Märkte & Kurse

Übersicht
Suchanfrage
Produktinformation
 

Auf dieser Seite finden Sie alle Nachrichten zeitlich geordnet und zu unterschiedlichen Themen der letzten drei Tage aufgelistet. Wählen Sie aus der untenstehenden Tabelle die für Sie interessante Nachricht aus. Zusätzlich können Sie auch unsere Nachrichtensuche nutzen, um damit noch detaillierter nach bestimmten und weiter zurückliegenden Nachrichten zu suchen.

 

Ausgewählte Nachricht
22.04.2025 06:25

Stiftung fordert Nothilfe für Opfer von Behandlungsfehlern

BERLIN (dpa-AFX) - Zu spät entdeckte Krankheiten, verkehrte Medikamente oder falsche Schnitte bei Operationen: Ärztefehler werden für tausende Patientinnen und Patienten in Deutschland jedes Jahr zum Problem. Selbst wenn Gutachten einen Fehler als Ursache für weitere oder neue Leiden bestätigen, drohe vielen Geschädigten ein jahrelanger Rechtsstreit, sagte der Vorstand der Deutschen Stiftung Patientenschutz, Eugen Brysch, der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. Die neue schwarz-rote Koalition solle Opfern von Behandlungsfehlern daher künftig schneller zu ihrem Geld verhelfen.

Die Krankenkassen sowie die Kliniken und Ärzte sollten dafür in einen Fonds einzahlen. "Viele Bundesregierungen hatten bisher die Absicht, die Versicherer und Leistungsanbieter mit wenigstens 60 Millionen Euro in die Pflicht zu nehmen", sagte Brysch. Die Betroffenen sollten aus so einem Härtefallfonds entschädigt werden. "Auch wenn die beabsichtigte schwarz-rote Regierung dazu im Koalitionsvertrag schweigt, muss sie dies auf ihre politische Agenda setzen."

Pflegebedürftig, blind oder gelähmt

Die vorhandenen Möglichkeiten, eine Behandlung im Nachhinein bei vermuteten medizinischen Fehlern überprüfen zu lassen, lobte Brysch: "So ist es möglich, einen vermuteten Behandlungsfehler für die Betroffenen kostenlos begutachten zu lassen." Allein Gutachter im Auftrag der Krankenkassen kamen nach der jüngsten Jahresstatistik (2023) der Medizinischen Dienste in 2.679 von insgesamt 12.438 untersuchten Fällen zu dem Ergebnis: Ein Schaden ist von einem Behandlungsfehler verursacht worden.

Im Vergleich zum Jahr davor blieb die Zahl der Vorfälle damit nahezu unverändert. In rund jedem dritten dieser Fälle war ein Dauerschaden die Folge. Als schwer stufte der Medizinische Dienst hiervon 180 Dauerschäden ein - Patientinnen und Patienten waren dann pflegebedürftig, blind oder gelähmt. 75 Patienten starben demnach wegen Fehler des medizinischen Personals.

Hohe Dunkelziffer

Auch bei den Ärztekammern kann man untersuchen lassen, ob bei einer Behandlung etwas schiefgegangen ist: 7.529 Mal landeten Verdachtsfälle zuletzt bei ihren Gutachterkommissionen und Schlichtungsstellen. In 1.162 Fällen wurde ein Behandlungsfehler bejaht.

Viele Schäden durch fehlerhafte Behandlungen werden zwischen Patienten und Krankenhäusern oder Arztpraxen oder durch Haftpflichtversicherungen reguliert oder landen direkt vor Gericht. Die Dunkelziffer ist also hoch. Untersuchungen legen zudem nahe, dass die Zahl der tatsächlichen Fehler die Anzahl der daraus folgenden Vorwürfe um ein Vielfaches übersteigt.

Fehler-Erfassung soll zur Pflicht werden

"Doch selbst wenn diese Stellen zu einem klaren Ergebnis kommen, droht vielen Geschädigten ein jahrelanger Rechtsstreit", kritisierte Brysch. Seit über 20 Jahren werde deshalb von Expertinnen und Experten ein Fonds gefordert, der Nothilfe leisten könne.

"Patientenrechte müssen aber nicht nur politisch-rechtlich gestützt werden", so Brysch weiter. "Auch bei den Krankenhäusern und niedergelassenen Ärzte gilt es, eine wirksame Fehlerkultur zu etablieren." Der Stiftungsvorstand forderte, dass die teils schon stattfindende systematische Erfassung sogenannter kritischer Ereignisse verpflichtend wird./bw/DP/zb



Weitere Nachrichten
 
Weitere Nachrichten der letzten drei Tage 
Seiten:   7 8 9 10 11    Berechnete Anzahl Nachrichten: 468     
Datum Zeit Nachrichtenüberschrift
12.01.2026 12:05 EQS-News: LEGO® Education präsentiert neue praxisorientier...
12.01.2026 12:02 Zwei wie Robben und Ribéry: Bayern feiern das Duo «Olíaz»
12.01.2026 11:54 MWB Research hebt FMC auf 'Buy' und Ziel auf 47 Euro
12.01.2026 11:54 Stromnetz Berlin: Energieversorgung nie völlig sicher
12.01.2026 11:48 Merz rechnet mit US-Beteiligung an Nato-Schutz für Grönland
12.01.2026 11:47 EQS-Adhoc: PRO DV AG: Abberufung eines Vorstandsmitglieds (d...
12.01.2026 11:47 Beamten-Gewerkschaft warnt vor ausgeweiteten Warnstreiks
12.01.2026 11:40
12.01.2026 11:39 Deutsche Bank Research lässt Unilever auf 'Buy' - Ziel 5150...
12.01.2026 11:38 Deutsche Bank Research senkt Ziel für Nestle - 'Hold'
12.01.2026 11:37 Deutsche Bank Research hebt L'Oreal auf 'Hold' - Ziel 360 Eu...
12.01.2026 11:37 Jefferies belässt Ahold Delhaize auf 'Buy' - Ziel 42 Euro
12.01.2026 11:36 Deutsche Bank Research senkt Danone auf 'Sell' - Ziel 67 Eur...
12.01.2026 11:35 Deutsche Bank Research belässt Henkel auf 'Buy' - Ziel 82 E...
12.01.2026 11:35 Deutsche Bank Research hebt Beiersdorf auf 'Buy' - Ziel 105 ...
12.01.2026 11:31 Goldman hebt Ziel für Merck KGaA auf 155 Euro - 'Buy'
12.01.2026 11:15
12.01.2026 11:09 AKTIEN IM FOKUS: Branche unter Druck - Trump für Obergrenze...
12.01.2026 11:06 AKTIE IM FOKUS: TKMS steigt an MDax-Spitze - U-Boot-Auftrag ...
12.01.2026 11:05 EQS-News: Windrose Consulting Group erweitert mit der Übern...
Suche
Durchsuchen Sie unser Nachrichtenangebot unter Angabe eines von Ihnen gesuchten Begriffs.




 
Weitere Nachrichten
Lesen Sie auch weitere interessante Nachrichten u.a. zu den Themen Aktien im Fokus, Hintergrundberichte, Börsentag auf einem Blick, Wochenausblick oder adhoc-Mitteilungen.
 
Börsenkalender
12.01.2026

ANACLE SYSTEMS LTD
Geschäftsbericht

LASER EYE
Geschäftsbericht

VOXX INTERNATIONAL CORP.
Geschäftsbericht

ORIGIN AGRITECH
Geschäftsbericht

Übersicht
 

FactSet
Implemented and powered by FactSet. Bereitstellung der Kurs- und Marktinformationen erfolgt durch FactSet.
Bitte beachten Sie die Risikohinweise und Quellenangaben der TARGOBANK, die für diese Seite gelten.
 

 

Produkte und Services