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| 29.04.2025 06:19 Verbände erwarten von Reiche schnelle Signale für Wirtschaftswende BERLIN (dpa-AFX) - Wirtschaftsverbände haben hohe Erwartungen an die designierte neue Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU). "Das Wirtschaftsministerium muss in der neuen Koalition eine Schlüsselrolle einnehmen", sagte der Präsident der Deutschen Industrie- und Handelskammer, Peter Adrian, der Deutschen Presse-Agentur. "Deutschland steckt im dritten Jahr wirtschaftlicher Stagnation - wir müssen dringend wieder zu mehr Dynamik finden." Marie-Christine Ostermann, Präsidentin des Verbands Familienunternehmer, sagte: "Katherina Reiche steht vor einer riesigen Aufgabe. Sie übernimmt ein abgespecktes Wirtschaftsministerium. Dennoch muss sie ihre Akzente setzen. Wir Familienunternehmer erwarten von Katherina Reiche nichts weniger als die versprochene Wirtschaftswende." Reiche soll die Nachfolge von Amtsinhaber Robert Habeck (Grüne) antreten. Das Ministerium verliert Kompetenzen, weil der Bereich Klimaschutz ans Umweltministerium geht. Die 51-Jährige, früher lange im Bundestag, ist bisher Chefin des Energieversorgers Westenergie. Wirtschaft in der Krise Die geschäftsführende Bundesregierung erwartet 2025 das dritte Jahr in Folge ohne Wachstum. Viele Verbände sehen Deutschland in einer strukturellen Krise: im internationalen Vergleich hohe Energiepreise, eine hohe Steuer- und Abgabenlast, zu viel Bürokratie, einen Mangel an Arbeitskräften und lange Planungs- und Genehmigungsverfahren. "Katherina Reiche denkt wirtschaftlich und tickt politisch. Das ist ein großer Vorteil: Wir brauchen mehr Wechsler aus der Wirtschaft in die Politik", sagte Arbeitgeberpräsident Rainer Dulger der "Süddeutschen Zeitung". Verbände fordern Reformen Ostermann forderte Strukturreformen: "Beim Thema Bürokratie muss Katherina Reiche schnellstmöglich aktiv werden. Bürokratie ist das Investitionshemmnis Nummer eins für die Betriebe." Adrian sagte, die Erwartungen der Unternehmen seien hoch. Es brauche von der gesamten neuen Regierung schnell spürbare Impulse, unter anderem beim Bürokratieabbau, bei Steuern sowie bei der Beschleunigung von Planungs- und Genehmigungsverfahren. Für den Bundesverband der Deutschen Industrie sagte Hauptgeschäftsführerin Tanja Gönner: "Wir erwarten von der neuen Regierung vom ersten Tag an konkrete Reformschritte." Die neue Bundesregierung müsse jetzt zügig die Wirtschaft stabilisieren und Arbeitsplätze sichern, sagte Stefan Körzell, Vorstandsmitglied des Deutschen Gewerkschaftsbunds. "Dafür müssen die Strompreise schnellstens runter: Die im Koalitionsvertrag angekündigte Senkung der Stromsteuer sowie die Deckelung der Netzentgelte gehören ganz oben auf die Agenda von Frau Reiche."/hoe/DP/zb Weitere Nachrichten |
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