Märkte & Kurse

Übersicht
Suchanfrage
Produktinformation
 

Auf dieser Seite finden Sie alle Nachrichten zeitlich geordnet und zu unterschiedlichen Themen der letzten drei Tage aufgelistet. Wählen Sie aus der untenstehenden Tabelle die für Sie interessante Nachricht aus. Zusätzlich können Sie auch unsere Nachrichtensuche nutzen, um damit noch detaillierter nach bestimmten und weiter zurückliegenden Nachrichten zu suchen.

 

Ausgewählte Nachricht
16.01.2026 06:18

Wie Starlink die iranische Internet-Blockade durchdringt

TEHERAN/AUSTIN (dpa-AFX) - Seit einer Woche ist die Bevölkerung im Iran vom Internet abgeschnitten. Die beispiellose Kommunikationsblockade versetzt Iranerinnen und Iraner im Ausland in Sorge um ihre Familien. Seit Dienstag sind erstmals wieder Auslandsgespräche möglich, Rückrufe bleiben jedoch blockiert. Die Einschränkungen schüren Wut, Verzweiflung und Unsicherheit in der Gesellschaft.

Die iranische Regierung begründete den Schritt mit einer Bedrohung für die Staatssicherheit. Kritiker hingegen sehen darin den Versuch, nicht nur die Organisation von Protesten zu erschweren, sondern auch zu verhindern, dass Bilder der tödlichen Gewalt durch Sicherheitskräfte an die Öffentlichkeit gelangen. Eine der wenigen Möglichkeiten, die Internetblockade zu umgehen, bietet das Satelliten-Internet Starlink von Elon Musks Raumfahrtfirma SpaceX.

Wie Starlink funktioniert

Das Rückgrat des Systems bildet ein Netzwerk aus Tausenden Satelliten. Nutzer benötigen eine Empfangs- und Sendeeinheit mit integrierter Routerfunktion und einer flachen Satellitenantenne. Starlink ist damit unabhängig von herkömmlicher Telekommunikations-Infrastruktur. SpaceX, das den Dienst betreibt, hat den Zugang im Iran kostenlos freigeschaltet. Doch die nötigen Geräte kosten laut Medienberichten auf dem Schwarzmarkt mehr als 1.000 Dollar - für viele unbezahlbar.

Das Satelliten-System kann die Blockade punktuell durchdringen - aber nicht die lahmgelegte Infrastruktur ersetzen. Starlink ist im Iran verboten. Deshalb sind nur Empfangsgeräte im Einsatz, die auf verschiedenen Wegen ins Land geschmuggelt wurden. Es dürften rund 50.000 Terminals sein, sagte dem Finanzdienst Bloomberg der Aktivist Ahmad Ahmadian, dessen Organisation Holistic Resilience Iranern Zugang zu Starlink ermöglichen will.

Internetblockaden im Iran auch in der Vergangenheit

Die Telekommunikationsbranche der Islamischen Republik steht unter Kontrolle der Regierung. Bereits bei früheren Protesten nutzte sie diese Macht, um den Internetzugang gezielt zu drosseln. Die aktuelle, umfassende Netzblockade begann am 8. Januar. Laut der Beobachtergruppe Netblocks brach der Datenverkehr dabei um 99 Prozent ein. Auch während des Krieges mit Israel im vergangenen Jahr wurde das Netz kurzzeitig abgeschaltet. Eine derart langanhaltende Sperre gab es zuletzt 2019 - auch damals kamen viele Demonstranten ums Leben.

Ein kleiner, privilegierter Kreis aus Regierung und Militär dürfte weiter ungehinderten Internetzugang haben. Einige staatliche und regierungsnahe Medien etwa verbreiten ihre Sicht auf die Massenproteste weiterhin über Telegram. Selbst in normalen Zeiten ist das Netz im Iran stark zensiert. Viele Webseiten und Apps sind gesperrt. Um die Blockaden zu umgehen, nutzen Iraner sogenannte Tunneldienste (VPN), deren Erwerb einen eigenen kleinen Markt bildet.

Irans Sicherheitsbehörden gehen gezielt gegen Starlink vor

Für die Nutzung von Starlink drohen jahrelange Haftstrafen. Ein potenzielles Problem für die Nutzer ist, dass die Antennen ein freies Sichtfeld zu Satelliten am Himmel brauchen. Idealerweise müssen sie also irgendwo im Freien platziert werden, wo sie von den Behörden entdeckt werden können. Aktivisten zufolge setzen sie dafür unter anderem Drohnen ein. Auch können von den Terminals ausgehende Signale aufgespürt werden.

Informieren konnten sich die Menschen in dem Land mit etwa 90 Millionen Einwohnern in den vergangenen Tagen teilweise über Exilsender, die ihre Programme über Satelliten-Fernsehen ausstrahlen. In mehreren Teilen der Hauptstadt Teheran haben Sicherheitskräfte jedoch bereits begonnen, Satellitenschüsseln von den Hausdächern zu beschlagnahmen - eine alte Praxis aus der Zeit vor dem Internet. Wann das Internet wieder funktioniert, ist unklar./so/DP/zb



Weitere Nachrichten
 
Weitere Nachrichten der letzten drei Tage 
Seiten:   13 14 15 16 17    Berechnete Anzahl Nachrichten: 1.169     
Datum Zeit Nachrichtenüberschrift
16.01.2026 06:28 Uhren und Porzellan: Schutz für regionale Industrieprodukte
16.01.2026 06:28 Kiew friert: Der härteste Winter seit Kriegsbeginn
16.01.2026 06:25 Flaute bei Fahrschulen wegen geplanter Führerschein-Reform
16.01.2026 06:24 Warum in den Ländern noch mehr gestreikt werden könnte
16.01.2026 06:23 S-Bahnverkehr Wiesbaden-Frankfurt streckenweise gesperrt
16.01.2026 06:23 Ifo: Trumps Zölle sind Dauer-Schock für deutsche Wirtschaft
16.01.2026 06:22 'Artemis 2': Start der bemannten Mondumrundung rückt näher
16.01.2026 06:22 Australien: Social-Media-Aus für Kinder zeigt Wirkung
16.01.2026 06:21 Apotheker-Verband ruft vor Karneval zur Grippeimpfung auf
16.01.2026 06:18 Wie Starlink die iranische Internet-Blockade durchdringt
16.01.2026 06:14 Prominente und Politiker fordern Isolation des Iran
16.01.2026 06:14 Trump: Kontrollgremium für Gaza-Übergangsregierung gebildet
16.01.2026 06:14 Russischer Botschafter wirft Nato Militarisierung der Arktis...
16.01.2026 06:13 US-Botschafter bei UN zu Iran: 'Alle Optionen auf dem Tisch'
16.01.2026 06:12 Machado: Habe Trump Nobelpreis-Medaille überreicht
16.01.2026 06:10 'NYT': USA verlegen Militär nach Nahost
16.01.2026 06:05 WOCHENVORSCHAU: Termine bis 29. Januar 2026
16.01.2026 06:05 TAGESVORSCHAU: Termine am 16. Januar 2026
16.01.2026 05:57
16.01.2026 05:50 Grüne Woche öffnet Tore für Besucherinnen und Besucher
Suche
Durchsuchen Sie unser Nachrichtenangebot unter Angabe eines von Ihnen gesuchten Begriffs.




 
Weitere Nachrichten
Lesen Sie auch weitere interessante Nachrichten u.a. zu den Themen Aktien im Fokus, Hintergrundberichte, Börsentag auf einem Blick, Wochenausblick oder adhoc-Mitteilungen.
 
Börsenkalender
16.01.2026

GOLD HUNTER RESOURCES INC.
Geschäftsbericht

RIMBACO GROUP GLOBAL LTD
Geschäftsbericht

ORIENTAL UNIVSTY CITY HLDGS (HK)LTD
Geschäftsbericht

PONNI SUG E
Geschäftsbericht

Übersicht
 

FactSet
Implemented and powered by FactSet. Bereitstellung der Kurs- und Marktinformationen erfolgt durch FactSet.
Bitte beachten Sie die Risikohinweise und Quellenangaben der TARGOBANK, die für diese Seite gelten.
 

 

Produkte und Services