Märkte & Kurse

DEUTSCHE POST AG
Suchanfrage Börsenlexikon
ISIN: DE0005552004 WKN: 555200 Typ: Aktie DIVe: 4,01% KGVe: 14,98
 
48,410 EUR
-0,36
-0,74%
Echtzeitkurs: heute, 14:16:58
Aktuell gehandelt: 7.977 Stk.
Intraday-Spanne
48,400
48,890
Handelsplatz wählen:
Perf. 1 Jahr +35,89%
Perf. 5 Jahre +0,92%
52-Wochen-Spanne
35,240
51,700
TARGOBANK Depot:
 
kaufen   verkaufen
Sparplan eröffnen:   Auszahlplan eröffnen:
Investment Tools:
Analysieren Sie Ihr Wertpapier im Detail mit unseren Tools.
RisikohinweiseProduktinformation
  Übersicht     Kennzahlen     Portrait     Analyse     Chart     Nachrichten     Hebelprodukte     Zertifikate     Fonds  
Ausgewählte Nachricht zu dieser Aktie
08.04.2026-

ROUNDUP: Post-Beschwerden mit Höchstwert - Anstieg um ein Viertel

BONN (dpa-AFX) - In Deutschland haben sich noch nie so viele Verbraucherinnen und Verbraucher über die Deutsche Post und ihre Wettbewerber beschwert wie im vergangenen Jahr. Wie die Bundesnetzagentur mitteilte, gingen bei ihr 55.395 Beschwerden zu Postdienstleistungen ein und damit ein Viertel mehr als 2024. Damals waren es 44.406 gewesen.

Es geht um Briefe und Pakete, die beschädigt ankommen oder beim falschen Adressaten landen. Außerdem beschweren sich die Verbraucher, dass sie zu lange auf ihre Sendungen warten mussten. In einem kleinen Teil der Wortmeldungen geht es um Filial-Öffnungszeiten und um Briefkästen. Laut Bundesnetzagentur entfallen rund 90 Prozent der Beschwerden auf den Logistikkonzern DHL, der im Inland als Deutsche Post auftritt und Marktführer ist. Zu den Wettbewerbern gehört DPD.

Milliarden an Sendungen Jahr für Jahr

In Deutschland wurden im vergangenen Jahr 9,4 Milliarden Briefe und 4,5 Milliarden Pakete verschickt, der Anteil der Beschwerden ist gemessen an dieser Gesamtmenge klein. "Die Postversorgung in Deutschland funktioniert sehr gut", teilt die Deutsche Post als Reaktion auf den Anstieg der Beschwerden mit. Auf eine Million transportierter Sendungen kämen etwa vier Beschwerden. "Das zeigt sehr deutlich, dass es kein strukturelles Qualitätsproblem gibt." Man wisse aber, dass nicht immer alles zu 100 Prozent gelingen könne und nehme jede Beschwerde ernst.

Ein Teil der Beschwerden, die sich in den Einreichungen der Bürger auf die Post beziehen, betreffen nach Einschätzung des gelben Riesen ganz andere Firmen. So berichtet ein Firmensprecher von 800.000 sogenannten Fundbriefen. Das sind Briefe, die beim falschen Adressaten eingeworfen und von diesem dann zur Weiterbeförderung an sein richtiges Ziel in einen Post-Briefkasten geworfen wurden.

Diese 800.000 Fundbriefe seien von Zustellern eines Wettbewerbers falsch abgegeben worden und die Empfänger hätten irrtümlich angenommen, dass die Post den Fehler gemacht habe, so der Post-Sprecher. "Mutmaßlich wird es dazu etliche Beschwerden gegeben haben."

Eine Zahl von selbst verursachten Fundbriefen - wie viele Briefe also Postler versehentlich in den falschen Briefkasten geworfen haben und diese Briefe dann über Post-Briefkästen zurück ins Zustellsystem kamen - nennt der Unternehmenssprecher nicht. Das könne natürlich auch passieren, diese Zahl erhebe man aber nicht.

Nachfrage wandelt sich: weniger Briefe und mehr Pakete

Das Beschwerdeniveau ist deutlich höher als noch vor einigen Jahren. 2021 waren bei der Bundesnetzagentur rund 15.000 Beschwerden eingegangen, 2022 schnellte der Wert auf rund 43.000 nach oben. Die Post sprach damals von "lokalen Problemen" und begründete dies mit einem hohen Covid-Krankenstand und einem angespannten Arbeitsmarkt. Es wurde aber auch Kritik laut, dass die Personaldecke zu dünn sei. Die Post betonte damals, geeignete Maßnahmen ergriffen zu haben, dennoch sanken die Beschwerdezahlen in den Jahren danach nicht wesentlich.

Die Post ist im Wandel: Die Paketmengen steigen, weil die Menschen immer mehr Waren online bestellen, und die Briefmengen sinken, da die Menschen und Firmen immer stärker auf digitale Kommunikation setzen. Das führt dazu, dass DHL sein Zustellnetz ändern muss. Man befinde sich im größten Umbau seiner Geschichte, heißt es von der Post. Man müsse die gesamte Infrastruktur modernisieren und auf eine digital agierende Gesellschaft ausrichten. In den vergangenen Jahren seien bereits mehrere Milliarden Euro in moderne, leisere und sauberere Infrastruktur und moderne Betriebsmittel investiert worden.

Vermutlich regen sich viele auf und beschweren sich nicht

In der Politik wird die Entwicklung der Beschwerdezahlen mit Sorgen aufgenommen. "Die Tendenz muss man ernst nehmen", sagt der wirtschaftspolitische Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion, Sebastian Roloff. "Es ist ein Indiz, dass der Post die Sendungsqualität nicht mehr so wichtig ist wie früher und dass sich die Post wieder mehr um den Universaldienst kümmern muss, also die Versorgung mit Briefen und Paketen." Roloff plädiert dafür, dass die Bundesnetzagentur als Aufsichtsbehörde einschreitet und häufiger Überprüfungen auf lokale Defizite durchführt als früher. Die Post habe gesetzliche Pflichten, denen sie nachkommen müsse.

Roloff schränkt zwar ein, dass die Anzahl der Beschwerden im Verhältnis zu den Milliarden an Sendungen, die jedes Jahr in Deutschland zugestellt werden, gering sei. "Aber nur ein kleiner Teil derjenigen, die vergeblich oder sehr lange auf einen Brief warten, dürfte sich auch die Mühe machen, bei der Bundesnetzagentur eine Beschwerde einzureichen - viele andere ärgern sich wohl und schlucken ihren Ärger dann einfach runter, ohne sich zu beschweren."

Anfang 2025 trat eine Gesetzesnovelle in Kraft, seither hat die Post bei der Beförderung von Briefen mehr Zeit. Musste sie vorher 80 Prozent der heute eingeworfenen Sendungen schon am nächsten Werktag zugestellt haben, so muss sie inzwischen 95 Prozent der Sendungen am dritten Werktag nach Einlieferung zugestellt haben. Es kann also sein, dass sich Verbraucher über eine längere Wartezeit als früher ärgern, obwohl die Zustellung nur an dieser gesetzlichen Lockerung liegt. Am vierten Werktag nach Einlieferung müssen 99 Prozent zugestellt sein.

Hohes Beschwerdeniveau auch in diesem Jahr

Und wie geht es weiter? Zusätzlich zu der Jahreszahl 2025 veröffentlichte die Bundesnetzagentur auf ihrer Webseite auch erste Zahlen für 2026, im ersten Quartal gingen bereits 20.316 kritische Wortmeldungen zu Postdienstleistungen ein. Ginge es so weiter, würde der Vorjahreswert in diesem Jahr deutlich übertroffen. Allerdings sanken die monatlichen Beschwerdezahlen zuletzt - waren es im Januar noch 8.742 gewesen, so waren es im März nur noch 4.768.

Hinzu kommt, dass die Beschwerdezahlen von 2026 nicht eins zu eins vergleichbar sind mit den Zahlen von 2025, da sich die Methodik geändert hat: Im vergangenen Jahr mussten die Verbraucher bei ihren Beschwerden auf der Webseite der Netzagentur noch schriftlich ausformulieren. Inzwischen ist ein Beschwerdetool namens Mängelmelder gestartet worden, bei dem die Antwortmöglichkeiten vorgegeben werden - man muss sie nur noch anklicken und nicht selbst in Worte fassen.

Die Post befürchtet, dass die Einreichung von Beschwerden durch das neue Multiple-Choice-Anklicken so leichtgemacht wird, dass der Anteil von nicht relevanten Wortmeldungen steigt und die Statistik dadurch gewissermaßen aufgebläht wird./wdw/DP/stw

Name Kurs Währung Datum Zeit HP*
DEUTSCHE POST AG 48,440 EUR 15.04.26 14:01 Societe ...
FEDEX CORP 313,250 EUR 15.04.26 14:01 Societe ...
UNITED PARCEL SERVICE INC. 87,430 EUR 15.04.26 14:01 Societe ...
 
Weitere Nachrichten zu dieser Aktie
Seiten:  1 2 3 4 5    Anzahl: 220 Treffer     
Datum Zeit Nachrichtenüberschrift
08.04.2026 17:15 EQS-DD: Deutsche Post AG (deutsch)
08.04.2026 17:14 EQS-DD: Deutsche Post AG (deutsch)
08.04.2026 15:19 dpa-AFX-Überblick: UNTERNEHMEN vom 08.04.2026 - 1...
08.04.2026 14:46 EQS-DD: Deutsche Post AG (deutsch)
08.04.2026 14:43 EQS-DD: Deutsche Post AG (deutsch)
08.04.2026 09:02 ROUNDUP: Post-Beschwerden mit Höchstwert - Anstie...
08.04.2026 08:39 Post-Beschwerden mit Höchstwert - Anstieg um ein ...
02.04.2026 13:40 EQS-DD: Deutsche Post AG (deutsch)
01.04.2026 16:25 EQS-News: Bekanntgabe gemäß Art. 5 Abs. 1 der Ve...
01.04.2026 15:27 EQS-DD: Deutsche Post AG (deutsch)
01.04.2026 15:25 EQS-DD: Deutsche Post AG (deutsch)
31.03.2026 10:08 DHL erwartet so viele Pakete wie noch nie in der O...
25.03.2026 17:21 Dax-Konzerne kaufen so viele eigene Aktien zurück...
24.03.2026 13:42 Marode Brücken: Höhere Geldbußen für Lastwagen?
20.03.2026 15:46 ROUNDUP 2/Sparprogramm und Netzumbau: Fedex erhöh...
20.03.2026 15:20 dpa-AFX-Überblick: UNTERNEHMEN vom 20.03.2026 - 1...
20.03.2026 10:13 ROUNDUP/Sparprogramm und Netzumbau: Fedex erhöht ...
19.03.2026 22:00 Sparproramm und Netzumbau: Fedex erhöht Gewinnpro...
11.03.2026 15:30 DHL besetzt frei werdende Stellen in Leipzig/Halle...
09.03.2026 17:39 EQS-Stimmrechte: Deutsche Post AG (deutsch)

Börsenkalender 1M

30.04.26
Geschäftsbericht

05.05.26
Analysten-, Investoren- & Aktionärskonferenzen

Übersicht

 
Tagesroutine
Die Tagesroutine umfasst alle täglich wiederkehrenden Nachrichten, die vor, während und nach dem Börsentag veröffentlicht werden.
 

 
* Information zu Abkürzungen: HP = Handelsplatz
FactSet
Implemented and powered by FactSet. Bereitstellung der Kurs- und Marktinformationen erfolgt durch FactSet.
Bitte beachten Sie die Risikohinweise und Quellenangaben der TARGOBANK, die für diese Seite gelten.
 

 

Produkte und Services