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02.03.2026 05:54

Israels Armee: Ranghohe Hisbollah-Mitglieder attackiert

TEL AVIV/BEIRUT (dpa-AFX) - Die israelische Armee hat bei nächtlichen Angriffen in der libanesischen Hauptstadt Beirut nach eigenen Angaben ranghohe Mitglieder der mit dem Iran verbündeten Hisbollah-Miliz angegriffen. Wie die Armee weiter mitteilte, sei ein weiterer wichtiger "Hisbollah-Terrorist" im Süden des Libanons getroffen worden.

Das israelische Militär reagierte damit auf einen nächtlichen Raketenangriff der Schiiten-Miliz auf Israel. Ein Geschoss sei abgefangen worden, mehrere andere in offenem Gelände niedergegangen, hieß es.

Es ist das erste Mal seit Beginn einer Waffenruhe zwischen der Hisbollah und Israel im November 2024, dass die vom Iran unterstützte Schiiten-Miliz Israel mit Raketen angegriffen hat. Sie begründete den Angriff in der Nacht mit der Tötung des obersten Führers des Irans, Ajatollah Ali Chamenei, bei einem israelischen Luftangriff am Samstag in der iranischen Hauptstadt Teheran.

Israels Armeechef: Hisbollah für Eskalation verantwortlich

"Die Hisbollah hat über Nacht eine Offensive gegen Israel gestartet und trägt die volle Verantwortung für jede Eskalation", erklärte Israels Generalstabschef Ejal Zamir nach Armeeangaben. "Jeder Feind, der unsere Sicherheit bedroht, wird einen hohen Preis zahlen". Der libanesische Ministerpräsident Nawaf Salam bezeichnete den Raketenbeschuss aus dem Südlibanon auf Israel als "unverantwortliche und verdächtige Handlung, die die Sicherheit des Libanons gefährdet und Israel einen Vorwand liefert, seine Angriffe fortzusetzen."

Man werde "nicht zulassen, dass das Land in neue Abenteuer hineingezogen wird, und wir werden alle notwendigen Maßnahmen ergreifen, um die Täter zu stoppen und das libanesische Volk zu schützen", fügte Salam hinzu. Israel und die Hisbollah-Miliz hatten zuletzt bis Ende 2024 Krieg gegeneinander geführt.

Dann trat eine Waffenruhe in Kraft. Das Abkommen sieht unter anderem die Entwaffnung der Hisbollah in mehreren Phasen vor. Eine wichtige Frist dafür lief Ende vergangenen Jahres aber aus. Die Schiiten-Miliz lehnt diesen Schritt weiterhin ab. Beide Seiten werfen einander Verstöße gegen das Abkommen vor./ln/DP/zb



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