage aufgelistet. Wählen Sie aus der untenstehenden Tabelle die für Sie interessante Nachricht aus. Zusätzlich können Sie auch unsere Nachrichtensuche nutzen, um damit noch detaillierter nach bestimmten und weiter zurückliegenden Nachrichten zu suchen.

 

Ausgewählte Nachricht
10.03.2026 12:59

Ermittler in NRW kämpfen gegen Verjährung bei Cum-Ex-Verfahren

DÜSSELDORF (dpa-AFX) - Im Zuge der aufwendigen juristischen Aufarbeitung von Cum-Ex-Steuerbetrugsfällen in Nordrhein-Westfalen drohen in diesem Jahr acht Verfahren in Teilen oder komplett zu verjähren. Das geht aus einem Bericht von Landesjustizminister Benjamin Limbach (Grüne) an den Rechtsausschuss des Düsseldorfer Landtags hervor. Die Dezernenten bemühten sich derzeit - wo immer möglich und geboten - verjährungsunterbrechende Maßnahmen zu treffen, teilte Limbach unter Verweis auf Informationen der federführenden Kölner Staatsanwaltschaft mit.

Im Zuständigkeitsbereich der Staatsanwaltschaft Köln liegt das Bonner Bundeszentralamt für Steuern. Daher kommt der Kölner Behörde eine bundesweite Sonderrolle bei der Aufklärung des größten Steuerskandals der Bundesrepublik zu. Der Rechtsausschuss des Landtags erörtert das Thema an diesem Mittwoch.

Monströser Ermittlungskomplex mit zahlreichen Verästelungen

Seit Anfang 2025 seien bei der Justizbehörde vier neue Anklagen gegen insgesamt sieben Beschuldigte erhoben worden, berichtete der leitende Kölner Oberstaatsanwalt in seiner Vorlage an den Justizminister. In vielen Cum-Ex-Verfahren seien weiterhin gewaltige Datenmengen auszuwerten, um mögliche Taten und eventuelle Tatbeteiligungen festzustellen und hierbei die Ermittlungen nicht frühzeitig auf einzelne Beteiligte - etwa auf der Händlerebene - zu begrenzen. Die Dauer dieser Auswertungen sei nur begrenzt durch technische Unterstützung zu beschleunigen.

"Die Cum/Ex-Straftaten liegen sehr lange zurück", bilanzierte Limbach. Die Taten seien geprägt von internationalen Bezügen, enormen Schadenssummen, hoher kriminelle Energie, einer arbeitsteiligen Vorgehensweise und einer großen Anzahl von involvierten Akteuren. "Die Anzahl sowohl der beteiligten Kreditinstitute als auch der Beschuldigten ist beispiellos."

NRW investiert in Aufklärung

Der Schwerpunkt der Durchsuchungsmaßnahmen habe in den Jahren 2021 und 2022 gelegen. Dabei seien enorme Datenmengen gesichert worden, deren Sichtung und Auswertung nach wie vor äußerst zeit- und personalintensiv seien.

"Die Finanzverwaltung NRW unterstützt diese Ermittlungen kontinuierlich seit vielen Jahren", betonte Limbach. Durchgängig sei eine hohe Anzahl von Ermittlungspersonen aus der Finanzverwaltung NRW involviert. Sowohl die Ermittlungseinheit der Staatsanwaltschaft Köln als auch das Landesamt zur Bekämpfung der Finanzkriminalität Nordrhein-Westfalen seien in den vergangenen Jahren mit zusätzlichen Planstellen unterstützt worden.

Das System Cum-Ex

Bei Cum-Ex verschieben Finanzakteure Aktien mit ("cum") und ohne ("ex") Dividendenanspruch hin und her, um gar nicht gezahlte Steuern erstattet zu bekommen. Die Hochphase dieses Betrugs war von 2006 bis 2011. Schätzungen zufolge büßte der Fiskus einen zweistelligen Milliarden-Euro-Betrag ein. Erst 2021 hatte der Bundesgerichtshof entschieden, dass Cum-Ex-Geschäfte als Steuerhinterziehung zu werten seien.

Einige Schlüsselfiguren solcher Aktiendeals konnten seitdem in Deutschland verurteilt werden. Es wird damit gerechnet, dass sich die Strafverfolgung noch bis ins nächste Jahrzehnt zieht. In den vergangenen Jahren verjährten bereits viele Tatvorwürfe./beg/DP/stw



Weitere Nachrichten
 
Weitere Nachrichten der letzten drei Tage 
Seiten:   11 12 13 14 15    Berechnete Anzahl Nachrichten: 972     
Datum Zeit Nachrichtenüberschrift
10.03.2026 15:47 Ölpreis sinkt weiter kräftig - Trump stellt schnelles Krie...
10.03.2026 15:43 GESAMT-ROUNDUP: 'Heftigste Angriffe' - Kein Zeichen für Fri...
10.03.2026 15:37
10.03.2026 15:33 ROUNDUP: EU setzt auf Mini-AKW - Deutschland bleibt skeptisc...
10.03.2026 15:33 Aktien New York: Wenig Bewegung nach Erholung - Iran-Vorsich...
10.03.2026 15:23 EU setzt auf Mini-AKW – Deutschland bleibt skeptisch
10.03.2026 15:20 dpa-AFX-Überblick: UNTERNEHMEN vom 10.03.2026 - 15.15 Uhr
10.03.2026 15:17 Hochtief erhält Großauftrag für den Bau einer Bahnstrecke...
10.03.2026 15:16
10.03.2026 15:16 Europaparlament gibt grünes Licht für Fachkräfte-Jobportal
10.03.2026 15:15 IRW-News: Vizsla Copper Corp: Vizsla Copper ernennt Shawn Ma...
10.03.2026 15:07 ROUNDUP: Wadephul auf Krisenreise überraschend in Israel
10.03.2026 15:00 SPD-Fraktionen: Bund muss Hafenförderung erhöhen
10.03.2026 14:56 Wadephul auf Krisenreise unangekündigt in Israel
10.03.2026 14:54 Original-Research: Masterflex SE (von Montega AG): Kaufen
10.03.2026 14:53 Silber in Super-Kombination: Forster gewinnt zweite Medaille
10.03.2026 14:52 Merz: Ausstieg aus Kernenergie in Deutschland unumkehrbar
10.03.2026 14:50 Merz: USA und Israel haben keinen Plan für Kriegsende
10.03.2026 14:49 ANALYSE-FLASH: Deutsche Bank Research lässt Biontech auf 'B...
10.03.2026 14:48 US-Generalstabschef: Nehmen uns iranische Minenleger vor
Suche
Durchsuchen Sie unser Nachrichtenangebot unter Angabe eines von Ihnen gesuchten Begriffs.




 
Weitere Nachrichten
Lesen Sie auch weitere interessante Nachrichten u.a. zu den Themen Aktien im Fokus, Hintergrundberichte, Börsentag auf einem Blick, Wochenausblick oder adhoc-Mitteilungen.
 
Börsenkalender
11.03.2026

VIVENDI SE
Geschäftsbericht

TULLOW OIL PLC
Geschäftsbericht

STELLAR RESOURCES LIMITED
Geschäftsbericht

PUTCO HOLDINGS
Geschäftsbericht

Übersicht
 

FactSet
Implemented and powered by FactSet. Bereitstellung der Kurs- und Marktinformationen erfolgt durch FactSet.
Bitte beachten Sie die Risikohinweise und Quellenangaben der TARGOBANK, die für diese Seite gelten.
 

 

Produkte und Services