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| 19.02.2026 05:33 Nahles: Personalmangel auf Dauer großes Problem NÜRNBERG (dpa-AFX) - Ungeachtet von mehr als drei Millionen Arbeitslosen in Deutschland sieht die Chefin der Bundesagentur für Arbeit im Mangel an Fachkräften mittelfristig das größere Problem für Deutschland. "Das Erwerbspersonenpotential sinkt in 2026 zum ersten Mal - und zwar um 40.000", sagte Nahles in einem Interview der Deutschen Presse-Agentur. "Wir reden seit Jahren über Demografie - jetzt ist sie da. Und das wird sich in den nächsten Jahren fortsetzen." Demografie großes Problem Das seit längerer Zeit zu beobachtende Paradoxon auf dem Arbeitsmarkt, mit einer steigenden Arbeitslosigkeit einerseits und dem Mangel an Fachkräften andererseits, löse sich derzeit nicht auf. "Das größere Problem für den deutschen Arbeitsmarkt ist mittelfristig die demografische Entwicklung und der damit einhergehende Fachkräftemangel", sagte Nahles. "Dies wäre noch viel deutlicher, hätten wir nicht in den letzten Jahrzehnten verstärkte Zuwanderung gehabt." Wirtschaftsforscher hatten berechnet, dass Deutschland jährlich bis zu 50 Milliarden Euro an Wirtschaftskraft fehlen, weil Stellen nicht besetzt werden können und Umsätze somit ausfallen - etwa in der Gastronomie, im Handel und in der Gastronomie. Allerdings ist die Nachfrage nach Arbeitskräften durch die schwache Konjunktur auch zurückgegangen. Nur noch 22,7 Prozent der Unternehmen klagten über Fachkräftemangel - der niedrigste Wert seit Jahren. Allerdings errechnete dasselbe Institut, dass die Bevölkerung in Deutschland schneller schrumpft als zunächst angenommen - um bis zu zehn Prozent bis zum Jahr 2070. Zuwanderer, Frauen, Ältere Nahles sieht drei Gruppen, die die Fachkräftelücke schließen könnten: Ältere, die freiwillig länger arbeiten, Zuwanderer und Frauen, die ihre bisherige Teilzeit-Stundenzahl aufstockten. "Im europäischen Vergleich ist die Frauen-Erwerbstätigkeit in Deutschland am oberen Rand, aber die geleisteten Stunden - das Arbeitsvolumen - ist sehr niedrig", sagte Nahles. Staatliche Anreize, wie etwa Ehegattensplittung und die Möglichkeit von Minijobs förderten diese Tendenz./dm/DP/zb Weitere Konjunkturnachrichten |
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