Märkte & Kurse

Übersicht
Suchanfrage
Produktinformation
 

Auf dieser Seite finden Sie alle Nachrichten zeitlich geordnet und zu unterschiedlichen Themen der letzten drei Tage aufgelistet. Wählen Sie aus der untenstehenden Tabelle die für Sie interessante Nachricht aus. Zusätzlich können Sie auch unsere Nachrichtensuche nutzen, um damit noch detaillierter nach bestimmten und weiter zurückliegenden Nachrichten zu suchen.

 

Ausgewählte Nachricht
17.02.2025 12:04

ROUNDUP/Tarifverhandlungen: Kommunen warnen vor Überlastung

POTSDAM (dpa-AFX) - Zum Start der nächsten Tarifverhandlungsrunde im öffentlichen Dienst warnen die Kommunen vor einer Überlastung. "Mehr frei" für die Beschäftigten könne nicht die Lösung sein, mahnte die Gelsenkirchener Oberbürgermeisterin Karin Welge (SPD) im "Morgenmagazin" von WDR 2. Städtetags-Präsident Markus Lewe sagte, den Kommunen könnten die Ausgaben "um die Ohren fliegen", wenn der Tarifforderung der Gewerkschaften nachgegeben werde.

In Potsdam verhandeln bis Dienstag die Gewerkschaft Verdi, der Beamtenbund dbb und die Arbeitgeber über Löhne und Arbeitszeit von mehr als 2,5 Millionen Beschäftigten der Kommunen und des Bundes. Das sind unter anderem Erzieherinnen und Erzieher, Krankenpfleger, Busfahrerinnen und Feuerwehrleute sowie zahlreiche weitere Berufsgruppen.

Forderung: Mehr Lohn und mehr freie Tage

Die Gewerkschaften verlangen zum einen ein Lohnplus von acht Prozent, mindestens aber von 350 Euro monatlich. Zugleich wollen sie drei zusätzliche freie Tage raushandeln, für Gewerkschaftsmitglieder sogar vier. Die Beschäftigten sollen flexible Arbeitszeitkonten bekommen und selbst entscheiden, ob sie Überstunden auszahlen lassen oder ansammeln wollen.

Die Arbeitgeber haben in der ersten Verhandlungsrunde noch kein Angebot vorgelegt. Daraufhin gab es in vielen Kommunen bereits Warnstreiks in den Kitas, im Nahverkehr und bei der Müllabfuhr.

Die Verhandlungen in Potsdam sind überschattet vom Anschlag in München, wo am Donnerstag ein 24-jähriger Afghane mit seinem Auto in eine Verdi-Demonstration fuhr. Zwei Menschen starben, viele wurden verletzt. Die Gewerkschaften wollen daher nicht sofort zur Tagesordnung übergehen, sondern zunächst der Opfer gedenken. "Gleichzeitig haben wir gegenüber den Kolleginnen und Kollegen - auch den vom Anschlag Betroffenen - die Verpflichtung, in ihrem Sinne weiterzuarbeiten", sagte der Verdi-Vorsitzende Frank Werneke. "Diese Verantwortung nehmen wir mit der Fortsetzung der Verhandlungen mit großem Ernst wahr."

Arbeitgeber sehen keinen Spielraum

Welge führt als Präsidentin der Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände (VKA) die Verhandlungen auf Arbeitgeberseite zusammen mit Bundesinnenministerin Nancy Faeser (SPD). Sie warnte, die Vorstellungen der Gewerkschaften gingen nicht auf. Seit 2022 gebe es Entlastungstage für Vollzeitbeschäftigte im kommunalen Sozial- und Erziehungsdienst. "Das hat dazu geführt, dass teilweise Kinder-Tageseinrichtungen mehr geschlossen worden sind und alle waren unzufrieden: sowohl die Mitarbeitenden, die genau dafür gestreikt haben, als auch die Eltern", bilanzierte sie. "Und deswegen, glaube ich, kann das nicht die Lösung sein: Attraktivitätssteigerung durch mehr frei."

Die Forderungen der Arbeitnehmer beliefen sich insgesamt auf weit über zehn Prozent für ein Jahr, kritisierte Welge. Angesichts der Tatsache, dass die Wirtschaft in der Rezession sei, müssten eigentlich alle darum ringen, das Leistungsspektrum zu erhalten.

Einer Umfrage des Städtetags unter 100 Großstädten zufolge können 37 Prozent der Städte keinen ausgeglichenen Haushalt mehr vorlegen. Weitere 47 Prozent schafften einen ausgeglichenen Haushalt nur, indem sie auf finanzielle Rücklagen zurückgreifen. Die Kommunen seien mit 160 Milliarden Euro verschuldet, erklärte Welge. Teilweise könnten Linien im öffentlichen Nahverkehr nicht mehr bedient werden, weil die Unternehmen chronisch unterfinanziert seien. Das zeige ganz deutlich, dass aufseiten der kommunalen Arbeitgeber "von Luft nach oben oder einer großen Varianz gar nicht die Rede sein kann".

Warnstreiks noch diese Woche möglich

Sollten die Arbeitgeber bis zum Ende der Verhandlungsrunde am Dienstagabend erneut kein Angebot vorlegen, sind weitere Warnstreiks wahrscheinlich. "Wenn da nichts kommt, wird es sicher zu einer deutlichen Ausweitung vor der Bundestagswahl kommen", hatte die stellvertretende Verdi-Vorsitzende Christine Behle bereits vorab gedroht. Eine Einigung im Tarifstreit ist voraussichtlich frühestens Mitte März zu erwarten./tam/DP/jha



Weitere Nachrichten
 
Weitere Nachrichten der letzten drei Tage 
Seiten:   7 8 9 10 11    Berechnete Anzahl Nachrichten: 1.107     
Datum Zeit Nachrichtenüberschrift
09.01.2026 11:55 OTS: LBS NordWest / Baufinanzierungsgeschäft der LBS NordWe...
09.01.2026 11:55 Aktien Frankfurt: Dax vor US-Jobdaten wenig bewegt
09.01.2026 11:51 ROUNDUP/Aktien Frankfurt Eröffnung: Dax vor US-Jobdaten wen...
09.01.2026 11:49 AKTIEN IM FOKUS: Autowerte legen zu - Jefferies optimistisch...
09.01.2026 11:47 KORREKTUR/GESAMT-ROUNDUP: Deutsche Produktion steigt unerwar...
09.01.2026 11:43 Goldman hebt Ziel für Flatexdegiro auf 43 Euro - 'Buy'
09.01.2026 11:41 EQS-Adhoc: Covestro AG: XRG P.J.S.C. leitet Verfahren zur Ü...
09.01.2026 11:41 Deutsche Bank senkt Ziel für Ferrari auf 450 Euro - 'Buy'
09.01.2026 11:40 RBC belässt Rio Tinto auf 'Sector Perform' - Ziel 5900 Pence
09.01.2026 11:39 Türkische Airlines streichen Flüge in den Iran
09.01.2026 11:37 ROUNDUP/Trump: Zweiter Angriff auf Venezuela vorerst gestopp...
09.01.2026 11:34 Deutsche Produktion steigt unerwartet - aber Export leidet
09.01.2026 11:28 ROUNDUP: Irans Führer verurteilt Proteste - Bericht über T...
09.01.2026 11:27 ROUNDUP: Rohstoffriesen Glencore und Rio Tinto sprechen wied...
09.01.2026 11:21 ROUNDUP 2/Moskau: Russland schoss mit Mittelstreckenrakete O...
09.01.2026 11:15 UBS hebt L'Oreal auf 'Buy' - Ziel hoch auf 430 Euro
09.01.2026 11:14 Eurozone: Umsätze im Einzelhandel steigen leicht
09.01.2026 11:14 Berenberg belässt Rio Tinto auf 'Hold' - Ziel 5300 Pence
09.01.2026 11:13 Barclays belässt RWE auf 'Overweight' - Ziel 52 Euro
09.01.2026 11:12 Barclays belässt Enel auf 'Overweight' - Ziel 9,30 Euro
Suche
Durchsuchen Sie unser Nachrichtenangebot unter Angabe eines von Ihnen gesuchten Begriffs.




 
Weitere Nachrichten
Lesen Sie auch weitere interessante Nachrichten u.a. zu den Themen Aktien im Fokus, Hintergrundberichte, Börsentag auf einem Blick, Wochenausblick oder adhoc-Mitteilungen.
 
Börsenkalender
09.01.2026

PREMIUM INCM
Geschäftsbericht

TRIDENT RESOURCES PLC
Geschäftsbericht

SALA
Geschäftsbericht

ONDECK CO. LTD.
Geschäftsbericht

Übersicht
 

FactSet
Implemented and powered by FactSet. Bereitstellung der Kurs- und Marktinformationen erfolgt durch FactSet.
Bitte beachten Sie die Risikohinweise und Quellenangaben der TARGOBANK, die für diese Seite gelten.
 

 

Produkte und Services