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07.05.2026 17:38

Deutsche Anleihen: Kaum verändert nach jüngstem Anstieg

FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Kurse deutscher Staatsanleihen haben sich am Donnerstag nach ihrem jüngsten Anstieg kaum bewegt. Der richtungweisende Euro-Bund-Future lag wenig verändert bei 125,76 Punkte. Die Rendite der zehnjährigen Bundesanleihe betrug 2,99 Prozent.

An den Märkten dominiert die Hoffnung auf einen baldigen Frieden im Iran. Eine Einigung über ein Ende des Kriegs mit dem Iran ist nach Einschätzung von US-Präsident Donald Trump in den kommenden Tagen möglich. Damit verbunden ist die Aussicht auf deutlich sinkende Ölpreise und damit auf ein Abflauen der Inflationsrisiken. Insofern gerieten die Renditen zuletzt unter Druck.

Allerdings drohte Trump dem Iran in einem Interview des Senders PBS erneut: Falls es keinen Deal gebe, müsse man wieder damit anfangen, den Iran "in Grund und Boden zu bombardieren". Der Iran wies Berichte über eine bevorstehende Einigung als überzogen zurück. Ein US-Verhandlungsvorschlag werde geprüft. Der Sender CNN berichtete, der Iran werde den pakistanischen Vermittlern voraussichtlich heute seine Antwort dazu übergeben.

"Zwar sehnen alle Beteiligten ein Ende des Konflikts herbei, doch die Vergangenheit zeigt, dass Rückschläge in einem möglichen Annäherungsprozess einkalkuliert werden müssen", schrieb Analyst Christian Reicherter von der DZ Bank. Die unter den Marktakteuren vorherrschende Zuversicht scheine daher etwas zu weit vorausgeeilt zu sein. Ein Warnzeichen ist laut dem Experten, dass selbst Trump nicht mit baldigen direkten Gesprächen der Kriegsparteien rechne.

Konjunkturdaten hinterließen derweil keine nachhaltigen Spuren am Anleihenmarkt. Im März zog der Auftragseingang in der angeschlagenen deutschen Industrie stark an. In der Eurozone insgesamt fielen die Einzelhandelsumsätze im März weniger als erwartet.

"Die deutsche Industrie hat im ersten Kriegsmonat überraschend deutlich mehr Aufträge erhalten, auch wenn man die stark schwankenden Großaufträge herausrechnet", sagte Commerzbank-Chefvolkswirt Jörg Krämer. Doch der Einbruch von Stimmungsindikatoren wie dem Ifo-Geschäftsklima zeige eine große Verunsicherung der Unternehmen. "Der Nahost-Krieg fordert seinen Tribut, selbst wenn er bald enden sollte."/jsl/jha/



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