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05.01.2026 10:36

APA ots news: FMA: Auch Finanzbetrüger sind innovativ. Deepfakes, WhatsApp-...

APA ots news: FMA: Auch Finanzbetrüger sind innovativ. Deepfakes, WhatsApp-Gruppen und KI-Bots waren die Trends des Jahres 2025

Bei der Finanzmarktaufsicht gemeldete Betrugsfälle mit 19,6  
Mio. auf Rekordniveau. Social-Media-Plattformen sind 
wachsendes Medium für Anlagebetrug 

Wien (APA-ots) - Der Finanzbetrug geht schon immer mit der Zeit und  
gehört 
traditionell zu den frühen Nutzern technischer Innovationen. Deepfake 
-Videos mit Prominenten, WhatsApp-Gruppen mit betrügerischen 
"Anlagetipps" und mit Künstlicher Intelligenz betriebene Chatbots 
sind die neuen Trends beim Anlagebetrug. Das zeigen die Statistiken 
der österreichischen Finanzmarktaufsicht (FMA) zu den 
Verbrauchereingaben und Investorenwarnungen im abgelaufenen Jahr. 

2025 wurden 843 Betrugsfälle mit einer Rekordsumme von 19,6 
Millionen bei der FMA gemeldet. Anlagebetrüger werden nicht nur 
innovativer, sondern auch besser, sie ergaunern immer höhere Beträge. 
Der höchste Verlust betrug rund 830.000. (Vorjahr: 853 Eingaben mit 
insgesamt 15,5 Millionen Schadenssumme). Die FMA gab 97 
Warnmeldungen vor unerlaubt tätigen Anbietern aus, die zumeist 
Handelsplattformen betrafen. 

Trend WhatsApp-Gruppen 

Die Novität des Jahres 2025 waren Betrugsfälle mit WhatsApp- 
Gruppen. Anleger:innen werden in solche geschlossenen Chatgruppen zum 
Beispiel über Werbung auf Onlineplattformen oder Deepfake-Videos mit 
gefälschten Aussagen Prominenter gelockt oder mit unerbetenen 
Einladungen direkt kontaktiert. In den Gruppen werden vermeintliche 
"Trading-Tipps" und "exklusive Investmentchancen" diskutiert, um 
Vertrauen zu schaffen. In diesen Gruppen täuschen nach Analysen der 
FMA häufig KI-betriebene Chatbots eine aktive "Community" vor. In 
parallelen privaten Chats werden die Opfer dann gezielt zu 
Investitionen auf betrügerischen Plattformen oder Apps gedrängt. Die 
Gelder fließen dann meist auf ausländische Konten oder Wallets. 

Herausforderungen für die Aufsicht 

Die Täter:innen agieren anonym und flexibel: Gruppennamen 
wechseln häufig, Unternehmensnamen oder URLs fehlen. Dadurch wird die 
Zurechnung einer Tätigkeit zu einem konkreten Anbieter erschwert. 
Während früher öffentliche Webseiten Hinweise lieferten, verlagert 
sich der unerlaubte Geschäftsbetrieb zunehmend in private Social- 
Media-Kanäle. Dies macht Ermittlungen komplexer und kann 
Veröffentlichung von Warnmeldungen verzögern oder verhindern. Die 
Meldung von mutmaßlich betrügerischen Werbungen und gefälschten 
Profilen ist auf Social-Media-Plattformen zwar möglich, aber wegen 
umständlicher und wenig transparenter Verfahren unzuverlässig und 
langwierig. Dieses Themas wird sich die FMA im neuen Jahr annehmen. 

Prävention und Warnungen 

- Gruppeneinladungen prüfen: Achten Sie auf Tippfehler oder leicht 
veränderte Schreibweisen, aber auch perfekt wirkende Einladungen sind 
keine Garantie - am besten gar nicht annehmen. 

- Warnsignale erkennen: Hohe Gewinne bei geringem Risiko, Zeitdruck 
und Aufforderungen zu Überweisungen auf ausländische Konten sind 
klare Betrugsindikatoren. 

- Verdächtige Profile melden: Nutzen Sie die Meldefunktion der 
Plattformen (Scam/Betrugsversuch). 

- Watchlist Internet informieren: Verdächtige Profile und 
Kontaktaufnahmen zusätzlich dort melden. Die Plattform warnt 
öffentlich vor aktuellen Betrugsmaschen. 

- FMA-Verbraucherinformation einschalten: Verdachtsfälle melden, 
damit Investorenwarnungen veröffentlicht und Hintergründe ermittelt 
werden können. 

FMA klärt auf 

Aufklärung über das Thema Anlagebetrug ist ein Schwerpunkt für 
die Kommunikation der FMA mit Verbraucher:innen. Hierzu dient vor 
allem das Informationsformat " Reden wir über Geld ", welches auch 
die Basis für didaktische Materialien für den Schulunterricht 
liefert, die vom Zentrum für Finanzbildung an der 
Wirtschaftsuniversität Wien erarbeitet werden. Um sich veränderten 
Mediengewohnheiten anzupassen, hat die FMA das Format im Jahr 2025 
auch auf Social Media ausgerollt und den Instagram-Kanal @ 
redenwiruebergeld , eine Podcast-Reihe unter demselben Titel 
gestartet. Mit Kurzvideos unter dem Titel " 1 Minute - 1 Begriff " 
werden zudem für Verbraucher:innen relevante Konzepte aus der 
Finanzwelt von Expert:innen der FMA erklärt. Diese Angebote werden 
2026 weiter fortgesetzt. 

Rückfragehinweis: 
   Finanzmarktaufsicht (FMA) 
   Boris Gröndahl 
   Telefon: +43 676 8824 9995 
   E-Mail: boris.groendahl@fma.gv.at 

Digitale Pressemappe: http://www.ots.at/pressemappe/694/aom 

*** OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER 
INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT *** 

OTS0032    2026-01-05/10:30


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