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14.03.2025 06:26

DGB: 15 Euro Mindestlohn könnten Konjunktur stärken

BERLIN (dpa-AFX) - Der Deutsche Gewerkschaftsbund erhofft sich von einer möglichen Erhöhung des Mindestlohns auf 15 Euro Rückenwind für die Konjunktur. "Bei einem Mindestlohn von 15 Euro hätten ledige Vollzeitbeschäftigte ohne Kinder rund 2.700 Euro mehr Netto pro Jahr als derzeit im Geldbeutel", sagte DGB-Vorstandsmitglied Stefan Körzell der Deutschen Presse-Agentur mit Blick auf Millionen Mindestlohnbeschäftigte. Derzeit erhalten sie 12,82 Euro pro Stunde.

Von einer Erhöhung würde aus seiner Sicht auch der Staat profitieren: "Bei rund sechs Millionen Mindestlohn-Beschäftigten kann das gut sechs Milliarden Euro jährlich durch direkte Mehreinnahmen bei der Einkommenssteuer bedeuten", sagte Körzell. "Auch die Sozialversicherungen würden von insgesamt höheren Löhnen profitieren."

Union und SPD hatten in ihrem Sondierungspapier erklärt, ein Mindestlohn von 15 Euro sei im Jahr 2026 erreichbar. Beraten soll dies aber die zuständige Mindestlohnkommission. Diese soll bis 30. Juni eine Empfehlung abgeben.

Körzell betonte, die Gewerkschaften stünden zur Mindestlohnkommission. "Klar ist aber auch, dass sich die Mindestlohnkommission daran messen lassen muss, ob es künftig einen armutsfesten Mindestlohn gibt." Negative Beschäftigungseffekte fürchteten die Gewerkschaften nicht, fügte er hinzu. Da Arbeitskräfte bei Dienstleistern, Gastronomie und Einzelhandel fehlten, könne ein höherer Mindestlohn "auch revitalisierend bei der Stellenbesetzung sein".

Arbeitgeber- und Handwerksverbände warnen hingegen vor negativen Folgen, darunter Preiserhöhungen für Verbraucherinnen und Verbraucher und ein mögliches Sterben von Betrieben, weil Kosten zu hoch würden./vsr/DP/zb



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