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23.01.2026 04:29

Nach Hängepartie: Neue US-Firma für Tiktok steht

Video-App

Washington (dpa) - Das wegen Sorgen um den Einfluss Chinas monatelang vom Aus bedrohte US-Geschäft von Tiktok ist offiziell in eine neue Firma eingebracht worden. Als Eigentümer der populären Video-App behält der in China ansässige Konzern Bytedance einen Anteil von knapp 20 Prozent am neuen Gemeinschaftsunternehmen Tiktok USDS. Auf den Betrieb von Tiktok außerhalb der USA - etwa auch in Deutschland - hat das Geschehen keine Auswirkungen.

Die Zukunft von Tiktok in den USA scheint mit dem Umbau gesichert. Ein vor rund einem Jahr in Kraft getretenes Gesetz schrieb vor, dass sich Bytedance zumindest von der Kontrolle über das US-Geschäft trennen musste, damit die Plattform weiterhin in den USA aktiv sein darf. Präsident Donald Trump war in seiner zweiten Amtszeit so sehr entschlossen, Tiktok im Land online zu halten, dass er in Umgehung des Gesetzes die Fristen für die Transaktion immer weiter verlängerte.

Vom Kritiker zum Fan

In seiner ersten Amtszeit wollte Trump noch selbst mit einer Verbotsdrohung einen Verkauf von Tiktok erzwingen, scheiterte aber an US-Gerichten. Im Präsidentschaftswahlkampf 2024 fand er dann, dass die Plattform ihm beim Zugang zu jungen Wählern geholfen habe - und setzte sich für ihren Erhalt ein.

«Ich bin so froh, dass ich zur Rettung von Tiktok beitragen konnte!», schrieb Trump am späten Donnerstagabend (Ortszeit) auf seiner Plattform Truth Social. Er hoffe, dass er noch lange in Erinnerung derjenigen bleiben werde, die Tiktok nutzten und liebten. Trump dankte zudem Chinas Staats- und Parteichef Xi Jinping dafür, dass er mit den USA zusammengearbeitet und dem Deal letztlich zugestimmt habe. Er schätze das sehr, betonte Trump. 

US-Kritiker des von ihm durchgesetzten Deals warnen, die neue Struktur greife zu kurz, um Risiken für die nationale Sicherheit auszuräumen. 

Die «Financial Times» berichtete zudem, dass Bytedance auch weiterhin die Kontrolle über das Onlinehandels- und Werbegeschäft von Tiktok in den USA behalten werde. Der Deal rette Tiktok den US-Markt und belasse zugleich den Großteil der wirtschaftlichen Vorteile bei Bytedance, sagte ein früherer Investor des bisherigen Eigentümers der Zeitung.

Neue Eigentümer für US-Geschäft

Bei den Investoren der Firma für das US-Geschäft gibt es keine Überraschungen. Wie bereits bekannt, halten der Software-Konzern Oracle sowie die Finanzfirmen Silver Lake aus den USA und MGX aus Abu-Dhabi jeweils 15 Prozent. Unter den weiteren Investoren sind der Computer-Unternehmer Michael Dell sowie der französische Unternehmer Xavier Niel.

Chef des neuen Gemeinschaftsunternehmens wird Adam Presser, der bereits zuvor bei Tiktok aktiv war. Tiktok-Chef Shou Chew hält einen der sieben Sitze im Verwaltungsrat. Anders als von Trump einst angedeutet ist Medienmogul Rupert Murdoch nicht dabei.

Trump bewahrte Tiktok vor Aus in den USA

Da Bytedance seine Zentrale in Peking hat, hing die Zukunft der App in den USA seit Monaten in der Schwebe. Unter anderem wurde befürchtet, dass chinesische Behörden sich Zugang zu Daten von Amerikanern verschaffen oder die öffentliche Meinung in den USA manipulieren könnten. Tiktok und Bytedance bestritten das. Dennoch wurde unter Trumps Vorgänger Joe Biden das Gesetz verabschiedet, das einen Eigentümerwechsel erzwingen sollte. Dafür stimmten sowohl Bidens Demokraten als auch Trumps Republikaner.

Trump setzte gleich zu seinem Amtsantritt im Januar die Umsetzung des Gesetzes aus und verlängerte die Gnadenfrist seitdem immer weiter. Er betrachtete die App auch als Verhandlungsmasse im Feilschen im großen Handelskonflikt mit Peking.

Warnung vor Medien-Kontrolle durch Trump-Lager

Die Daten der US-Nutzer von Tiktok sollen wie geplant in Rechenzentren von Oracle gelagert werden. Die Demokraten warnten in den vergangenen Monaten angesichts des geplanten Deals um Tiktok, Trump wolle noch mehr Kontrolle darüber, was man zu sehen bekomme, «seinen Milliardärs-Kumpeln» überlassen.

Denn Oracle wird von Larry Ellison kontrolliert, einem milliardenschweren Unterstützer von Trump. Seine Familie kaufte vor einigen Monaten den Hollywood-Konzern Paramount. Danach gab es beim dazugehörenden Sender CBS zügig einen Umbau der Nachrichtenredaktion und zum Teil eine freundlichere Berichterstattung über das Trump-Lager. 

Paramount versucht auch, den Konkurrenten Warner Bros. Discovery zu übernehmen, zu dem unter anderem der Trump-kritische Nachrichtensender CNN gehört. Warner Bros. Discovery selbst bevorzugt bisher aber das rivalisierende Angebot des Streaming-Riesen Netflix für sein Studio- und Streaming-Geschäft.

Neu trainierter Algorithmus

Große Debatten gab es in den vergangenen Jahren um den Algorithmus von Tiktok - die Software, die entscheidet, welche Videos den Nutzern als Nächstes angezeigt werden. In den USA wurde befürchtet, dass China die Software manipulieren könnte.

Nach bisherigen Angaben der US-Regierung bekam das neue Gemeinschaftsunternehmen eine Kopie der Algorithmus-Software von Tiktok. Diese werde nun durchleuchtet und mit Daten von US-Nutzern neu angelernt, hieß es. Einige Kritiker von Trumps Tiktok-Deal warnten, dass dies nicht genug Sicherheit gebe. Das US-Gesetz schreibt vor, dass weder die chinesische Regierung noch Bytedance Kontrolle über den Algorithmus haben dürfen.

Die Lagerung der Daten unter Kontrolle von Oracle in den USA sowie die Überwachung der Software durch den US-Konzern gehörte schon vor Jahren zu einem Plan, mit dem Bytedance die Bedenken in Amerika ausräumen wollte.



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