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| 03.03.2026 10:00 Original-Research: UmweltBank AG (von GBC AG): Kaufen ^
Original-Research: UmweltBank AG - von GBC AG
03.03.2026 / 10:00 CET/CEST
Veröffentlichung einer Research, übermittelt durch EQS News - ein Service
der EQS Group.
Für den Inhalt der Mitteilung bzw. Research ist alleine der Herausgeber bzw.
Ersteller der Studie verantwortlich. Diese Meldung ist keine Anlageberatung
oder Aufforderung zum Abschluss bestimmter Börsengeschäfte.
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Einstufung von GBC AG zu UmweltBank AG
Unternehmen: UmweltBank AG
ISIN: DE0005570808
Anlass der Studie: Research Comment
Empfehlung: Kaufen
Kursziel: 9,00 EUR
Letzte Ratingänderung:
Analyst: Cosmin Filker, Marcel Goldmann
Operativer Turn-Around in 2025 erreicht, Fortsetzung des Wachstumskurses
erwartet
Gemäß den vorläufigen Zahlen für das Geschäftsjahr 2025 hat die UmweltBank
AG wie erwartet einen deutlichen Anstieg der operativen Erträge auf 83,10
Mio. EUR (VJ: 63,47 Mio. EUR) erzielt. Einen wesentlichen Beitrag dazu leistete
der Anstieg des Zinsergebnisses auf 58,45 Mio. EUR (VJ: 44,95 Mio. EUR). Dies
ist unserer Ansicht nach insbesondere dem starken Wachstum im Kerngeschäft
Privatkunden zu verdanken. Wie bereits im Januar 2026 bekannt gegeben,
kletterten die Privatkundeneinlagen zum 31.12.2025 auf den zuvor
prognostizierten Wert von rund 4,3 Mrd. EUR (VJ: 3,5 Mrd. EUR).
Das starke Wachstum der Privatkundeneinlagen glich zudem die unter den
Erwartungen gebliebene Entwicklung im Firmenkundengeschäft aus. Die
ausstehenden Umweltkredite sanken zum 31.12.25 auf 3,12 Mrd. EUR (31.12.24:
3,46 Mrd. EUR). Dies ist die Folge eines niedrigen Bruttokreditneugeschäftes
in Höhe von 120 Mio. EUR (VJ: 250 Mio. EUR). Ursprünglich waren Neukredite in
Höhe von 200 bis 250 Mio. EUR in Aussicht gestellt worden. Hier wirkte sich
die unterjährig knappe Kapitalausstattung begrenzend aus. Zudem berichtet
die Gesellschaft über Projektverschiebungen ins laufende Geschäftsjahr.
Angesichts des deutlich ausgeweiteten Gesamtumsatzes kletterte das Ergebnis
vor Steuern und Rücklagenbildung auf 6,43 Mio. EUR (VJ: -8,50 Mio. EUR) und lag
damit im Rahmen der Guidance, die ein Vorsteuerergebnis in einer Bandbreite
von 5 bis 10 Mio. EUR in Aussicht gestellt hatte. Unterm Strich legte der
Jahresüberschuss auf 14,26 Mio. EUR (VJ: 0,73 Mio. EUR) zu. Hierzu trug
insbesondere die Auflösung von Rücklagen nach § 340g HGB in Höhe von 5,0
Mio. EUR bei. Dabei handelt es sich um einen Passivtausch, also um eine
Umwandlung in die im Eigenkapital erfassten Gewinnrücklagen. Diese Rücklagen
wurden in den vergangenen Geschäftsjahren auf Basis des
Nachsteuerergebnisses gebildet und stehen in keinem Zusammenhang mit der
Risikostruktur der UmweltBank AG.
Mit der Veröffentlichung der vorläufigen Zahlen hat das Management der
UmweltBank erstmals Prognosen für das laufende Geschäftsjahr 2026 publiziert
und gleichzeitig sein Prognoseszenario bis zum Jahr 2028 aktualisiert. Für
2026 rechnet das Kreditinstitut mit einem Ergebnis vor Steuern und
Rücklagenbildung in Höhe von 12,5 bis 17,5 Mio. EUR und erwartet damit
zumindest eine Verdopplung des Ergebnisses.
Die Basis dafür ist insbesondere ein starker Anstieg des erwarteten
Zinsergebnisses auf 62,5 Mio. EUR bis 67,5 Mio. EUR. Grundlage hierfür ist der
geplante Ausbau der Privatkundeneinlagen auf 5,4 Mrd. EUR, bevor diese bis zum
Jahr 2028 auf 6,2 Mrd. EUR weiter zulegen sollen. Die angelaufenen
Sonderkonditionen sollen zunächst fortgeführt werden. Positive Effekte im
Zusammenhang mit der erfolgten Girokonto-Einführung sowie die Ausweitung des
Produktportfolios dürften aber zunehmend in den Vordergrund rücken.
Parallel dazu sollte die nun deutlich komfortablere Kapitalausstattung zum
Ausbau des Kreditportfolios genutzt werden. Die Realisierung verschobener
Projekte sowie die Erschließung neuer Geschäftsfelder (beispielsweise
Batteriespeicher und PPA-Finanzierung für Windkraftwerke) sollen gemäß
Planszenario der UmweltBank AG das Brutto-Kreditneugeschäft auf 450 Mio. EUR
steigern. Damit würde sich auch das ausstehende Kreditvolumen bis zum
Geschäftsjahresende 2026 auf 3,2 Mrd. EUR erhöhen. Bis Ende 2028 erwartet die
UmweltBank AG einen Anstieg auf 3,8 Mrd. EUR. Auf dieser Basis sowie auf
Grundlage einer weiterhin verbesserten Positionierung im Treasury-Bereich,
in dem ein Aufbau von kurz- bis mittelfristigen Anlagebeständen bei einem
Anstieg der Zinskurve geplant ist, soll der Anstieg des Zinsergebnisses
umgesetzt werden. Unsere Prognosen für die Folgejahre orientieren sich am
aktualisierten Planszenario der Gesellschaft hinsichtlich Kundeneinlagen und
Kreditvolumen. In der letzten Schätzperiode unterstellen wir jedoch eine
etwas flachere Wachstumskurve.
Der spürbare Anstieg des Zinsergebnisses würde laut unseren Schätzungen
ausreichen, um das erwartete niedrige Finanzergebnis zu kompensieren. Zum
Anstieg der Gesamteinnahmen dürfte auch das Provisions- und Handelsergebnis
beitragen. Hier plant die Gesellschaft, das Produktportfolio sukzessive
auszubauen. So ist für das laufende Geschäftsjahr die Einführung diverser
Aktien- und Anleihe-ETFs geplant.
Das von uns unterstellte Ertragswachstum dürfte von einem nur
unterproportionalen Kostenanstieg begleitet werden. Nachdem die UmweltBank
AG in den vergangenen Geschäftsjahren in Digitalisierung und Transformation
investiert hat, sollten im Rahmen des derzeit laufenden Effizienz- und
Kostenprogramms Einsparungen erzielt werden. Zumal die erfolgte Abarbeitung
der aufsichtsrechtlichen Defizite personelle Kapazitäten freisetzt.
Basierend auf dem Unternehmensszenario rechnen wir für das laufende
Geschäftsjahr 2026 zunächst mit einem Rückgang der operativen Aufwendungen
(Personalaufwand und anderer Verwaltungsaufwand) auf 67,14 Mio. EUR (VJ: 71,29
Mio. EUR), bevor diese im Zuge der erwarteten Geschäftsausweitung wieder
zulegen sollten. Für das Jahr 2028 kalkulieren wir mit einer CIR
(Cost-Income-Ratio) von 80,9 %. Bis 2028 soll diese gemäß dem Planszenario
der UmweltBank auf unter 60 % fallen. Aufgrund der flacheren Wachstumskurve
rechnen wir in dieser letzten Schätzperiode mit einer CIR von 67,4 %.
Unterm Strich rechnen wir sowohl beim Vorsteuerergebnis als auch beim
Jahresüberschuss mit einem deutlichen Anstieg. Da wir keine Auflösung von
Rücklagen prognostizieren und zudem nach dem erneuten Erreichen der
nachhaltigen Gewinnschwelle wieder Steueraufwendungen einbeziehen, ergibt
sich für das laufende Geschäftsjahr 2026 zunächst ein Rückgang des
prognostizierten Jahresüberschusses. Der Steueraufwand dürfte jedoch
weiterhin von der Auflösung von Verlustvorträgen profitieren, für die die
UmweltBank keine aktiven latenten Steuern gebildet hatte.
Zur Bewertung der UmweltBank AG haben wir ein Residual-Einkommens-Modell
herangezogen. Zur Bewertung der UmweltBank AG haben wir ein
Residual-Einkommens-Modell herangezogen. Die Summe der diskontierten
Residualerträge ergibt einen Wert von 380,14 Mio. EUR (bisher: 388,30 Mio. EUR).
Unter Berücksichtigung der ausstehenden 41,28 Mio. Aktien liegt der faire
Unternehmenswert je Aktie bei 9,00 EUR (bisher: 9,40 EUR). Die Reduktion des
fairen Wertes ist hauptsächlich auf die Anhebung des Diskontierungssatzes
auf 5,84 % (bisher: 5,34 %) zurückzuführen. Dieser resultiert aus einem
Anstieg des risikolosen Zinssatzes. Wir vergeben weiterhin das Rating
KAUFEN.
Die vollständige Analyse können Sie hier downloaden:
https://eqs-cockpit.com/c/fncls.ssp?u=bac4d87ad7f9c03888552b270f791cd7
Kontakt für Rückfragen:
GBC AG
Halderstraße 27
86150 Augsburg
0821 / 241133 0
research@gbc-ag.de
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Offenlegung möglicher Interessenskonflikte nach § 85 WpHG und Art. 20 MAR
Beim oben analysierten Unternehmen ist folgender möglicher
Interessenkonflikt gegeben: (1,4,5a,6a,7,11); Einen Katalog möglicher
Interessenkonflikte finden Sie unter:
https://www.gbc-ag.de/de/Offenlegung
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Datum (Zeitpunkt) Fertigstellung: 02.03.2026 (13:52 Uhr)
Datum (Zeitpunkt) erste Weitergabe: 03.03.2026 (10:00Uhr)
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Originalinhalt anzeigen:
https://eqs-news.com/?origin_id=46165414-16d7-11f1-8534-027f3c38b923&lang=de
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2284286 03.03.2026 CET/CEST
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