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| 20.02.2026 14:46 Kampf gegen Schwarzarbeit: Fast 100.000 neue Strafverfahren BONN (dpa-AFX) - Die Zollbehörden haben im vergangenen Jahr ihren Kampf gegen Schwarzarbeit und illegale Beschäftigung intensiviert. Mit rund 98.200 Strafverfahren wurden von der Finanzkontrolle Schwarzarbeit (FKS) 1.400 mehr Verfahren also noch 2024 eingeleitet, berichtete die Generalzolldirektion in Bonn. Bei den Ordnungswidrigkeitenverfahren stieg die Zahl ebenfalls, und zwar von 49.700 auf 52.100. Auch die Anzahl der abgeschlossenen Verfahren nahm deutlich zu. Die Ermittlungen hätten zu Freiheitsstrafen von zusammengerechnet knapp 1.200 Jahren geführt, hieß es. Der Schaden beläuft sich auf insgesamt rund 675 Millionen Euro. Die Summe setzt sich laut Zoll aus nicht gezahlten Sozialversicherungsbeiträgen, nicht gezahlten Steuern und sonstigen Schäden wie etwa nicht gezahlten Mindestlöhnen zusammen. Klingbeil: Kampf gegen Schwarzarbeit ist Frage der Gerechtigkeit "Der Kampf gegen Schwarzarbeit, gegen Ausbeutung und gegen katastrophale Arbeitsbedingungen ist eine Frage der Gerechtigkeit", erklärte Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD) in Berlin. "Die große Mehrheit der Unternehmen in Deutschland zahlt faire Löhne und sorgt mit Steuern und Abgaben dafür, dass unser Land funktioniert. Aber es gibt auch Kriminelle, gegen die wir hart vorgehen." Die FKS prüft etwa, ob Arbeitgeber ihre Beschäftigten ordnungsgemäß zur Sozialversicherung angemeldet haben, ob Sozialleistungen zu Unrecht bezogen wurden und ob Ausländer die erforderlichen Arbeitsgenehmigungen besitzen. Kontrolliert wird auch die Einhaltung von Mindeststandards bei den Arbeitsbedingungen. Zöllnerinnen und Zöllner überprüften mehr als 298.000 Beschäftigte Rund 25.800 Arbeitgeber wurden 2025 überprüft (2024: 25.300). Die Zahl der überprüften Personen lag bei gut 298.000, etwa 850 weniger als ein Jahr zuvor. Besonders betroffene Branchen sind laut Zoll etwa das Hotel- und Gaststättengewerbe (gut 5.700 Arbeitgeberprüfungen) und das Baugewerbe (5.500). Die meisten Arbeitgeberprüfungen gab es 2025 in Nordrhein-Westfalen (5.200), Bayern (4.200) und Baden-Württemberg (3.500)./tob/DP/jha Weitere Konjunkturnachrichten |
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