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| 22.01.2026 12:10 Bundesbank: Verhaltenes Wachstum im ersten Quartal FRANKFURT (dpa-AFX) - Die deutsche Wirtschaft wird nach Einschätzung der Bundesbank 2026 nur langsam Fahrt aufnehmen. Die zuletzt wieder etwas pessimistischeren Erwartungen der Unternehmen sprächen dafür, "dass die Wirtschaftsleistung im ersten Quartal des laufenden Jahres nur verhalten zulegen dürfte", heißt es in dem am Donnerstag veröffentlichten Monatsbericht der Notenbank. Im vergangenen Jahr ist die deutsche Wirtschaft nach vorläufigen Berechnungen des Statistischen Bundesamtes um 0,2 Prozent gewachsen. Damit schrammte Europas größte Volkswirtschaft knapp am dritten Jahr ohne Wachstum vorbei. Für das Schlussquartal 2025 gehen die Statistiker in einer ersten Schätzung ebenfalls davon aus, dass das Bruttoinlandsprodukt (BIP) zum Vorquartal preis-, saison- und kalenderbereinigt um 0,2 Prozent zugelegt hat. Industrie hat sich gefangen - positive Impulse vom privaten Konsum Nach Einschätzung der Bundesbank dürfte sich die Industrie zum Jahresende wieder gefangen haben. Trotz der Belastung durch höhere US-Zölle sei die Nachfrage aus dem Ausland "in der Tendenz aufwärts gerichtet". Im Inland sorgten Aufträge für Militärausrüstungen für wieder bessere Geschäfte. Positive Impulse im Schlussquartal erwarten die Bundesbank-Ökonomen zudem vom privaten Konsum: "Die kräftig gestiegenen Löhne schufen Spielraum für zusätzliche Konsumausgaben." Bundesbank mahnt: Zusätzliche Milliarden sinnvoll investieren Im laufenden Jahr dürften staatliche Milliardenausgaben für Infrastruktur wie Straßen und Schienen sowie für Verteidigung für Auftrieb sorgen. Einen spürbaren Aufschwung erwarten viele Volkswirte allerdings erst ab 2027, wenn die gewaltigen Summen, die der Staat dank der Lockerung der Schuldenbremse in die Hand nehmen will, ihre volle Wirkung entfalten. Die Bundesbank mahnte erneut, die zusätzlichen Milliarden "zielgenau und wirtschaftlich einzusetzen" und keine Haushaltslöcher damit zu stopfen: "Das neue Sondervermögen bietet eine gute Chance, die staatliche Infrastruktur zu modernisieren. Bund, Länder und Gemeinden planen hingegen derzeit, mit den Mitteln zu einem erheblichen Teil letztlich Finanzierungslücken bei nicht investiven Vorhaben zu schließen."/ben/DP/jkr Weitere Nachrichten |
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