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24.04.2025 13:42



FRANKFURT (DEUTSCHE-BOERSE AG) - Europa, USA, Asien - Aktienfonds aus allen möglichen Regionen sind alles andere als gesucht im Moment. Besonders unbeliebt sind aber Technologiefonds. Dagegen kommen Geldmarktfonds gut an.

24. April 2025. Auch der Fondshandel an der Börse Frankfurt steht ganz im Zeichen der Zollpolitik von US-Präsident Trump. Anja Deisenroth-Boström, die für die Baader Bank Fonds handelt, spricht von "herausfordernden Wochen" mit "immensen Umsätzen". "Zum Teil war hier die Hölle los", erklärt sie. "Die Zölle haben alles bestimmt." Aktuell ist laut Ivo Orlemann von der ICF Bank zumindest ein bisschen Ruhe eingekehrt. "Die Osterferien machen sich bemerkbar."

Vor allem Aktienfonds fliegen aus den Portfolios. Betroffen sind Deisenroth-Boström zufolge etwa die international streuenden DWS Top Dividende (), Stuttgarter-Aktien-Fonds (), Siemens Global Growth () und Morgan Stanley INVF Global Opportunity (). Ebenfalls verkauft werden DWS Deutschland () und Fondak () mit deutschen Aktien und Comgest Growth Mid-Caps Europe () mit Aktien mittelgroßer europäischer Unternehmen. Für nur wenige Fonds meldet sie Käufe, ein Beispiel ist der Jupiter JGF European Growth ().

Fonds mit europäischen oder deutschen Aktien haben sich in diesem Jahr besser entwickelt als solche mit US-Aktien oder internationalen Ausrichtung mit hohem USA-Gewicht. Etwa kommt der DWS Deutschland seit Jahresanfang auf ein Plus von knapp 9 Prozent, der international investierende DWS Top Dividende tritt auf der Stelle.

Asiens Aktien: Klarer Verkaufsüberhang

Auch an Asiens Börsen ging es durch die US-Zölle deutlich nach unten. Hohe Umsätze in entsprechenden Fonds sieht Deisenroth-Boström allerdings nicht. "Es gibt aber einen klaren Verkaufsüberhang, Anleger sind offenbar verschreckt." Auf den Abgabelisten: der HSBC GIF Hong Kong Equity (), der AGIF Allianz Oriental Income () und der DWS Top Asien ().

Tech-Fonds: 20 Prozent Kursverlust seit Hochs

Technologiefonds werden weiter im großen Stil abgegeben, wie Orlemann berichtet. "Bei Kursrückgängen von Tech-Aktien wird immer verkauft, antizyklisches Investieren sehen wir nicht." Mit Abstand die höchsten Umsätze verzeichne der Fidelity Global Technology (). Der hat seit seinen Hochs im Februar rund 20 Prozent an Wert verloren. Ebenfalls Verkäufe meldet der Händler für den Deka-Technologie () und den BGF World Technology ().

Geldmarktfonds als sichere Bank

Es gibt allerdings auch Fonds, die nach wie vor gut ankommen: Geldmarktfonds. "Sie gelten als sicherer Hafen, die Zuflüsse sind hoch", berichtet Deisenroth-Boström. Beliebt sind sowohl Euro- (, ) als auch US-Dollar-Varianten (). Bei der ICF sieht es ähnlich aus, mit Nachfrage nach Geldmarktfonds etwa von UnionInvest (, ).

Größere Käufe sieht Orlemann zudem im Fixed Income One von LLB Invest (), der international in Anleihen unterschiedlicher Laufzeiten investiert. Für den Bereich der Mischfonds meldet Deisenroth-Boström Zuflüsse in den ARERO - Der Weltfonds (), der auf Aktien, Renten und Rohstoffe setzt.

Keine große Rolle im Geschäft mit Fonds an der Börse Frankfurt spielt aktuell ein anderer "sicherer Hafen": Gold. "Es ist wenig los, wer auf Gold setzen will, setzt eher auf Gold-ETCs", meldet Deisenroth-Boström. Orlemann kann das bestätigen. Der Preis ist im Zuge der Unsicherheiten am Dienstag dieser Woche auf das neue Allzeithoch von fast 3.500 US-Dollar die Feinunze gestiegen, jetzt sind es wieder etwas weniger.

Immobilienfonds wieder gekauft

Ruhe eingekehrt ist nach den Verkaufswellen der Vormonate im Handel mit Immobilienfonds, wie Orlemann außerdem feststellt. "Tendenziell überwiegen im Moment sogar die Käufe." Nachgefragt würden etwa der HausInvest (), der Grundbesitz Global (DE0009807057) und der Grundbesitz Europa ().

Von Anna-Maria Borse, 24. April 2025, © Deutsche Börse AG

(Für den Inhalt der Kolumne ist allein Deutsche Börse AG verantwortlich. Die Beiträge sind keine Aufforderung zum Kauf und Verkauf von Wertpapieren oder anderen Vermögenswerten.)



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