Märkte & Kurse

Übersicht
Suchanfrage
Produktinformation
 

Auf dieser Seite finden Sie alle Nachrichten zeitlich geordnet und zu unterschiedlichen Themen der letzten drei Tage aufgelistet. Wählen Sie aus der untenstehenden Tabelle die für Sie interessante Nachricht aus. Zusätzlich können Sie auch unsere Nachrichtensuche nutzen, um damit noch detaillierter nach bestimmten und weiter zurückliegenden Nachrichten zu suchen.

 

Ausgewählte Nachricht
28.04.2026 13:20

ROUNDUP/EU-Haushalt: Parlament geht auf Konfrontationskurs zu Berlin

STRASSBURG (dpa-AFX) - Das Europäische Parlament geht in den Verhandlungen über den nächsten langfristigen EU-Haushalt auf Konfrontationskurs zu Nettozahlerstaaten wie Deutschland. Die Abgeordneten sprachen sich in Straßburg mehrheitlich für einen Gemeinschaftshaushalt aus, der noch einmal zehn Prozent mehr Geld umfassen würde als von der EU-Kommission vorgeschlagen.

Bereits den Entwurf der Kommission hatten die Bundesregierung und Länder wie die Niederlande als inakzeptabel zurückgewiesen. Ein Diplomat aus einem Nettozahlerland kritisierte: "Statt sich den finanzpolitischen Realitäten zu stellen, greift das Europäische Parlament zu einer Art finanzpolitischem Wunschdenken." Nettozahlerstaaten sind Länder, die mehr Geld in den EU-Haushalt einzahlen, als sie daraus zurückbekommen.

Als neue Einnahmequelle sprechen sich die Abgeordneten unter anderem für eine Abgabe auf digitale Dienstleistung von Konzernen wie Google und Amazon aus. Nach Willen der Abgeordneten sollen zudem mehr Mittel aus dem Mehrjahreshaushalt ab 2028 der Landwirtschaft sowie der Förderung strukturschwacher Regionen in der Staatengemeinschaft fest zugesagt werden. Auch will das Parlament Rückzahlungen von Schulden in Milliardenhöhe, die für den Corona-Aufbaufonds aufgenommen wurden, nicht primär aus dem Gemeinschaftshaushalt zurückzahlen, sondern außerhalb - anders als die Kommission.

Parlamentarier wollen mehr Geld für Landwirtschaft

Der EU-Haushalt ist eines der politisch sensibelsten Themen in Brüssel. Er wird für sieben Jahre festgelegt, aktuell wird über das Budget für 2028 bis 2034 verhandelt. Die Europäische Kommission schlägt inflationsbereinigt (zu Preisen von 2025) rund 1,76 Billionen Euro vor, die für verschiedene EU-Vorhaben genutzt werden sollen - etwa Verteidigungsbeschaffung, Agrarpolitik, Strukturförderung oder das Austauschprogramm Erasmus.

Das Parlament will fast 100 Milliarden Euro mehr für Europas Landwirte und in die strukturschwachen Regionen investieren sowie Geld fester zusagen, als von der Kommission unter der Leitung von Ursula von der Leyen vorgeschlagen. Sie will die Mittel aus den sogenannten Nationalen Plänen flexibler einsetzen. Mehr Geld soll nach Willen der Abgeordneten zudem unter anderem in Europas Wettbewerbsfähigkeit, den grünen Wandel und die Digitalisierung sowie die Verteidigung gesteckt werden.

Deutschland trägt größten Batzen bei

Finanziert wird der riesige Topf überwiegend aus einem Anteil des Bruttonationaleinkommens (BNE) der Mitgliedstaaten. Daneben tragen sogenannte Eigenmittel als Einnahmequelle bei, die direkt nach Brüssel fließen - etwa Zölle auf Einfuhren aus dem außereuropäischen Ausland. Neben der Abgabe für große Digitalkonzerne sprechen sich die Abgeordneten auch unter anderem für eine Abgabe für Online-Glücksspiele sowie eine Abgabe auf Kapitalerträge aus Kryptowerten aus.

Deutschland, das als größte Volkswirtschaft der EU den mit Abstand größten Teil zum Budget beiträgt, erteilte dem Vorschlag der EU-Kommission bereits eine klare Absage. In Zeiten, in denen sich fast alle Mitgliedstaaten zu Hause stark bemühten, Geld zu sparen, passten solche Summen nicht, bekräftigte Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) erst vergangene Woche.

Von einem Diplomaten aus einem Nettozahlerland hieß es nun: "Solange die nationale Verschuldung weiter steigt und die nationalen Haushalte angespannt und unter Druck bleiben, haben Forderungen nach einer Aufstockung des nächsten EU-Haushalts keine Glaubwürdigkeit." Auch die Einführung neuer Eigenmittel würde daran nichts ändern.

Lange Verhandlungen erwartet

Die Verhandlungen zum Haushalt unter den EU-Staaten als auch mit dem EU-Parlament dürften lang und hart werden, als Ziel ist derzeit ein Abschluss bis Jahresende ausgegeben. Mit der heutigen Abstimmung steht die Verhandlungsposition des Parlaments fest./rdz/DP/jha



Weitere Nachrichten
 
Weitere Nachrichten der letzten drei Tage 
Seiten:   67 68 69 70 71    Berechnete Anzahl Nachrichten: 1.692     
Datum Zeit Nachrichtenüberschrift
28.04.2026 15:32 IRW-News: Aurania Resources: Aurania schließt Vereinbarung ...
28.04.2026 15:30 Weltbank: Höhere Düngerpreise belasten Lebensmittelangebot
28.04.2026 15:28 Wadephul fordert China und Russland zu Iran-Resolution auf
28.04.2026 15:26 ROUNDUP: Vereinigte Arabische Emirate treten aus Opec aus
28.04.2026 15:21 Ukraine verlängert Kriegsrecht
28.04.2026 15:20 dpa-AFX-Überblick: UNTERNEHMEN vom 28.04.2026 - 15.15 Uhr
28.04.2026 15:18 Neue Anlagen: BASF investiert dreistelligen Millionenbetrag
28.04.2026 15:15 APA ots news: OeNB: Nahost-Krieg dämpft Erwartungen für da...
28.04.2026 15:14 OECD warnt vor Engpässen bei kritischen Rohstoffen
28.04.2026 15:13 ROUNDUP: Erstmals mehr Abtreibungen mit Medikamenten als mit...
28.04.2026 15:13 EQS-News: Information über die Einberufung der virtuellen o...
28.04.2026 15:08 IRW-News: ACCESS Newswire: Tenstorrent ermöglicht KI im gro...
28.04.2026 15:06 ROUNDUP/Ärzte ohne Grenzen: 'Wasser als Waffe' im Gazastrei...
28.04.2026 15:05 EQS-News: Precisely Automate erhält die SAP Clean Core-Zert...
28.04.2026 15:04 IRW-News: Nicola Mining Inc.: Nicola Mining beginnt mit Expl...
28.04.2026 15:04 AKTIEN IM FOKUS: Kurse von OpenAI-Partnern unter Druck - 'WS...
28.04.2026 15:03 Vereinigte Arabische Emirate treten aus Opec aus
28.04.2026 15:01 IRW-News: SAGA Metals Corp.: SAGA Metals meldet Analyseergeb...
28.04.2026 14:57 ROUNDUP/Bild: Union will neues Entlastungspaket für Autofah...
28.04.2026 14:55 Bernstein belässt Eon auf 'Market-Perform' - Ziel 18 Euro
Suche
Durchsuchen Sie unser Nachrichtenangebot unter Angabe eines von Ihnen gesuchten Begriffs.




 
Weitere Nachrichten
Lesen Sie auch weitere interessante Nachrichten u.a. zu den Themen Aktien im Fokus, Hintergrundberichte, Börsentag auf einem Blick, Wochenausblick oder adhoc-Mitteilungen.
 
Börsenkalender
30.04.2026

VIRGIN MONEY UK PLC
Geschäftsbericht

SIMM TECH
Geschäftsbericht

KEYSTONE POSITIVE CHANGE INVESTMENT TRUST PLC
Geschäftsbericht

INTERNATIONAL BANCSHARES CORP.
Geschäftsbericht

Übersicht
 

FactSet
Implemented and powered by FactSet. Bereitstellung der Kurs- und Marktinformationen erfolgt durch FactSet.
Bitte beachten Sie die Risikohinweise und Quellenangaben der TARGOBANK, die für diese Seite gelten.
 

 

Produkte und Services