Märkte & Kurse

Übersicht
Suchanfrage
Produktinformation
 

Auf dieser Seite finden Sie alle Nachrichten zeitlich geordnet und zu unterschiedlichen Themen der letzten drei Tage aufgelistet. Wählen Sie aus der untenstehenden Tabelle die für Sie interessante Nachricht aus. Zusätzlich können Sie auch unsere Nachrichtensuche nutzen, um damit noch detaillierter nach bestimmten und weiter zurückliegenden Nachrichten zu suchen.

 

Ausgewählte Nachricht
04.02.2026 15:26

Warum die Telekom ein riesiges KI-Rechenzentrum eröffnet

Künstliche Intelligenz

Berlin/München (dpa) - Die Deutsche Telekom will im großen Stil in den Aufbau und Betrieb von Rechenzentren für Künstliche Intelligenz (KI) einsteigen. Konzernchef Timotheus Höttges kündigte bereits im vergangenen November den Start eines Gemeinschaftsprojekts mit dem US-Chipkonzern Nvidia in München an. Drei Monate später war es so weit. Gemeinsam mit Vizekanzler Lars Klingbeil (SPD) und Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hat der Telekom-Chef nun das neue KI-Rechenzentrum eröffnet.

Wie viel Geld steckt die Telekom in das Projekt?

Das Cloud-Rechenzentrum für Künstliche Intelligenz erfordert eine Investition von rund einer Milliarde Euro. Dafür werden 10.000 Grafikprozessoren von Nvidia angeschafft. Die Telekom stößt damit in Deutschland in die Spitzenliga der Rechenzentren vor. Zum Vergleich: Deutschlands größter Supercomputer Jupiter, der im Forschungszentrum in Jülich steht, verfügt über 24.000 Grafikprozessoren.

Warum vergingen nach der Ankündigung nur drei Monate bis zum Start?

Die Telekom baut nicht auf der grünen Wiese, sondern zieht in ein komplett renoviertes, vorhandenes Rechenzentrum in München ein, das früher von der Hypovereinsbank betrieben wurde. Von außen ist wenig zu sehen, da sich das Rechenzentrum über sechs unterirdische Stockwerke hin erstreckt. Das Gebäude gehört zum Büroquartier Tucherpark, das in den 60er Jahren direkt am Rande des Englischen Gartens errichtet wurde. 

KI-Chips entwickeln eine enorme Hitze. Was passiert mit der Wärme?

Es stimmt: KI-Chips, insbesondere die Blackwell-GPUs von Nvidia, werden extrem heiß. Die Telekom wird zur Kühlung das kalte Wasser des direkt angrenzenden Eisbachs verwenden. Die im Rechenzentrum entstehende Abwärme soll nicht nur einfach in das Bachwasser geleitet werden: Die Abwärme des Rechenzentrums wird nach Angaben der Telekom in Zukunft das gesamte Quartier Tucherpark mit Wärme versorgen. Die KI-Fabrik werde vollständig aus erneuerbaren Energien betrieben. «Sie ist auf höchste Energieeffizienz ausgelegt», erklärte das Unternehmen. 

Warum hat sich die Telekom für den Standort München entschieden?

Die Wahl fiel auf München, da hier die Dichte an potenziellen Industriekunden hoch ist. Telekom-Kunden und Partner wie Airbus, BMW, das KI-Unternehmen Perplexity oder Siemens sowie etliche Robotik-Start-ups wie Agile Robots benötigen geringe Datenlaufzeiten (Latenz) für ihre Anwendungen. Durch die Platzierung der Rechner mitten in der Stadt – und nicht in einem entfernten Gewerbegebiet – kann die Telekom die Ansprüche der Unternehmen erfüllen.

Ist der Wettbewerb mit großen US-Anbietern nicht wie ein Kampf zwischen David und Goliath?

Auf den ersten Blick wirkt die Marktstellung der US-Giganten wie AWS (Amazon), Azure (Microsoft) oder Google Cloud erdrückend. Die großen US-Konzerne investieren jährlich ein Vielfaches von dem, was die Telekom in die Hand nehmen kann. 

Trotzdem hat die Telekom im Wettbewerb eine Chance. Das liegt in der Tatsache begründet, dass der Bonner Konzern sich eine lukrative Nische im Cloud-Geschäft ausgesucht hat - nämlich das Bereitstellen von Hochsicherheitsrechenzentren in der Nähe der Industriebetriebe. «Deutschlands Chance liegt nicht darin, globale KI-Plattformen zu ersetzen, sondern KI dort souverän einzusetzen, wo sie in Industrie, kritischer Infrastruktur und regulierten Bereichen echten Nutzen bringt», sagte Martin Wrulich, Senior Partner, des Beratungsunternehmens McKinsey.

Profitiert die Telekom vom Standort Deutschland?

Ja und nein. Zum einen muss die Telekom in Deutschland mit höheren Kosten leben - vor allem für die Energieversorgung. Konzernchef Höttges forderte die Politik auf, für niedrigere Strompreise zu sorgen, um eine Abwanderung nach Finnland oder andere Länder mit niedrigeren Kosten zu verhindern. 

Allerdings profitiert die Telekom auch vom Standort Deutschland. Sie kann hier das Stichwort «Datensouveränität» zum Geschäftsmodell aufwerten. Viele deutsche Unternehmen zögern nämlich, ihre sensiblen Daten in Cloudspeichern von US-Anbietern abzulegen. Die Telekom bietet hier eine «Souveräne Cloud» an, bei der die Daten physisch in Deutschland bleiben und unter europäischen und deutschen Recht stehen. Bei den US-Anbietern dagegen besteht durch Gesetze wie den «US Cloud Act» zumindest theoretisch die Option eines Zugriffs durch US-Behörden.



Weitere Nachrichten
 
Weitere Nachrichten der letzten drei Tage 
Seiten:   43 44 45 46 47    Berechnete Anzahl Nachrichten: 922     
Datum Zeit Nachrichtenüberschrift
05.03.2026 06:00 EQS-Adhoc: Geschäftsabschluss 2025 (deutsch)
05.03.2026 05:50 Chinas Volkskongress beginnt - 15. Fünfjahresplan auf Agenda
05.03.2026 05:50 Ministerpräsidenten sprechen über Sicherheit in Zügen
05.03.2026 05:50 Erster deutscher Evakuierungsflug soll in Frankfurt landen
05.03.2026 05:50 Koalition will Bürgergeld-Reform beschließen
05.03.2026 05:50 Bundesbank voraussichtlich auch 2025 mit Verlust
05.03.2026 05:35 Pressestimme: 'Nürnberger Zeitung' zu Buy European-Plan
05.03.2026 05:35 Pressestimme: 'Frankfurter Rundschau' zu Merz-Besuch in den ...
05.03.2026 05:35 Pressestimme: 'Südwest Presse' zu Krieg im Iran
05.03.2026 05:35 Pressestimme: 'Handelsblatt' zu Irankrieg
05.03.2026 05:35 Pressestimme: 'Nürnberger Nachrichten' zu Merz/Trump
05.03.2026 05:35 Pressestimme: 'Frankfurter Allgemeine Zeitung' zu Merz und T...
05.03.2026 05:35 Pressestimme: 'Volksstimme' zu Sender-Aus bei ARD und ZDF
05.03.2026 05:34 Pressestimme: 'Augsburger Allgemeine' zu Energiepreisen
05.03.2026 04:50 dpa-AFX KUNDEN-INFO: Impressum
05.03.2026 04:50 dpa-AFX KUNDEN-INFO: Finanzanalysen in den dpa-AFX Diensten
05.03.2026 04:30 Schnellere Daten und KI - Bahn plant bessere Reiseinfos
05.03.2026 04:30 Spitzt sich der Eier-Engpass vor Ostern zu?
05.03.2026 03:35 EQS-News: BYDFi bei der Crypto Expo Europe zur besten All-in...
05.03.2026 03:15 EQS-News: Apacer auf der embedded world 2026: Speicherlösun...
Suche
Durchsuchen Sie unser Nachrichtenangebot unter Angabe eines von Ihnen gesuchten Begriffs.




 
Weitere Nachrichten
Lesen Sie auch weitere interessante Nachrichten u.a. zu den Themen Aktien im Fokus, Hintergrundberichte, Börsentag auf einem Blick, Wochenausblick oder adhoc-Mitteilungen.
 
Börsenkalender
07.03.2026

SHENZHEN EXC LED TECHNOLOGY CO LTD
Geschäftsbericht

SHANDONG PHARMACEUTICAL GLASS
Geschäftsbericht

NSING TECHNOLOGIES INC
Geschäftsbericht

SHANDONG LINK SCIENCE & TECHNOLOGY CO LTD
Geschäftsbericht

Übersicht
 

FactSet
Implemented and powered by FactSet. Bereitstellung der Kurs- und Marktinformationen erfolgt durch FactSet.
Bitte beachten Sie die Risikohinweise und Quellenangaben der TARGOBANK, die für diese Seite gelten.
 

 

Produkte und Services