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11.12.2025 14:16

ROUNDUP: Bahn verkleinert Führung - Kleine Schritte bei Pünktlichkeit

BERLIN (dpa-AFX) - Im kommenden Jahr wird sich bei der Deutschen Bahn vieles verändern - voraussichtlich bleibt es aber noch bei sehr vielen Verspätungen im Fernverkehr. Konzernchefin Evelyn Palla stellt für 2026 in Aussicht, dass mindestens 60 Prozent der Fernzüge ohne größere Verspätungen ankommen werden. Das ist zwar etwas besser als in den vergangenen Monaten, als nahezu jeder zweite ICE und IC verspätet unterwegs war.

Von einem zuverlässigen Bahnverkehr kann mit diesem Ziel aber weiter keine Rede sein. "Wir können die Schiene nicht von heute auf morgen besser machen", sagte Palla am Donnerstag bei der Vorstellung ihres Konzepts zur Neuaufstellung des bundeseigenen Unternehmens.

Zwar werde die Bahn auch im nächsten Jahr mehr als 20 Milliarden Euro in die Ertüchtigung des überalterten und überlasteten Schienennetzes investieren. "Aber die Sanierung der Schiene wird nicht über Nacht erfolgen können", bekräftigte die Managerin.

Sofortprogramme sollen Fahrerlebnis verbessern

"Wir hatten auch im Jahr 2025 einen deutlich sinkenden Trend bei der Pünktlichkeit insbesondere im Fern- und Regionalverkehr", sagte Palla. "Es gilt nun, diesen fallenden Trend zu stabilisieren." An dem von der Bundesregierung vorgegebenen Ziel einer Pünktlichkeitsquote von mindestens 70 Prozent bis Ende 2029 hält Palla fest.

Trotz der anhaltend schlechten Zuverlässigkeit auf der Schiene verspricht sie den Fahrgästen konkrete Verbesserungen: Mit drei Sofortprogrammen will sie dafür sorgen, dass sich die Sauberkeit und Sicherheit in den Zügen und auf den Bahnhöfen verbessert und auch die Bordbistros zuverlässiger funktionieren. Außerdem müssten die Kundeninformationen besser werden. Hier sollen die Reisenden schon im kommenden Jahr positive Veränderungen spüren.

Palla will Bahnkonzern neu aufstellen

Palla will zudem die Rahmenbedingungen ändern, unter denen die Verantwortlichen bei der Bahn versuchen, die Situation auf der Schiene zu verbessern. Dafür hat die Chefin ein Konzept zur Neuaufstellung des Konzerns vorgestellt, das ab dem 1. Januar umgesetzt werden soll und am Mittwoch vom Aufsichtsrat bestätigt wurde.

Es sieht vor allem in der Zentrale und auf den Führungsebenen eine radikale Verschlankung vor. Von rund 3.500 Stellen in der sogenannten Konzernleitung sollen rund 30 Prozent abgebaut werden, sagte Palla. Allein auf der Ebene unterhalb des Konzernvorstands werden rund die Hälfte von derzeit 43 Führungsposten gestrichen.

Mehr Verantwortung in der Fläche

Bei den Töchtern DB Regio und DB Fernverkehr werden die Vorstände verkleinert. Auch im Vorstand des Gesamtkonzerns sind bereits zwei Posten abgebaut worden.

Mehr Verantwortung will Palla dafür in die Fläche verlagern. Die regionalen Managerinnen und Manager sind künftig für die Qualität des Verkehrs verantwortlich und sollen dafür sorgen, dass die Kennzahlen eingehalten werden. Eine zentrale, koordinierende Steuerungseinheit soll es zwar noch geben. Sie ist direkt an Pallas Vorstandsressort angebunden. Wie die regionalen Einheiten die Ziele aber erreichen, bleibt ihnen überlassen.

Das muss Palla im nächsten Jahr auch noch schaffen Vier Generalsanierungen

Gleich vier Strecken sollen im kommenden Jahr für mehrere Monate komplett gesperrt und in dieser Zeit grundlegend saniert werden: Hagen-Wuppertal-Köln, Nürnberg-Regensburg (beide 6. Februar bis 10. Juli), Obertraubling-Passau (10. Juni bis 11. Dezember) und Troisdorf-Wiesbaden (10. Juli bis 11. Dezember). Nach einer sogenannten Generalsanierung verspricht die Bahn einen deutlich flüssigeren Verkehr auf den Strecken. Zudem werden mehrere Jahre Baufreiheit versprochen - bereits jetzt ist aber absehbar, dass dieses Versprechen nicht in allen Fällen eingehalten werden kann.

Tausende weitere Baustellen

Im laufenden Jahr zählte die Bahn in ihrem Netz 26.000 Baustellen - und nächstes Jahr sollen es noch mal mehr werden. In einem Interview mit der "Süddeutschen Zeitung" sprach die Bahnchefin kürzlich von voraussichtlich mehr als 28.000 Baustellen im Jahr 2026.

Wirtschaftliche Stabilität

Nicht nur im Betrieb auf der Schiene liegt bei der Bahn viel im Argen, auch finanziell hat der bundeseigene Konzern zu kämpfen. Im ersten Halbjahr fuhr die Bahn unterm Strich einen Verlust von 760 Millionen Euro ein.

Palla geht davon aus, dass der Konzern schon in diesem Jahr zumindest im operativen Geschäft (Ebit) wieder schwarze Zahlen geschrieben hat. "Das wollen wir im nächsten Jahr selbstverständlich noch einmal anheben." Unterm Strich dürfte aber in beiden Jahren voraussichtlich weiter ein Minus stehen.

Gewerkschaft zuversichtlich

Die Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) befürwortet Pallas Neuaufstellung. Es sei gut, dass sie direkt handele und mit Hilfe von Sofortprogrammen den Kunden in den Mittelpunkt stelle, sagte EVG-Chef Martin Burkert. "Die noch zu entwickelnden Details für den anstehenden Konzernumbau werden wir uns genau ansehen." Sollte sich der Umbau am Ende als Sparprogramm und Arbeitsplatzabbau herausstellen, werde Palla in der EVG einen starken Gegner finden./maa/DP/nas



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