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08.04.2025 12:42

ROUNDUP/Reporter ohne Grenzen: Doppelt so viele Attacken auf Presse

BERLIN (dpa-AFX) - Die Zahl der gewaltsamen Übergriffe auf Journalistinnen und Journalisten hat sich in Deutschland im vergangenen Jahr laut einer Auswertung mehr als verdoppelt. Die Organisation Reporter ohne Grenzen (RSF) hat 89 tätliche Angriffe auf Medienschaffende dokumentiert und belegt - die meisten am Rande von Kundgebungen, vor allem zum Nahost-Konflikt, aber auch bei Veranstaltungen der rechten Szene und von Abtreibungsgegnern.

Im Vorjahr 2023 hatte es bundesweit 41 Attacken gegeben. Nur im Corona-Jahr 2022 war mit 103 Übergriffen ein höherer Wert als 2024 gemessen worden.

Getreten oder mit Pfefferspray attackiert

Bei 75 der dokumentierten Vorfälle handelte es sich um Angriffe gegen Menschen. 14 Angriffe richteten sich gegen Redaktionsgebäude oder Wohnhäuser. Am häufigsten waren körperliche Attacken in Form von Tritten und Schlägen, auch mit Gegenständen wie Fahnenstangen oder Trommelschlägel. Als Angriff gewertet wurden diese, sofern sie Körper oder Ausrüstung tatsächlich getroffen haben.

Medienschaffende wurden teils brutal zusammengeschlagen, sie wurden zu Boden gestoßen, in die Genitalien getreten, mit Kaffeebechern oder rohen Eiern beworfen oder mit Pfefferspray attackiert, so die Menschenrechtsorganisation in ihrem Report zur Lage der Pressefreiheit in Deutschland.

"38 Fälle körperlicher Gewalt ereigneten sich allein auf Nahost-Demonstrationen in Berlin", so RSF. "21 weitere Angriffe kamen aus dem verschwörungstheoretischen und rechtsextremen Umfeld."

Gerade mit Blick auf Angriffe aus dem rechtsextremen Lager spricht RSF zudem von einer hohen Dunkelziffer, "da gerade Lokalreporterinnen und -reporter, die immer wieder angegriffen werden, dies nicht jedes Mal melden".

"Ein stark verengter Meinungskorridor"

Generell erleben Reporterinnen und Reporter in Deutschland dem Bericht zufolge "eine zunehmende Pressefeindlichkeit und ein verengtes Verständnis von Pressefreiheit". Viele Leute würden Menschen aus der Medienbranche, die nicht ihrem eigenen politischen Spektrum entstammen, mittlerweile als Gegner ansehen, so die Analyse.

Als Beispiel nannte RSF die Berichterstattung über den Gaza-Krieg, der 2023 nach einem Angriff der Hamas auf Israel ausgebrochen war. "Vor allem nach dem 7. Oktober 2023 wurde RSF aus mehreren Redaktionen von einem stark verengten Meinungskorridor bei der Arbeit zu Israel und Palästina berichtet."

Gewerkschaften entsetzt über zunehmende Gewalt

Der Deutsche Journalisten-Verband reagierte besorgt. "Was wir derzeit erleben, ist eine neue Qualität an Gewalt gegen Kolleginnen und Kollegen", sagte der DJV-Bundesvorsitzende Mika Beuster. "Für Journalisten wird es leider immer gefährlicher, diesen wichtigen Beruf auszuüben. Wir müssen diese Angriffe daher klar benennen und müssen uns entschieden entgegenstellen." Attacken gegen Journalisten seien immer auch ein Angriff auf die Demokratie.

Die Journalisten-Gewerkschaft dju innerhalb von Verdi forderte, wirksame Maßnahmen zum Schutz von Medienschaffenden in den neuen Koalitionsvertrag auf Bundesebene zu schreiben. "Journalistinnen und Journalisten müssen ohne Angst vor Gewalt arbeiten können", sagte dju-Bundesgeschäftsführerin Danica Bensmail. "Medien, Sicherheitsbehörden und Politik sind in der Pflicht, unverzüglich verlässliche Schutzmaßnahmen zu gewährleisten."

Die steigende Zahl an dokumentierten gewaltsamen Übergriffen decke sich mit den Rückmeldungen von der dju-Basis, so Bensmail. "Unsere Kolleginnen und Kollegen berichten von einer zunehmend pressefeindlichen Stimmung. Wir beobachten diese Entwicklung mit großer Sorge", so die Gewerkschafterin./bok/DP/men



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