Märkte & Kurse

Konjunktur
Suchanfrage
Produktinformation
 

Auf dieser Seite finden Sie alle Konjunkturnachrichten zeitlich geordnet und zu unterschiedlichen Themen der letzten vierzehn Tage aufgelistet. Wählen Sie aus der untenstehenden Tabelle die für Sie interessante Nachricht aus. Zusätzlich können Sie auch unsere Nachrichtensuche nutzen, um damit noch detaillierter nach bestimmten und weiter zurückliegenden Konjunkturnachrichten zu suchen.

 

Ausgewählte Nachricht
05.03.2026 09:58

ROUNDUP 2: China erwartet weniger Wachstum - Probleme nehmen zu

(Neu: mit mehr Details)

PEKING (dpa-AFX) - China hat zum Beginn des Nationalen Volkskongresses das niedrigste Wachstumsziel für seine Wirtschaft seit Jahrzehnten ausgegeben. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) soll 2026 um 4,5 bis 5 Prozent wachsen, hieß es im Arbeitsbericht der Regierung, den Ministerpräsident Li Qiang in der Großen Halle des Volkes in Peking vorstellte. Seit 2023 hatte die kommunistische Führung das Wachstumsziel stets mit rund fünf Prozent angesetzt. Einen Wert von 4,5 Prozent gab es zuletzt im Jahr 1991.

Ökonomen sehen in dem vorsichtig formulierten Ziel ein Signal, dass sich die Führung auf moderateres Wachstum einstellt. Die neue Untergrenze nimmt Druck von der Regierung, die Konjunktur mit großen Investitionsprogrammen ankurbeln zu müssen. Peking senkt damit auch die Erwartungen in global unsicheren Zeiten mit Kriegen etwa in der Ukraine und im Iran sowie angesichts des Handelsstreits mit den USA unter Präsident Donald Trump.

Der Nationale Volkskongress ist Chinas Parlament und tritt einmal im Jahr in Peking zusammen. Die fast 2.800 Delegierten werden nicht in freien Wahlen bestimmt. Die politischen Entscheidungen gelten meist als zuvor innerhalb der Kommunistischen Partei abgestimmt.

Peking legt 15. Fünfjahresplan vor

Parallel stellte China seinen neuen Fünfjahresplan (FJP) bis 2030 vor, den der Volkskongress am Ende verabschieden soll. Eine grundlegende Kursänderung erkennen viele Experten nicht. Chinas Wirtschaftsmodell bleibt industrie- und exportorientiert.

Für Unabhängigkeit in Wissenschaft und Technologie sollen verstärkt Durchbrüche in Schlüsseltechnologien erzielt werden, plant die Regierung. KI und Roboter werden damit wohl in den kommenden Jahren Chinas Alltag und Wirtschaft weiter erobern. Forschungs- und Entwicklungsausgaben sollen wie schon im vorangegangenen FJP im Durchschnitt jährlich um mehr als sieben Prozent steigen.

Zudem gab Peking, das seit Jahren erneuerbare Energie massiv ausbaut, verbindliche Ziele aus: Der Ausstoß von klimaschädlichem CO2 relativ zum BIP soll um 17 Prozent gesenkt und der Anteil nicht-fossiler Energien am Gesamt-Energieverbrauch soll bis 2030 von 21,7 auf 25 Prozent steigen.

Bei der Frage nach mehr Konsum hielt sich die Regierung bedeckt. Obwohl Peking schon lange davon spricht, den Binnenkonsum anzukurbeln, weist der Plan keine konkrete Zielvorgabe aus. Geplant sei eine erhebliche Erhöhung des Anteils der Konsumausgaben privater Haushalte am BIP, hieß es lediglich. 2026 stellt China jedoch nur noch 250 Milliarden Yuan (etwa 31,2 Milliarden Euro) statt der 300 Milliarden Yuan aus 2025 für ein Eintauschprogramm alter gegen neue Geräte und Autos zur Verfügung.

Ministerpräsident sieht Herausforderungen

Li bestätigte in seinem Bericht, dass China vor zahlreichen Herausforderungen stehe. Das sich wandelnde internationale Umfeld wirke sich stärker auf das Land aus. Gleichzeitig bleibe die globale Wirtschaftsdynamik schwach, und Multilateralismus sowie freier Handel stünden unter zunehmendem Druck.

Auch im Inland sieht die Regierung Probleme. Der Übergang zu neuen Wachstumstreibern sei schwierig, während das Ungleichgewicht zwischen einer starken Produktion und einer schwachen Nachfrage deutlich sei. Für viele Menschen werde es schwieriger, Arbeit zu finden und ihr Einkommen zu steigern. Zudem seien manche Lokalregierungen wegen der Lage auf dem Immobilienmarkt - der weiter in einer Krise steckt - stark belastet.

Abhängigkeit vom Export bleibt hoch

"In gewisser Weise steht China vor einer Reihe schwerwiegender Herausforderungen, die den nächsten großen politischen Plan zu einer Frage von "alles oder nichts" machen", sagte China-Analystin Katja Drinhausen vom Berliner Forschungsinstitut Merics. Zwar werde versucht, den Konsum durch Maßnahmen wie sozialpolitische Reformen oder regionale Entwicklungsziele zu steigern, aber die Abhängigkeit vom Export werde weiterhin eine wichtige Säule der chinesischen Wirtschaft bleiben, sagte Drinhausen.

Mit Blick auf den Arbeitsbericht der Regierung erklärte die deutsche Handelskammer (AHK) in China, für deutsche Firmen sei die Botschaft, dass Zukunftsfelder und Innovationen maßgeblich die weitere Entwicklung der chinesischen Wirtschaft bestimmen würden. "Für unsere Mitgliedsunternehmen bedeutet das, dass kurzfristige Impulse zur Belebung des Binnenmarktes kaum zu erwarten sind", sagte der AHK-Chef in Nordchina, Oliver Oehms.

Konsum ist schon länger Thema

Über die Stärkung des Konsums als Mittel, um Wohlstand zu garantieren und das Wachstum zu erhalten, spricht die Kommunistische Partei schon lange. Auch der Internationale Währungsfonds (IWF) empfahl der Volksrepublik, den Umbau zu einem konsumgetriebenen Wachstumsmodell zur "obersten Priorität" zu machen. Der private Konsum trägt bisher nur knapp 40 Prozent zum Wachstum bei und liegt damit nach IWF-Daten unter dem Durchschnitt der Industrieländer der OECD.

Beim Militär setzt China seinen bisherigen Kurs fort. Der Verteidigungshaushalt soll nach Angaben der Regierung erneut steigen. Für 2026 sind Ausgaben von rund 1,7 Billionen Yuan (etwa 236 Milliarden Euro) vorgesehen, ein Plus von etwa sieben Prozent. Damit bleibt China nach den USA das Land mit dem zweitgrößten Militärbudget der Welt. Die Führung in Peking begründet die Aufstockung regelmäßig mit der Modernisierung der Streitkräfte und dem Schutz nationaler Interessen./jpt/DP/mis



Weitere Konjunkturnachrichten
 
Weitere Konjunkturnachrichten der letzten 14 Tage 
Seiten:  1 2 3 4 5    Berechnete Anzahl Nachrichten: 183     
Datum Zeit Nachrichtenüberschrift
05.03.2026 11:13 Sperrzone an Polens Grenze zu Belarus bleibt bestehen
05.03.2026 11:09 Zahl der offenen Stellen am Jahresende gestiegen
05.03.2026 11:09 ROUNDUP: Bundesbank macht 2025 Verlust von 8,6 Milliarden Eu...
05.03.2026 11:07 Bundesbank macht 8,6 Milliarden Euro Verlust
05.03.2026 10:59 Aserbaidschan: Drohnen aus Iran treffen Flughafen
05.03.2026 10:54 ROUNDUP/Studie: Mehr Arbeitszeit für viele Frauen nicht luk...
05.03.2026 10:12 WDH/China erhöht nach General-Entlassungen erneut Militärb...
05.03.2026 10:09 Verletzte in der Ukraine nach russischen Angriffen
05.03.2026 10:09 Italien will Golfstaaten Ausrüstung zur Flugabwehr liefern
05.03.2026 10:00 Neuer Raketenangriff des Irans auf Israel
05.03.2026 09:58 ROUNDUP 2: China erwartet weniger Wachstum - Probleme nehmen...
05.03.2026 09:48 ROUNDUP 2: Neue Angriffswelle in Teheran - Raketenangriffe a...
05.03.2026 09:42 Proiranische Milizen im Irak reklamieren weitere Angriffe f?...
05.03.2026 09:14 Linnemann zu neuer Grundsicherung: System 'wieder gerechter'...
05.03.2026 09:00 Revolutionsgarden greifen Tanker im Persischen Golf an
05.03.2026 08:48 Iran bestreitet Raketenangriff auf die Türkei
05.03.2026 08:28 ROUNDUP: Neue Angriffswelle in Teheran - Raketenangriffe auf...
05.03.2026 08:06 Iran droht den USA nach Versenkung eines Kriegsschiffes
05.03.2026 07:33 Neue Angriffswelle in Teheran - Raketenangriffe auf Israel
05.03.2026 07:04 Russische Aufklärungsflugzeuge vor Alaska: Kampfjets steige...
Suche
Durchsuchen Sie unser Nachrichtenangebot unter Angabe eines von Ihnen gesuchten Begriffs.



 
Weitere Nachrichten
Lesen Sie auch weitere interessante Nachrichten u.a. zu den Themen Aktien im Fokus, Hintergrundberichte, Börsentag auf einem Blick, Wochenausblick oder adhoc-Mitteilungen.
 
Börsenkalender
05.03.2026

TESORO GOLD
Geschäftsbericht

TECHGEN METALS LTD
Geschäftsbericht

GASNET AUSTRALIA
Geschäftsbericht

SPIRENT COMMUNICATIONS PLC
Geschäftsbericht

Übersicht
 

FactSet
Implemented and powered by FactSet. Bereitstellung der Kurs- und Marktinformationen erfolgt durch FactSet.
Bitte beachten Sie die Risikohinweise und Quellenangaben der TARGOBANK, die für diese Seite gelten.
 

 

Produkte und Services