Märkte & Kurse

DEUTSCHE WOHNEN AG
Suchanfrage Börsenlexikon
ISIN: DE000A0HN5C6 WKN: A0HN5C Typ: Aktie DIVe: 0,23% KGVe: -
 
16,680 EUR
-0,06
-0,36%
Echtzeitkurs: heute, 11:54:59
Aktuell gehandelt: 13.293 Stk.
Intraday-Spanne
16,500
16,740
Handelsplatz wählen:
Perf. 1 Jahr -18,97%
Perf. 5 Jahre -57,15%
52-Wochen-Spanne
16,600
24,080
TARGOBANK Depot:
 
kaufen   verkaufen
Sparplan eröffnen:   Auszahlplan eröffnen:
Investment Tools:
Analysieren Sie Ihr Wertpapier im Detail mit unseren Tools.
RisikohinweiseProduktinformation
  Übersicht     Kennzahlen     Portrait     Analyse     Chart     Nachrichten     Hebelprodukte     Zertifikate     Fonds  
Ausgewählte Nachricht zu dieser Aktie
28.06.2023-

ROUNDUP: Mieterbund sieht Verbesserungen für Mieter beim Heizungsgesetz

BERLIN (dpa-AFX) - Der Deutsche Mieterbund sieht durch die Einigung der Ampel-Fraktionen beim Heizungsgesetz Verbesserungen beim Mieterschutz. Eigentümerverbände dagegen befürchten, dass Vermieter beim Heizungstausch auf den meisten Kosten sitzen bleiben. Die Grünen warnten aus Kostengründen vor dem Einbau neuer Gasheizungen.

Die Fraktionsspitzen von SPD, Grünen und FDP im Bundestag hatten eine Einigung über wichtige noch offene Fragen bei der Novelle des Gebäudeenergiegesetzes erzielt, dem sogenannten Heizungsgesetz. Der im April vom Kabinett beschlossene Entwurf wird nun geändert. Eine Sprecherin des dabei federführenden Wirtschaftsministeriums sagte, die Änderungen sollten dem Bundestag "sehr zeitnah" vorliegen. Das Heizungsgesetz soll in der kommenden Woche und damit noch vor der Sommerpause verabschiedet werden.

Die Fraktionsspitzen einigten sich darauf, dass die Modernisierungsumlage beim Heizungstausch von acht auf zehn Prozent im Jahr erhöht werden kann - aber nur, wenn der Vermieter eine staatliche Förderung in Anspruch nimmt und die Fördersumme von den umlegbaren Kosten abgezogen wird, wie es in einem SPD-Papier heißt. Bisher können Kosten einer Modernisierung zu 8 Prozent auf die Mieter umlegt werden.

Die Koalition plant weiter eine "elementare Mieterschutzregelung", wie es die SPD nennt: Die maximale Mieterhöhung pro Quadratmeter und Monat solle immer bei 50 Cent gekappt werden. Das gelte unabhängig davon, ob Vermieter die Kosten über die bisherige oder die neue Modernisierungsumlage auf Mieter umlegten. Werde der Heizungstausch mit weiteren Modernisierungsmaßnahmen kombiniert, greife immer eine Gesamtkappungsgrenze von 3 Euro und in Ausnahmefällen 2 Euro pro Quadratmeter, heißt es im SPD-Papier.

Der Mieterbund hält zwar eine weitere Umlage für überflüssig und "streitanfällig". Die angekündigte Kappungsgrenze von 50 Cent pro Quadratmeter und Monat für den Heizungsaustausch unter Berücksichtigung der Gesamtkappungsgrenze würde aber bedeuten, dass sich die Situation der Mieter im Vergleich zum Status quo zumindest nicht verschlechtere, so Verbandspräsident Lukas Siebenkotten.

Zudem begrüße der Mieterbund ausdrücklich, dass Härtefalleinwände beim Heizungstausch zukünftig immer möglich sein sollen. Laut SPD-Papier soll für Mieter, deren Miete durch die Modernisierung auf mehr als 30 Prozent ihres Haushaltseinkommen ansteigt, nur eine beschränkte Umlagefähigkeit gelten.

"Das ist ein echter Meilenstein in Sachen Mieterschutz, den wir stets eingefordert haben", so Siebenkotten. "Bislang sind Mieter nämlich machtlos gegenüber Mieterhöhungen, die auf Maßnahmen beruhen, zu denen der Vermieter gesetzlich verpflichtet ist." Außerdem sei positiv, dass Mieterhöhungen wegen Heizungsaustauschs bei Indexmieten immer ausgeschlossen sein sollen. Es müsse nun der Gesetzentwurf abgewartet werden: "Aber wir haben den Eindruck, dass sich die Fraktionen von SPD und Grünen erfreulicherweise in Sachen Mieterschutz in einigen wichtigen Punkten haben durchsetzen können."

Dagegen kritisierte der Präsident des Eigentümerverbands Haus & Grund, Kai Warnecke: "Das neue Heizungsgesetz bringt die Energiewende in vermieteten Gebäuden zum Stillstand, denn die Vermieter werden auf den meisten Kosten sitzen bleiben." Mit einer Modernisierungsumlage von maximal 50 Cent könne kein privater Kleinvermieter ein Heizungssystem auf klimaneutral umstellen. "Das würde den erhöhten Wohnwert, der sich bei den Mietern auch in niedrigeren Heizkosten niederschlagen soll, nicht ansatzweise angemessen widerspiegeln."

Der Präsident des Spitzenverbands der deutschen Immobilienwirtschaft, ZIA, Andreas Mattner, sagte: "Das Bemühen, untragbare Lasten für Mieterinnen und Mieter zu vermeiden, darf nicht dazu führen, dass Vermieterinnen und Vermieter bei diesem so wichtigen Investment an ihre Grenzen geführt werden."

Die Ampel-Koalition einigte sich weiterhin auf ein System zur staatlichen Förderung - sowie auf folgendes: Gasheizungen, die zwischen Anfang 2024 und dem Zeitpunkt der Vorlage eines kommunalen Wärmeplans installiert wurden, können weiterbetrieben werden, auch wenn ein kommunaler Wärmeplan kein Wasserstoffnetz vorsieht. Es gelten dann aber Anforderungen: In diesen Heizungen müssen ab 2029 15 Prozent, ab 2035 30 Prozent und ab 2040 60 Prozent klimaneutrale Gase wie Biomethan und Wasserstoff genutzt werden.

Wer nach dem 1. Januar 2024 eine Gasheizung einbauen möchte, soll zudem vorher eine verpflichtende Beratung erhalten, wie es unter anderem in einem SPD-Papier heißt. In dieser werde er darauf hingewiesen, dass er aufgrund steigender CO2-Preise mit steigenden Betriebskosten rechnen müsse und nicht von einer unbegrenzten Nutzungsdauer der Gasheizung ausgehen könne.

Grünen-Fraktionsvize Andreas Audretsch sagte am Mittwoch in der Sendung "Frühstart" von RTL/ntv: "Wer jetzt noch eine Gasheizung einbaut, der spielt mit dem Feuer." Im Zweifel könnten hohe Kosten auf diese Haushalte zukommen. Auch die Beimischung von Biomethan sei nicht billig: "Es ist niemandem zu raten, jetzt noch eine Gasheizung einzubauen." Entweder man warte auf ein Wärmenetz oder man gehe direkt in eine erneuerbare Heizung, zum Beispiel eine Wärmepumpe.

FDP-Fraktionsvize Lukas Köhler sagte: "Wir haben in der Koalition vereinbart, dass die Eigentümer selber bestimmen können, welche Heizung am besten zu ihrem Haus passt." Die Rahmenbedingungen variierten je nach Kommune und Haus so, dass direkt vor Ort am besten über die einzusetzende Heiztechnik entschieden werden könne. "Gerade weil jeder Einzelfall unterschiedlich ist, lassen sich keine Pauschalaussagen dazu treffen, welche Heizung in der Gesamtrechnung am günstigsten ist."/hoe/DP/stw

Name Kurs Währung Datum Zeit HP*
DEUTSCHE WOHNEN AG 16,600 EUR 17.04.24 11:31 Lang & S...
LEG IMMOBILIEN SE 72,560 EUR 17.04.24 11:38 Lang & S...
VONOVIA SE 24,580 EUR 17.04.24 11:39 Lang & S...
 
Weitere Nachrichten zu dieser Aktie
Seiten:   1 2 3 4    Anzahl: 66 Treffer     
Datum Zeit Nachrichtenüberschrift
28.06.2023 16:13 ROUNDUP: Mieterbund sieht Verbesserungen für Miet...
28.06.2023 15:13 Wegner: Ich bin beim Thema Vergesellschaftung weit...
28.06.2023 14:27 Expertenkommission übergibt Bericht zu Vergesells...
28.06.2023 05:49 Abschlussbericht zur Enteignung von Berliner Wohnu...
27.06.2023 17:25 Experten: Vergesellschaftung großer Berliner Wohn...
16.06.2023 18:26 ROUNDUP/Aktien Frankfurt Schluss: Dax beendet star...
16.06.2023 15:03 Aktien Frankfurt: Dax überwindet erstmals 16 400-...
16.06.2023 11:58 Aktien Frankfurt: Gute US-Börsenstimmung treibt D...
16.06.2023 09:52 ROUNDUP/Aktien Frankfurt Eröffnung: Dax hält sic...
16.06.2023 08:21 Aktien Frankfurt Ausblick: Dax hält sich dicht un...
02.06.2023 11:58 AKTIEN IM FOKUS: Immobilienwerte kräftig erholt v...
01.06.2023 12:57 AKTIEN IM FOKUS: Anleger bei Immobilienwerten vors...
31.05.2023 14:57 Aktien Frankfurt: Chinas Wirtschaft macht Dax zu s...
31.05.2023 11:58 Aktien Frankfurt: Chinas Wirtschaft macht Dax zu s...
31.05.2023 10:03 ROUNDUP/Aktien Frankfurt Eröffnung: Dämpfer für...
31.05.2023 08:34 WDH/Aktien Frankfurt Ausblick: Trübe Konjunkturda...
31.05.2023 08:20 Aktien Frankfurt Ausblick: Trüber Konjunkturdaten...
30.05.2023 19:08 Stimmrechtsberater ISS votiert mit Elliott für So...
27.05.2023 19:05 ROUNDUP: Wohnungsbranche begrüßt Nachbesserungen...
27.05.2023 18:33 Wohnungsbranche begrüßt Nachbesserungen beim Hei...

Börsenkalender 1M

03.05.24
Geschäftsbericht

06.05.24
Analysten-, Investoren- & Aktionärskonferenzen

Übersicht

 
Tagesroutine
Die Tagesroutine umfasst alle täglich wiederkehrenden Nachrichten, die vor, während und nach dem Börsentag veröffentlicht werden.
 

 
* Information zu Abkürzungen: HP = Handelsplatz
FactSet
Implemented and powered by FactSet. Bereitstellung der Kurs- und Marktinformationen erfolgt durch FactSet.
Bitte beachten Sie die Risikohinweise und Quellenangaben der TARGOBANK, die für diese Seite gelten.
 

 

Produkte und Services