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03.09.2025-

ROUNDUP 2/Netzagentur: Bei Energiewende-Verzögerung mehr neue Kraftwerke nötig

(neu: mehr Details und Hintergrund)

BERLIN/BONN (dpa-AFX) - Gibt es auch in zehn Jahren genug Strom in Deutschland? Ja - wenn genügend Kraftwerke gebaut werden, sagt die Bundesnetzagentur in ihrem neuesten Bericht zur Versorgungssicherheit Strom. Die Bundesregierung veröffentlichte die jüngste Analyse jetzt in Berlin.

Demnach werden bis 2035 laut Bundeswirtschaftsministerium je nach Entwicklung neue Gaskraftwerke im Umfang von 22 bis 36 Gigawatt benötigt. Im Koalitionsvertrag haben Union und SPD im Rahmen einer Kraftwerksstrategie den Bau von bis zu 20 Gigawatt Gaskraftwerksleistung bis 2030 angepeilt. Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) sagte in Berlin, es gebe keinen Anlass, das Ziel 2030 zu korrigieren.

Ministerin: Ausschreibungen sollen noch dieses Jahr kommen

Der Bau der Kraftwerke soll gefördert werden, daher muss die EU-Kommission den Plänen noch zustimmen. Reiche bekräftigte das Ziel, noch in diesem Jahr mit Ausschreibungen beginnen zu wollen.

"Der Handlungsbedarf besteht jetzt", sagte sie. Es sei notwendig, neue Gaskraftwerke zu bauen. "Wir wollen gar keine Versorgungslücke aufkommen lassen." Unternehmen und Verbraucher müssten sich darauf verlassen können, zu jedem Zeitpunkt, zu jeder Minute, zu jeder Sekunde, Tag und Nacht sicher mit Strom versorgt zu werden.

"Wir müssen deshalb die Kraftwerksstrategie mit Hochdruck vorantreiben und so schnell wie möglich steuerbare Leistung zubauen." Gleichzeitig müsse man beim systemdienlichen Ausbau der erneuerbaren Energien, der Flexibilisierung, dem Speicherausbau sowie dem Netzausbau vorankommen.

Netzagentur stellt zwei Modellrechnungen auf

Die Bundesnetzagentur untersuchte in ihrem Bericht zwei Szenarien. In einem sogenannten Zielszenario wird das Erreichen der gesetzlichen Ausbauziele des Erneuerbare-Energien-Gesetzes sowie anderer vorgesehener Ziele für Netze und neue Verbraucher wie E-Fahrzeuge, Wärmepumpen oder Elektrolyseure unterstellt. In diesem Modell müssen bis 2035 rund 22 Gigawatt steuerbare Kapazitäten neu errichtet werden, damit es in Zeiten von wenig Wind und Sonne nicht zu Ausfällen kommt. Eine wichtige Rolle spielt dabei die Annahme, dass die Stromnachfrage immer flexibler wird. Damit ist etwa das zeitliche Verschieben des Stromverbrauchs von Elektroautos oder Wärmepumpen in Zeiten niedriger Strompreise gemeint.

In einem anderen Szenario werden dagegen Verzögerungen in der Energiewende unterstellt, sodass mehr Kraftwerke gebaut werden müssen. Grund dafür ist eine unterstellte eingeschränkte Flexibilität: Neue Verbraucher reagieren in diesem Modell etwa weniger auf Preise. Auch der Ausbau erneuerbarer Energie und der Netzausbau bleibt in diesem Szenario hinter den Plänen zurück. Die Verzögerungen würden den Bedarf an steuerbaren Gaskraftwerken bis 2035 auf bis zu 36 Gigawatt erhöhen, so das Ministerium.

Unter Umständen könnte Einsatz von Reserven nötig werden

In diesem Modell könnte es im Jahr 2030 zu seltenen Situationen kommen, in denen der Strommarkt die Nachfrage nicht vollständig decken könne, hieß es weiter. "In solchen Fällen könnten beispielsweise Reserven für die Versorgung eingesetzt werden. Dieses Ergebnis bedeutet also nicht, dass es zu unfreiwilligen Abschaltungen oder gar einem Blackout kommt", betonte das Ministerium in einem Hintergrundpapier.

Die Bundesnetzagentur betonte in einer Mitteilung die zunehmende Bedeutung von Speichern. "Schon heute können sich besonders Batteriespeicher im Strommarkt refinanzieren, wie die aktuelle Ausbaudynamik beweist", hieß es. In bestimmten Marktsituationen könnten Speicher den Bedarf an zusätzlichen Kraftwerkskapazitäten reduzieren.

Grüne: Netzagentur-Bericht ein "Weckruf" an die Ministerin

Der Grünen-Energiepolitiker Michael Kellner sagte, der Bericht sei ein "Weckruf" an Reiche. Mehr Versorgungssicherheit gebe es mit dem Ausbau der erneuerbaren Energie. Verzögerungen könne sich das Land nicht leisten.

Der Versorgungssicherheitsbericht Strom wird alle zwei Jahre von der Bundesnetzagentur erstellt. Zuletzt war Anfang 2023 ein solcher Bericht erschienen.

Woher Deutschland künftig seine Energie bezieht, bleibt auch in den kommenden Wochen ein wichtiges Thema: Mit Spannung werden Ergebnisse eines Monitorings im Auftrag des Ministeriums zur Energiewende erwartet. Umweltverbände warnen bereits davor, dass Reiche den Ausbau der erneuerbaren Energien bremse./hoe/tob/DP/jha

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