Märkte & Kurse

VOLKSWAGEN AG VZ
Suchanfrage Börsenlexikon
ISIN: DE0007664039 WKN: 766403 Typ: Aktie DIVe: 6,21% KGVe: 4,68
 
93,300 EUR
-4,38
-4,48%
Echtzeitkurs: heute, 12:41:51
Aktuell gehandelt: 24.422 Stk.
Intraday-Spanne
92,760
97,060
Handelsplatz wählen:
Perf. 1 Jahr -5,90%
Perf. 5 Jahre -44,75%
52-Wochen-Spanne
81,540
114,050
TARGOBANK Depot:
 
kaufen   verkaufen
Sparplan eröffnen:   Auszahlplan eröffnen:
Investment Tools:
Analysieren Sie Ihr Wertpapier im Detail mit unseren Tools.
RisikohinweiseProduktinformation
  Übersicht     Kennzahlen     Portrait     Analyse     Chart     Nachrichten     Hebelprodukte     Zertifikate     Fonds  
Ausgewählte Nachricht zu dieser Aktie
20.11.2025-

ROUNDUP: Beschäftigung in Autobranche auf Tief seit 2011 - MAN streicht Jobs

WIESBADEN (dpa-AFX) - Die deutsche Autobranche muss eine Horrornachricht nach der anderen verkraften. Den nächsten Jobabbau verkündet der Lastwagen- und Bushersteller MAN aus der VW -Nutzfahrzeugholding Traton , der rund 2.300 Stellen in Deutschland binnen zehn Jahre abbauen will. Betroffen sind vor allem der Hauptstandort München mit 1.300 Jobs, Salzgitter mit 600 und Nürnberg mit 400 Stellen. Die IG Metall nennt sogar noch etwas höhere Zahlen und bangt langfristig um Standorte.

Wie tief die Krise in der deutschen Schlüsselbranche ist, zeigen neue Daten des Statistischen Bundesamts. Demnach arbeiteten in der Autoindustrie zum Ende des dritten Quartals gut 48.700 weniger Menschen als ein Jahr zuvor. Das ist ein Rückgang von 6,3 Prozent - "so hoch wie in keiner anderen großen Industriebranche mit mehr als 200.000 Beschäftigten". Mit 721.400 Menschen sank die Beschäftigung in der Autoindustrie auf einen Tiefstand seit Mitte 2011.

Der Autoindustrie machen die stark erhöhten US-Zölle, eine globale Absatzflaute sowie die chinesische Konkurrenz gerade bei Elektrofahrzeugen zu schaffen. Zuletzt kam es zudem zu Lieferengpässen bei Chips des niederländischen Herstellers Nexperia. Autozulieferer seien vom Jobabbau in der Branchenkrise noch stärker betroffen als die Hersteller, erklärten die Statistiker.

Und es gibt wenig Aussicht auf Besserung: Zuletzt haben viele Unternehmen Jobabbauprogramme angekündigt, die noch über längere Zeit laufen. Dazu gehören Branchengrößen wie Bosch und ZF Friedrichshafen, aber auch Mercedes und der VW-Konzern mit seinen Marken, zu denen auch MAN gehört.

MAN will ohne Kündigungen auskommen

MAN erklärte zur Begründung der Sparmaßnahmen, der Konzern müsse sich dem anhaltend schwächelnden Truck-Markt in Deutschland anpassen und seine Kostenposition weiter verbessern. Zudem belasteten hohe Strom- und Arbeitskosten sowie der steigende Druck der asiatischen Konkurrenz. Der Stellenabbau solle aber "absolut sozialverträglich" geschehen, wie ein Sprecher sagte. Kündigungen seien nicht geplant. IG Metall und Betriebsrat kritisieren die Pläne scharf. Diese gefährdeten auf lange Sicht die Existenz des Münchner Stammwerks, sagt Sybille Wankel von der IG Metall.

Die Gewerkschaft geht zudem von noch etwas höheren Zahlen als MAN aus. Sie rechnet langfristig mit dem Verlust von bis zu 2.000 Arbeitsplätzen in München und 500 in Nürnberg. Die Gewerkschaft fürchtet etwa wegen der Verlagerung von Produktion nach Polen auch um Arbeitsplätze im Forschungs- und Entwicklungsbereich, die in den Mutterkonzern Traton ausgelagert sind.

Der bayerische IG-Metall-Chef Horst Ott kündigte an, das MAN-Management zur Rede zu stellen. Er würde dem Vorstand dringend empfehlen, in Gespräche einzutreten und droht mit Eskalation. Wie genau das aussehen würde, sagte Ott nicht, betonte aber: Als IG Metall habe man "für jedes Problem das richtige Werkzeug. Welches wir dann einsetzen, hängt vom Gegenüber ab."

120.000 Jobs in der Industrie verloren

Die Autobranche ist aber nicht die einzige, in der Stellen abgebaut werden. In der gesamten deutschen Industrie waren zum Ende des dritten Quartals laut Statistischem Bundesamt rund 5,43 Millionen Menschen beschäftigt - ein Rückgang von 120.300 oder 2,2 Prozent in einem Jahr.

Die Daten zeigten, wo die Krisenherde in der deutschen Industrie liegen, sagte Sebastian Dullien, wissenschaftlicher Direktor des Instituts für Makroökonomie und Konjunkturforschung (IMK) der Hans-Böckler-Stiftung. Insgesamt sei der Beschäftigungsabbau gemessen am Rückgang von Produktion und Aufträgen aber moderat. "Es ist noch nicht zu spät, den Großteil der Jobs in der Industrie zu retten."

Auch Maschinenbau leidet

Einen größeren Stellenabbau gab es in weiteren Schlüsselbranchen wie dem Maschinenbau, der größten deutschen Industriebranche nach Mitarbeitern. Dort sank die Beschäftigung zum Ende des dritten Quartals um 2,2 Prozent auf rund 934.200 Menschen. In der Chemie gab es binnen eines Jahres einen leichten Rückgang um 1,2 Prozent auf 323.600 Beschäftigte und bei der Herstellung von elektrischer Ausrüstung um 0,4 Prozent auf 387.500.

Besonders stark fiel der Stellenabbau in der Metallerzeugung und

-bearbeitung mit minus 5,4 Prozent aus sowie in der Herstellung von

Datenverarbeitungsgeräten, elektronischen und optischen Erzeugnissen mit 3,0 Prozent. Die einzige große Industriebranche mit Beschäftigungswachstum war laut Statistik die Nahrungsmittelindustrie mit einem Plus von 1,8 Prozent auf 510.500 Menschen.

"Deutschland braucht ganzheitliche Industriepolitik"

Deutschland brauche angesichts der aggressiven Wirtschaftspolitik der USA und von China eine ganzheitliche Industriepolitik, sagt Ökonom Dullien. Die beiden Großmächte wollten die heimische Produktion ankurbeln. "Das geht auf Kosten der deutschen Industrie", so Dullien. "Deutschland sollte die EU dazu anregen, selber Schlüsselbranchen zu definieren und den Binnenmarkt zu nutzen, um europäische Produktion in diesen Branchen zu fördern."/als/DP/men

Name Kurs Währung Datum Zeit HP*
DR. ING. H.C. F. PORSCHE AG IN... 38,760 EUR 03.03.26 12:26 Societe ...
MERCEDES-BENZ GROUP AG 54,930 EUR 03.03.26 12:26 Societe ...
TRATON SE 33,050 EUR 03.03.26 12:25 Societe ...
VOLKSWAGEN AG VZ 93,060 EUR 03.03.26 12:26 Societe ...
 
Weitere Nachrichten zu dieser Aktie
Seiten:   1 2 3 4 5    Anzahl: 1.564 Treffer     
Datum Zeit Nachrichtenüberschrift
03.02.2026 15:30 Ex-Daimler-Chef Zetsche weist als Zeuge Behauptung...
03.02.2026 14:33 Ex-Daimler-Chef als Zeuge vor Gericht - Vernehmung...
03.02.2026 07:06 Sicherheitsrisiko: China verbietet versteckte Auto...
03.02.2026 06:14 Ex-Daimler-Chef Zetsche als Zeuge vor Gericht erwa...
02.02.2026 17:14 ROUNDUP: Ex-Vorstand lässt Vorwürfe im Audi-Proz...
02.02.2026 11:57 Zweiter Strafprozess um Audi-Dieselskandal hat beg...
02.02.2026 11:01 Warum Ex-Daimler-Chef Zetsche vor Gericht befragt ...
02.02.2026 05:50 Zweiter Strafprozess um Audi-Dieselskandal beginnt
01.02.2026 17:17 Gewerkschaft verkündet Einigung für MAN-Werk in ...
01.02.2026 15:05 ROUNDUP: Prämie hebt Interesse an E-Autos stark u...
01.02.2026 10:22 Neue Prämie lässt Interesse an E-Autos sprunghaf...
01.02.2026 10:14 Dudenhöffer kritisiert neue Elektroförderung
29.01.2026 11:47 Toyota fährt VW immer weiter davon - Absatz steigt
29.01.2026 06:05 Acea: Nutzfahrzeug-Zulassungen in EU schwächeln 2...
28.01.2026 20:17 Gläserne Manufaktur empfängt wieder Gäste
28.01.2026 17:23 KORREKTUR/ROUNDUP: Deutsche Autohersteller verteid...
28.01.2026 15:39 KORREKTUR: VW will in China Platz 3 verteidigen - ...
28.01.2026 15:19 VW will in China Platz 3 verteidigen - neue Modell...
28.01.2026 05:54 Fast ein Drittel mehr: 13,7 Millionen neue Elektro...
27.01.2026 15:20 dpa-AFX-Überblick: UNTERNEHMEN vom 27.01.2026 - 1...

Börsenkalender 1M

10.03.26
Geschäftsbericht

Übersicht

 
Tagesroutine
Die Tagesroutine umfasst alle täglich wiederkehrenden Nachrichten, die vor, während und nach dem Börsentag veröffentlicht werden.
 

 
* Information zu Abkürzungen: HP = Handelsplatz
FactSet
Implemented and powered by FactSet. Bereitstellung der Kurs- und Marktinformationen erfolgt durch FactSet.
Bitte beachten Sie die Risikohinweise und Quellenangaben der TARGOBANK, die für diese Seite gelten.
 

 

Produkte und Services