Märkte & Kurse

VOLKSWAGEN AG VZ
Suchanfrage Börsenlexikon
ISIN: DE0007664039 WKN: 766403 Typ: Aktie DIVe: 6,99% KGVe: 4,31
 
89,300 EUR
+0,58
+0,65%
Echtzeitkurs: heute, 15:42:32
Aktuell gehandelt: 21.778 Stk.
Intraday-Spanne
87,580
89,620
Handelsplatz wählen:
Perf. 1 Jahr -17,85%
Perf. 5 Jahre -57,77%
52-Wochen-Spanne
81,540
110,500
TARGOBANK Depot:
 
kaufen   verkaufen
Sparplan eröffnen:   Auszahlplan eröffnen:
Investment Tools:
Analysieren Sie Ihr Wertpapier im Detail mit unseren Tools.
RisikohinweiseProduktinformation
  Übersicht     Kennzahlen     Portrait     Analyse     Chart     Nachrichten     Hebelprodukte     Zertifikate     Fonds  
Ausgewählte Nachricht zu dieser Aktie
06.03.2026-

WOCHENAUSBLICK: Iran-Krieg hält die Dax-Anleger in Atem

FRANKFURT (dpa-AFX) - Die durch den Iran-Krieg geweckten Inflations- und Konjunktursorgen bleiben auch in der neuen Woche der Dreh- und Angelpunkt für die Aktienmärkte. Mittlerweile forderte US-Präsident Donald Trump eine "bedingungslose Kapitulation" des Iran. Wirtschaftsdaten rückten bereits in der alten Woche ein Stück weit in den Hintergrund, abgesehen vom monatlichen US-Arbeitsmarktbericht, der einige Zweifel an der konjunkturellen Verfassung des Landes aufkommen ließ.

Zwar erschwerten verzerrende Effekte etwa durch Streiks die Interpretation der Jobdaten, positiv sind sie in Summe aber nicht, erklärte Experte Tobias Basse von der NordLB. In jedem Fall stehe die US-Notenbank unter Handlungsdruck, zügigere Zinssenkungen seien möglich.

Dem gegenüber stehen die Ungewissheiten mit Blick auf die Eskalation des Nahost-Konflikts und die dadurch gestiegenen Öl- und Gaspreise. Die bringen Inflationsgefahren mit sich, was in der Tendenz gegen niedrigere Zinsen spricht. Ein schnelles Kriegsende würde daher deutliche Erleichterung an die Finanzmärkte bringen, entsprechend große Risiken birgt ein längerer Konflikt.

Irans Kampfkraft ist nach US-Einschätzung infolge der Attacken durch die USA und Israel zwar erheblich geschwächt, dennoch versucht die iranische Führung, den Krieg im gesamten Nahen Osten auszuweiten, Öl- und Gasinfrastruktur der Golfstaaten werden ins Visier genommen. Auch ist der Schiffsverkehr in der Straße von Hormus - einem Nadelöhr des globalen Öl- und Gashandels - laut der Marineberatungsgruppe Joint Maritime Information Center (JMIC) mittlerweile nahezu vollständig zum Erliegen gekommen.

"Eine knappe Woche nach Beginn des Iran-Kriegs ist sein Ende nicht absehbar", schreiben die Volkswirte Christoph Balz und Marco Wagner von der Commerzbank in ihrer Markteinschätzung. Zwar gehen sie in ihrem "Basisszenario" davon aus, dass der Krieg und damit die Behinderungen des Schiffsverkehrs in der Straße von Hormus nur wenige Wochen andauern werden.

"Angesichts des von der US-Regierung und der israelischen Regierung immer wieder genannten Ziels eines "Regime-Wechsels" besteht allerdings das Risiko, dass sich die Angriffe der USA und Israels über einige Monate hinziehen und damit auch den Transport von Öl und Gas länger behindern werden", so die beiden Experten.

Im Extremfall könnte nach ihrer Einschätzung sowohl bei Öl als auch bei Flüssiggas ein Fünftel der weltweiten Produktion nicht mehr auf den Weltmarkt kommen. Der Ölpreis könnte dann auf 100 US-Dollar je Barrel (159 Liter) steigen. Zum Vergleich: In der nun endenden Woche legte der Preis für Rohöl der Nordseesorte Brent zur Lieferung im Mai bereits um rund ein Viertel auf zuletzt um die fast 91 Dollar zu.

Ein fortgesetzter und vor allem nachhaltiger Ölpreisanstieg würde die Inflation wohl wieder nach oben treiben. Im Euroraum wäre dann eine Teuerungsrate von 3 Prozent denkbar, die das Wirtschaftswachstum bremsen würde, so Balz und Wagner. Die Europäische Zentralbank würde in Zugzwang geraten.

Wie Finanzkontrakte an den Terminmärkten zeigen, rechnen Investoren denn auch bereits mit einer Leitzinserhöhung durch die EZB um 0,25 Prozentpunkte im zweiten Halbjahr.

Allerdings ist es noch längst nicht so weit. So geht auch Robert Greil, Chefstratege der Privatbank Merck Finck, in seinem Basisszenario von einem eher kurzen, höchstens dreimonatigen Krieg aus. "Ein viel schnelleres Kriegsende erscheint uns weniger realistisch, eine viel längere Dauer mit etwa einer monatelangen Schließung der Straße von Hormus Stand heute ebenfalls." Die Ölpreise - und damit auch die Inflation - wären dann auch nur kurz erhöht.

Wenngleich die Februar-Daten die Nahost-Krise noch nicht widerspiegeln, werden die Finanzmarktakteure ihre Blicke zur Wochenmitte auf Inflationsdaten aus den USA richten. Auf den ersten Blick ließ der Inflationsdruck zuletzt deutlich nach und die für Februar erwarteten Daten würden normalerweise wohl auf ein weitgehendes Erreichen des Inflationsziels der US-Notenbank Fed deuten, so Balz. Das liegt bei 2 Prozent.

Eigentlich, betont Balz. Denn: Die für Januar noch nicht veröffentlichte sogenannte PCE-Kernrate - das bevorzugte Inflationsmaß der Fed - dürfte mindestens bei 3,1 Prozent liegen. "Folglich sollte auch ein relativ günstiger Bericht zu den Verbraucherpreisen mit Vorsicht interpretiert werden. Der immer einige Wochen später veröffentlichte PCE-Deflator sollte ein ungünstigeres Bild zeichnen."

Auf der Unternehmensseite geht indes die Berichtssaison weiter. Neben den Resultaten für 2025 interessiert Anleger vor allem, wie die Unternehmen auf das neue Jahr blicken und ob sie bereits mögliche Folgen des Iran-Krieges abschätzen können.

Am Dienstag öffnet der Autobauer Volkswagen seine Bücher, in den USA blicken Anleger zudem auf Quartalszahlen des Soft- und Hardwarekonzern Oracle und dessen Fortschritte bei seiner KI-Offensive.

Zur Wochenmitte folgen aus dem Dax der Konsumgüter- und Klebstoffkonzern Henkel und das Rüstungsunternehmen Rheinmetall , bevor sich am Donnerstag der Online-Modehändler Zalando , der Energiekonzern RWE , der Lkw-Bauer Daimler Truck sowie der Rückversicherer Hannover Rück zur Geschäftsentwicklung äußern werden./mis/ag/men/jha/

Name Kurs Währung Datum Zeit HP*
DAIMLER TRUCK HOLDING AG 42,200 EUR 17.03.26 15:27 Societe ...
HANNOVER RUECK SE 269,200 EUR 17.03.26 15:27 Societe ...
HENKEL AG & CO KGAA VZ 69,720 EUR 17.03.26 15:27 Societe ...
ORACLE CORP 137,020 EUR 17.03.26 15:27 Societe ...
RHEINMETALL AG 1.596,000 EUR 17.03.26 15:27 Societe ...
RWE AG 58,220 EUR 17.03.26 15:27 Societe ...
VOLKSWAGEN AG VZ 89,300 EUR 17.03.26 15:27 Societe ...
ZALANDO SE 23,820 EUR 17.03.26 15:27 Societe ...
 
Weitere Nachrichten zu dieser Aktie
Seiten:   1 2 3 4 5    Anzahl: 1.118 Treffer     
Datum Zeit Nachrichtenüberschrift
08.03.2026 08:33 VW-Werk Zwickau: Beschäftigte kämpfen für ihre ...
06.03.2026 18:14 Schnellladesäulen an Autobahnen: Ausschreibung no...
06.03.2026 16:46 WOCHENAUSBLICK: Iran-Krieg hält die Dax-Anleger i...
06.03.2026 15:19 dpa-AFX-Überblick: UNTERNEHMEN vom 06.03.2026 - 1...
06.03.2026 06:19 VW-Betriebsratschefin sieht Rüstung als Option
05.03.2026 13:03 VW-Konzern erreicht Marke von vier Millionen E-Aut...
05.03.2026 10:10 VW prüft Militärfahrzeuge aus Osnabrück
04.03.2026 16:30 ROUNDUP 3: VW-Betriebsrat will Wolfsburg stärken ...
04.03.2026 15:37 ROUNDUP 2: Betriebsrat will Wolfsburg stärken - A...
04.03.2026 15:19 dpa-AFX-Überblick: UNTERNEHMEN vom 04.03.2026 - 1...
04.03.2026 15:00 Autonome VW-Busse: Serienproduktion in Hannover ab...
04.03.2026 14:44 AKTIEN IM FOKUS: Traton holen Verluste auf - Daiml...
04.03.2026 13:24 Mehr neue E-Autos - Experten sehen Zurückhaltung
04.03.2026 13:23 ROUNDUP: VW-Betriebsratschefin will Töchter an di...
04.03.2026 13:07 VW-Betriebsratschefin will Töchter wie Audi und P...
04.03.2026 10:27 ROUNDUP: VW-Lkw-Holding Traton bleibt vorsichtig -...
04.03.2026 09:04 Die Autoindustrie kämpft sich langsam aus dem Sti...
04.03.2026 07:45 VW-Lkw-Holding Traton bleibt angesichts US-Zöllen...
04.03.2026 05:50 Betriebsversammlung bei VW gibt Ausblick auf Golf ...
04.03.2026 05:33 VW-Betriebsratschefin: Sind gut aufgestellt als Un...

Börsenkalender 1M

Es finden keine Ereignisse in den nächsten 30 Tagen statt

Übersicht

 
Tagesroutine
Die Tagesroutine umfasst alle täglich wiederkehrenden Nachrichten, die vor, während und nach dem Börsentag veröffentlicht werden.
 

 
* Information zu Abkürzungen: HP = Handelsplatz
FactSet
Implemented and powered by FactSet. Bereitstellung der Kurs- und Marktinformationen erfolgt durch FactSet.
Bitte beachten Sie die Risikohinweise und Quellenangaben der TARGOBANK, die für diese Seite gelten.
 

 

Produkte und Services