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| 08.01.2026 14:05 AUSBLICK 2026: US-Börsenrally hat noch Luft - Aber Risiken nicht ignorieren NEW YORK (dpa-AFX) - Auch das Börsenjahr 2026 könnte in den USA ein einträgliches werden für Investoren. Kapital ist reichlich vorhanden, die Stimmung ist noch nicht euphorisch und die Wachstumsaussichten sind gut. Hinzu kommt die Perspektive weiterer Zinssenkungen durch die US-Notenbank Fed, erst recht unter der Ägide eines neuen Chefs von Donald Trumps Gnaden. In den vergangenen zehn Jahren gab es nur zwei, in denen der Dow Jones Industrial gefallen ist. Dem stehen acht Börsenjahre gegenüber, in denen der weltweit bekannteste Aktienindex im Schnitt meist prozentual zweistellig zulegte. Auch die Statistik spricht also für weitere Rekorde an der Wall Street und an der Nasdaq, dem Dow Jones gelang denn auch eine gleich zum Jahrestart 2026. "Die Liquidität ist so gut, besser geht es nicht", schrieb Savita Subramanian von der Bank of America. Viel Geld sei 2025 in nur wenige Anlageideen geflossen. Gleichzeitig habe der "Wohlstandseffekt" dafür gesorgt, dass die meisten Anlageklassen in den vergangenen Quartalen zugelegt hätten. Pro USA komme hinzu, dass US-Investoren Märkte wie Europa, China und Schwellenländer aus verschiedenen Gründen eher mieden. Doch die Chefstrategin der Investmentbank tritt auch etwas auf die Bremse. Jüngste Rückschläge bei Kryptowährungen und beim Goldpreis hätten vor allem Privatanleger verschreckt. Eine aggressive Inflation fresse ihr Ausgabebudget auf. Den privaten Profiteuren der Börsen-Rally von 2025 drohe im April zudem ein unangenehmer Steuerbescheid. Die Preise von Einfamilienhäusern könnten weiter fallen. Diese Aspekte gelte es im Blick zu haben, denn private Anleger hätten 2025 mit ihren Aktienkäufen 40 Prozent der Börsenvolumina kleiner Unternehmen ausgemacht und immerhin 20 Prozent der großen Aktiennamen. Klar dominiert wurden die Börsen 2025 vom Thema Künstliche Intelligenz (KI). Hier werden Experten etwas vorsichtiger. "Investitionen in KI untermauern weiterhin das Wachstum und den Optimismus am Markt. Die Konzentration der Erträge in einer Handvoll Mega-Tech-Konzerne wirft aber die Frage auf, wie nachhaltig das ist", gibt Marc Seidner vom Vermögensverwalter Pimco zu bedenken. Gerade der Tech-Sektor habe sich stets durch einen effizienten Einsatz von Kapital ausgezeichnet, so der Stratege. Nun aber träten die Unternehmen in eine kapitalintensive Phase ein. Anfangs seien die Investitionen in KI aus gewaltigen Eigenmitteln finanziert worden. Nun aber nähmen die Akteure mehr und mehr Schulden auf, um die Ausgaben zu finanzieren. Auch investierten die großen Anbieter von Datenzentren und Rechenleistung einerseits und die Chip-Hersteller andererseits untereinander Milliardensummen. "Das verstärkt sektorspezifische Risiken", warnte Seidner. Rückendwind für US-Aktien könnte eine eher schlechte Stimmung unter den Anlegern entfachen. Das "Sentiment" sei auf einem niedrigen Niveau und sende damit das Signal "Buy" aus, merkt die Aktienexpertin Lori Calvasina von der Bank RBC an. Die Argumentationslinie: In Umfragen signalisieren Anleger, dass sie eher fallende Kurse erwarten. Das lässt darauf schließen, dass sie in Aktien nicht oder unterinvestiert sind. Das wiederum macht sie zu potenziellen Käufern, vor allem dann, wenn die Börsen ohne sie nach oben wegzulaufen drohen. Calvasina verweist auf die unter den Marktakteuren in den USA viel beachtete wöchentliche Umfrage der American Association of Individual Investors (AAII). Fast das ganze Jahr über habe der Anteil der Bären, also der Pessimisten unter Privatanlegern, über dem langjährigen Durchschnitt gelegen. Diese konstant maue Stimmung in Verbindung mit anderen Faktoren wie Gewinnwachstum, Konjunktur und Geldpolitik spreche für Kursgewinne auch 2026. Den marktbreiten Index S&P 500 sieht die Expertin Ende kommenden Jahres bei 7.750 Punkten. Das wäre vom gegenwärtigen Niveau ein Plus von 13 Prozent. Die mittlere Schätzung der von der Nachrichtenagentur Bloomberg erfassten Experten liegt bei 7.555 Punkten - auch das wäre ein einträgliches Börsenjahr. Selten aber geht es am Aktienmarkt wie an der Schnur gezogen nach oben, und so könnte es auch 2026 holprig werden. Risiken bergen die internationalen Handelskonflikte, etwa zwischen den USA und China sowie der EU und China. Daneben bleiben die Lieferketten für wichtige Rohstoffe und Teile für den KI-Boom, die Elektromobilität und Trend wie Robotik und Rüstung anfällig. Auch könnte China die Gangart in puncto Taiwan verschärfen, was zu einer Eskalation des Konfliktes mit den USA führen würde. So hatte Chinas Staats- und Parteichef Xi Jinping in seiner Neujahrsansprache den Anspruch auf eine Wiedervereinigung mit Taiwan bekräftigt. Ungemacht droht zudem für die amerikanisch-europäischen Beziehungen angesichts der Besitzansprüche, die Trump auf die rohstoffreiche und zu Dänemark gehörende Arktisinsel Grönland immer wieder anmeldet./bek/jsl/mis --- Von Benjamin Krieger, dpa-AFX --- Weitere Nachrichten |
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