Märkte & Kurse

Übersicht
Suchanfrage
Produktinformation
 

Auf dieser Seite finden Sie alle Nachrichten zeitlich geordnet und zu unterschiedlichen Themen der letzten drei Tage aufgelistet. Wählen Sie aus der untenstehenden Tabelle die für Sie interessante Nachricht aus. Zusätzlich können Sie auch unsere Nachrichtensuche nutzen, um damit noch detaillierter nach bestimmten und weiter zurückliegenden Nachrichten zu suchen.

 

Ausgewählte Nachricht
24.01.2026 12:05

ROUNDUP/US-Verteidigungsstrategie: Europa ja, aber nicht der Fokus

WASHINGTON (dpa-AFX) - Die USA wollen zwar weiter fester Bündnispartner der Nato und damit Verbündeter der Europäer sein, sehen in der Verteidigung ihres Landes und der umliegenden Regionen aber die Priorität. Das geht aus der neuen nationalen Verteidigungsstrategie der Regierung von US-Präsident Donald Trump hervor. Auch die Abschreckung gegenüber China wird darin hervorgehoben. Ein Überblick über wichtige Punkte:

Europa

Die Botschaft an Europa ist eindeutig. Tenor: Eure konventionelle Verteidigung obliegt in erster Linie euch selbst. Die USA wollen weiter eine zentrale Rolle innerhalb der Nato spielen - auch wenn sie ihre Präsenz in Europa neu justieren. Verbündete sollten in Europa die Führung gegen Bedrohungen übernehmen, die für sie schwerwiegender seien als für die USA - "mit entscheidender, aber begrenzter Unterstützung der Vereinigten Staaten", heißt es. In der Vergangenheit wurde immer wieder darüber diskutiert, die Truppenstärke in Europa zu reduzieren.

Der US-Kongress hatte Ende vergangenen Jahres ein Gesetz für einen Verteidigungshaushalt beschlossen, das anders als die nationale Sicherheits- und Verteidigungsstrategie eher dem traditionellen Ansatz bisheriger Verteidigungsprioritäten entspricht. Mit Blick auf die US-Truppenpräsenz in Europa legt das Gesetz fest, dass die Gesamtzahl der Streitkräfte, die dauerhaft im Zuständigkeitsbereich des Europa-Kommandos sind, nicht länger als 45 Tage unter 76.000 liegen darf. Zuletzt waren Schätzungen zufolge mehr als 80.000 US-Soldaten in Europa stationiert.

Zentral für die USA ist, das wird in der 34-seitigen Verteidigungsstrategie betont, dass ihre Verbündeten die Nato-Vereinbarung zur massiven Erhöhung der Verteidigungsausgaben umsetzen. Unter dem Eindruck von Russlands Angriffskrieg gegen die Ukraine und auf Drängen Trumps hatte die Nato im vergangenen Juni vereinbart, künftig mindestens einen Betrag von 3,5 Prozent des nationalen BIP in Verteidigung zu investieren. Hinzukommen sollen dann noch einmal 1,5 Prozent für verteidigungsrelevante Ausgaben, etwa Infrastruktur.

USA und "westliche Hemisphäre"

Im Sinne von Trumps Leitsatz "America First" soll der Verteidigungsfokus der USA auf dem eigenen Land liegen. Grenzen sollen gesichert und der Luftraum durch das Raketenabwehrsystem "Golden Dome" geschützt werden, das Trump auf Grönland errichten will. In diesem Vorhaben klingt bereits an, dass die USA ihren Fokus längst nicht auf die eigenen Landesgrenzen beschränken: "Gleichzeitig werden wir die Interessen Amerikas in der gesamten westlichen Hemisphäre aktiv und furchtlos verteidigen", heißt es.

Man werde sich militärischen und wirtschaftlichen Zugang zu wichtigen Gebieten sichern, insbesondere zum Panamakanal, zu Grönland und zum Golf von Mexiko, den das Pentagon als Golf von Amerika bezeichnet. Auch das militärische US-Vorgehen gegen mutmaßliche Drogenschmuggler habe Priorität.

Bereits aus der Sicherheitsstrategie ging hervor, dass der Hauptfokus der USA künftig in der "westlichen Hemisphäre" liegen soll. Damit ist meist der Doppelkontinent Amerika samt umliegender Inseln gemeint. Trump bekräftigte zuletzt mehrfach den Anspruch seines Landes auf die Vorherrschaft auf dem amerikanischen Doppelkontinent.

China

Die USA verfolgen einen Kurs, der nicht auf direkte Konfrontation mit China setzt. Das hatte schon das Treffen zwischen dem US-Präsidenten und Chinas Staatschef Xi Jinping in Südkorea Ende Oktober gezeigt, bei dem Trump sein gutes Verhältnis zu Peking hervorhob und es mildere Töne im Handelskonflikt gab.

Zugleich macht die US-Regierung in der Verteidigungsstrategie klar: Man wolle China im Indo-Pazifik durch Stärke, nicht durch Konfrontation abschrecken. Die Rede ist von einem Machtgleichgewicht im Indo-Pazifik, der für die USA als Handelsraum eine bedeutende Rolle spielt. Die USA sehen China als zweitmächtigstes Land der Welt an - nach den Vereinigten Staaten. Die Beschreibung Chinas ist nüchtern und nicht auf Eskalation aus: Man wolle das Land nicht dominieren - wolle aber auch nicht dominiert werden. Pekings Macht wachse.

Russland

Anders als China halten die USA Russland für eine "beherrschbare Bedrohung" für die östlichen Nato-Mitglieder. Die Hauptverantwortung für die Unterstützung der ukrainischen Verteidigung sehen die USA bei den Europäern. Der russische Krieg gegen die Ukraine müsse enden, die Hauptverantwortung liege aber auch hier bei den Europäern.

Moskau sei nicht in der Lage, die Vorherrschaft in Europa zu erlangen, heißt es. Interessant wird sein, wie Kremlchef Wladimir Putin darauf reagiert. Die europäischen Nato-Mitglieder seien mächtiger als Russland, betonen die USA. Allein die deutsche Wirtschaft stelle die russische in den Schatten.

Der Ukraine-Krieg zeige zugleich, dass Russland über große militärische und industrielle Reserven verfüge, heißt es weiter. Russland verfüge über das weltweit größte Nuklear-Arsenal.

Verteidigungsstrategie folgt auf Sicherheitsstrategie

Anfang Dezember hatten die USA ihre nationale Sicherheitsstrategie veröffentlicht, die als Bruch der US-Regierung mit der Tradition enger transatlantischer Kooperation gewertet wurde. Frühere Strategien hätten die nationalen Kerninteressen der USA nicht berücksichtigt und die Verteidigung anderer Länder zulasten US-Bevölkerung priorisiert, hieß es in dem Dokument. Nun gelte "America First" - Amerika zuerst.

Die aktuelle politische Landschaft in der EU wurde in dem Dokument als Bedrohung für amerikanische Interessen gebrandmarkt. Konkret wurden etwa angebliche Demokratiedefizite und Einschränkungen der Meinungsfreiheit kritisiert. Kritische Worte für den Kreml als Aggressor im Krieg gegen die Ukraine enthielt der Text nicht.

Die Verteidigungsstrategie klingt im Ton insgesamt etwas nüchterner, sachlicher - inhaltlich geht es aber in die gleiche Richtung. Sie folgt wenige Tage auf Trumps Rede beim Weltwirtschaftsforum in Davos, die von Feindseligkeiten gegenüber Europa gespickt war./rin/DP/zb



Weitere Nachrichten
 
Weitere Nachrichten der letzten drei Tage 
Seiten:   1 2 3 4 5    Berechnete Anzahl Nachrichten: 1.098     
Datum Zeit Nachrichtenüberschrift
04.03.2026 09:25 Devisen: Eurokurs stabilisiert sich zum US-Dollar
04.03.2026 09:20 Goldman belässt Aroundtown auf 'Neutral' - Ziel 3 Euro
04.03.2026 09:10 Kippen statt Kekse: Zoll findet 30.000 Schmuggelzigaretten
04.03.2026 09:10 Libanon: Israel greift Hotel in Vorort von Beirut an
04.03.2026 09:10 Aktien Frankfurt Eröffnung: Dax stabil - Trump will Straße...
04.03.2026 09:06 Aktien Asien: Märkte komme nicht zur Ruhe - Kospi im Sturzf...
04.03.2026 09:06 Deutsche Bank Research senkt Ziel für Auto1 auf 32 Euro - '...
04.03.2026 09:05 EQS-News: KFB TECHNOLOGIES STARTET KI-BASIERTE UMWELTMANAGEM...
04.03.2026 09:04 Die Autoindustrie kämpft sich langsam aus dem Stimmungstief
04.03.2026 09:03 OTS: Wack Group / WACK GROUP blickt auf erfolgreiches Gesch?...
04.03.2026 09:03 OTS: KfW / KfW Research: Deutscher Mittelstand zeigt sich wi...
04.03.2026 09:02 Schweizer Inflation im Februar stabil bei 0,1 Prozent
04.03.2026 09:00 Original-Research: Borussia Dortmund GmbH & Co KGaA (von NuW...
04.03.2026 09:00 EQS-News: Hamburg Commercial Bank startet Einlagengeschäft ...
04.03.2026 08:58 AKTIE IM FOKUS: Continental dürften Rücksetzer ausweiten
04.03.2026 08:57 Dobrindt: Keine erhöhte Bedrohungslage durch Iran-Krieg
04.03.2026 08:56 Israel kündigt Tötung auch von Chameneis Nachfolger an
04.03.2026 08:54 SPD und CDU in Brandenburg einig bei Koalitionsvertrag
04.03.2026 08:54 Weiter Angriffe am Golf - Saudi-Arabien fängt Marschflugkö...
04.03.2026 08:54 Barclays belässt Symrise auf 'Equal Weight' - Ziel 84 Euro
Suche
Durchsuchen Sie unser Nachrichtenangebot unter Angabe eines von Ihnen gesuchten Begriffs.




 
Weitere Nachrichten
Lesen Sie auch weitere interessante Nachrichten u.a. zu den Themen Aktien im Fokus, Hintergrundberichte, Börsentag auf einem Blick, Wochenausblick oder adhoc-Mitteilungen.
 
Börsenkalender
04.03.2026

MUSICMAGPIE PLC
Geschäftsbericht

WELLFULLY
Geschäftsbericht

WEBIS HOLDINGS PLC
Geschäftsbericht

WAM CAPITAL
Geschäftsbericht

Übersicht
 

FactSet
Implemented and powered by FactSet. Bereitstellung der Kurs- und Marktinformationen erfolgt durch FactSet.
Bitte beachten Sie die Risikohinweise und Quellenangaben der TARGOBANK, die für diese Seite gelten.
 

 

Produkte und Services