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21.03.2025 10:11

Drei Jahre Tesla: Zwischen Zuversicht und Protest

Elektroautobauer

Grünheide (dpa) - Der US-Elektroautobauer Tesla fährt drei Jahre nach Eröffnung der Fabrik in Grünheide bei Berlin einen Absatzrückgang in Deutschland ein - gleichzeitig nehmen Proteste gegen Firmenchef Elon Musk zu. Werksleiter André Thierig zeigt sich dennoch zuversichtlich. «Wir haben die Produktion in den letzten Jahren kontinuierlich gesteigert und beliefern inzwischen 37 Märkte in- und außerhalb Europas direkt aus der Gigafactory», sagte Thierig der Deutschen Presse-Agentur. «Zukünftig werden noch weitere Märkte hinzukommen.» Pläne für Personalabbau existieren derzeit für Grünheide nicht - 2024 fielen 400 Stellen weg.

Der Werkschef spricht von einer «einzigartigen Erfolgsgeschichte». «Als modernste Autofabrik Europas produzieren wir in Brandenburg seit 2022 das Model Y. Seitdem haben wir über 11.000 Arbeitsplätze geschaffen», sagte Thierig. Das übertarifliche Einstiegsgehalt liege mit über 40.000 Euro im Jahr deutlich über dem Durchschnittseinkommen der Region. Die Fertigung sei ausgebaut, Tesla setze auf innovative Verfahren und eine Abwasseraufbereitungsanlage recycle bis zu 100 Prozent des Prozessabwassers.

Eröffnung mit Kanzler

Mit einer großen Show vor Hunderten Fans eröffnet Tesla-Chef Musk seine Gigafactory Berlin-Brandenburg vor drei Jahren, selbst der Kanzler kommt. Tesla ist der größte Industrie-Arbeitgeber in Brandenburg. Die Eröffnung wirkt heute wie aus der Zeit gefallen. Nicht nur, weil Olaf Scholz bald nicht mehr Kanzler ist.

Tesla wird bei den Zulassungen der Neuwagen in Deutschland ausgebremst. Der Absatz ging im Februar erneut zurück, obwohl insgesamt mehr Elektroautos auf die Straßen kamen. Und Musk sorgt mit Polarisierung und Einmischung in den Wahlkampf für wachsenden Protest.

Nur noch Dritter bei Neuzulassungen in Deutschland

Nach Daten des Kraftfahrt-Bundesamtes wurden mit 1.429 Stück im Februar 76,3 Prozent weniger Teslas in Deutschland neu zugelassen als Vorjahresmonat. Im gesamten Jahr 2024 büßte die Marke Tesla unter den E-Autos am meisten ein und rutschte vom ersten auf den dritten Platz. Das Model Y blieb aber an der Spitze der neu zugelassenen E-Modelle.

«Das Model Y war sowohl 2023 als auch letztes Jahr das meistverkaufte Auto der Welt», sagte Thierig. Das Modell sei grunderneuert worden, nicht nur ein Facelift, wie Kritiker sagen. Nach kurzer Unterbrechung der Produktion begann im Februar die Herstellung des neuen Model Y. «Es wird natürlich etwas dauern, bis wir wieder auf unser übliches Produktionsvolumen hochgelaufen sind», sagte der Betriebsleiter. Es sei ganz natürlich, dass sich während der Umstellung eine kurzfristige Lücke in den Zulassungszahlen ergebe.

Experte: Mehr Innovation nötig

Branchenexperte Ferdinand Dudenhöffer rechnet nicht mit einem schnellen Ende des Absatzrückgangs: «Die Modelle versprühen wenig innovativ Neues und sind zu teuer», sagt Dudenhöffer der dpa. Tesla bräuchte mehr Innovationen. Der Autobauer ist aus seiner Sicht nahezu ein Ein-Modell-Hersteller mit dem Model Y. Zusätzlich sieht er noch einen Negativgrund: «Elon Musk ist zur Unperson geworden. Dann leidet darunter die Marke Tesla auch.»

Musk warb im Bundestagswahlkampf mehrfach öffentlich für die AfD und führte ein Gespräch mit AfD-Chefin Alice Weidel auf seiner Online-Plattform X. Er nahm auch per Video an einer AfD-Wahlkampfveranstaltung teil und bemängelte vor dem 80. Jahrestag der Befreiung des Vernichtungslagers Auschwitz, dass Deutschland «zu viel Fokus auf vergangene Schuld» lege.

Protest gegen Musk wächst

Ein großes Bild von Musk an der Fassade der Tesla-Fabrik in Grünheide sorgte im Januar für Aufregung. Es zeigt den Tech-Milliardär während der Vereidigungszeremonie von US-Präsident Donald Trump mit einer dem Hitlergruß ähnlichen Geste.

Im Februar verursachte ein Brandanschlag auf eine Bahnstrecke in Berlin-Schöneweide Störungen im Bahnverkehr. Auf vier Teslas wurden in Berlin im März mutmaßlich Brandanschläge verübt. Vor rund einem Jahr kam es bereits zu einem Anschlag auf die Stromversorgung des Tesla-Werks. Die Autoproduktion lag deshalb fast eine Woche lang auf Eis. Im Mai versuchten dann Umweltaktivisten bei Protesttagen, das Tesla-Gelände zu stürmen.

Umweltschützer gegen Tesla beim Wasser

Die Eröffnung vor drei Jahren war von heftiger Kritik von Umweltschützern begleitet. Sie werfen dem Autobauer vor, Wasserressourcen zu gefährden und wenden sich gegen eine bisher geplante Erweiterung des Tesla-Geländes mit Abholzung von Wald unter anderem für einen Güterbahnhof. Tesla verweist darauf, dass der Wasserverbrauch zurückging und niedriger sei als im Branchenschnitt - und der Güterbahnhof die Straßen entlaste. Es gab Vorwürfe mangelnden Arbeitsschutzes, was Tesla zurückwies.

Nach fast neun Monaten wurde im November zwar ein Protestcamp im Wald nahe der Tesla-Fabrik aufgelöst. Der Protest geht aber weiter. Am Weltwassertag - am dritten Jahrestag der Tesla-Eröffnung (22. März) - fordert unter anderem das Bündnis «Tesla den Hahn abdrehen» eine konsequente Wasserreinhaltung durch den wirksamen Schutz der Gewässer vor Verschmutzung.

Der Verein für Natur und Landschaft in Brandenburg - die Bürgerinitiative gegen Tesla - will einen neuen Negativ-Umweltpreis «Der verdreckte Tropfen» verleihen, der in diesem ersten Jahr je zur Hälfte an die SPD Brandenburg (für die Ansiedlung von Tesla in einem Wasserschutzgebiet) und an Tesla in Grünheide (für mutmaßliche Gefährdungen des Wasserschutzgebietes) gehen soll.

IG Metall gegen Tesla

Intern schwelt ein Konflikt mit der IG Metall. Nach Ansicht der Gewerkschaft zweifelt Tesla oft in einem ersten Schritt rückwirkend Krankschreibungen von Beschäftigten an, schrieb das «Handelsblatt». Tesla entgegnet, es handle sich um rund ein Dutzend Fälle. Einen Tarifvertrag lehnt Tesla ab. Die IG Metall überreichte Tesla bei einer Betriebsversammlung am Donnerstag in Grünheide eine Petition mit rund 3.000 Unterschriften, in der längere Pausen, mehr Personal und mehr Respekt gefordert werden.

Tesla präsentierte dort das Ergebnis einer internen Online-Umfrage unter allen rund 11.000 Beschäftigten, an der etwa 7.500 teilgenommen hätten. Fast 80 Prozent seien mit ihrem Arbeitsplatz zufrieden, 5 Prozent hätten sich negativ geäußert, der Rest neutral.



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