Märkte & Kurse

VONOVIA SE
Suchanfrage Börsenlexikon
ISIN: DE000A1ML7J1 WKN: A1ML7J Typ: Aktie DIVe: 5,73% KGVe: 8,39
 
21,090 EUR
0,00
0,00%
Echtzeitkurs: 22.05.26, 22:59:59
Aktuell gehandelt: 309.094 Stk.
Intraday-Spanne
21,020
21,500
Handelsplatz wählen:
Perf. 1 Jahr -26,87%
Perf. 5 Jahre -56,70%
52-Wochen-Spanne
20,080
30,660
TARGOBANK Depot:
 
kaufen   verkaufen
Sparplan eröffnen:   Auszahlplan eröffnen:
Investment Tools:
Analysieren Sie Ihr Wertpapier im Detail mit unseren Tools.
RisikohinweiseProduktinformation
  Übersicht     Kennzahlen     Portrait     Analyse     Chart     Nachrichten     Hebelprodukte     Zertifikate     Fonds  
Ausgewählte Nachricht zu dieser Aktie
22.05.2026-

ROUNDUP 2: Zahl der gebauten Wohnungen fällt auf Tiefstand seit 2012

(neu: Mehr Details und Statement.)

WIESBADEN (dpa-AFX) - Kräftiger Rückschlag im Kampf gegen Wohnungsmangel und steigende Mieten: 2025 wurden in Deutschland so wenige Wohnungen fertiggestellt wie seit mehr als zehn Jahren nicht. 206.600 gebaute Einheiten bedeuteten einen Rückgang um 18 Prozent oder 45.400 Wohnungen zum Vorjahr, wie das Statistische Bundesamt berichtete. Das ist der niedrigste Wert seit 2012. Zudem sank die Zahl fertiggestellter Wohnungen im zweiten Jahr in Folge deutlich, nachdem sie von 2021 bis 2023 je bei rund 294.000 gelegen hatte.

Bundesbauministerin Verena Hubertz (SPD) sprach von schlechten Zahlen, sie seien das "Resultat der vergangenen Krisenjahre". "Rund 206.000 gebaute Wohnungen im letzten Jahr sind zu wenig. Das ist die ehrliche Botschaft an alle, die heute eine Wohnung suchen", sagte sie der "Rheinischen Post" (Samstag). Jedoch zeigten die Baugenehmigungen für 2025 und das erste Quartal nach oben. Der neue Bau-Turbo werde bereits in vielen Kommunen angewendet und Rekordmittel flössen in den sozialen Wohnungsbau.

Bau- und Wohnungswirtschaft sieht Alarmsignal

Besonders stark sank 2025 die Zahl der gebauten Einfamilienhäuser: um knapp ein Viertel auf 41.800. Die Zahl neuer Wohnungen in Zweifamilienhäusern fiel zudem um gut ein Fünftel.

Ein Bündnis von Verbänden aus Bau- und Wohnungswirtschaft sprach von einem Alarmsignal und kritisierte die Politik: "Die Fertigstellungszahlen sind kein Schicksal, sondern das Ergebnis jahrelanger, unzureichender Rahmenbedingungen. Auf verschlechterte Finanzierungsbedingungen wurde mit komplexen, kleinteiligen Förderprogrammen, weiter verschärften Anforderungen und damit Kostensteigerungen reagiert."

Das Bündnis, darunter der Zentrale Immobilien Ausschuss und der Bauindustrieverband HDB, forderte eine Reihe von Maßnahmen, darunter verbesserte Abschreibungsmöglichkeiten, einen Stopp der Verschärfung bei der Mietenregulierung sowie vereinfachte Bauvorschriften. Zudem sollten Erstkäufer einer Immobilie von der Grunderwerbsteuer ausgenommen werden.

Schon jetzt wohne weniger als die Hälfte der Bevölkerung in Wohneigentum, damit sei Deutschland Schlusslicht in der EU. "Der Mangel an Wohnraum ist das größte soziale Problem in Deutschland", sagte HDB-Präsident Olaf Demuth. Kanzler Friedrich Merz müsse das Thema zur Chefsache machen.

Mehr als zwei Jahre von der Genehmigung bis zum Bau

Zwar gab es zuletzt Hoffnung auf ein Ende der Krise im Wohnungsbau. So stiegen die Baugenehmigungen 2025 um fast 11 Prozent auf 238.100 Einheiten - das erste Plus seit 2021. Doch strukturelle Probleme bleiben: Der Bauüberhang aus bereits genehmigten, aber noch nicht fertiggestellten Wohnungen stagnierte bei 760.700 Einheiten. Davon waren 307.200 Wohnungen schon im Bau.

Viele Bauprojekte mussten aufgegeben werden, weil die Genehmigungen erloschen. Dies war für 35.700 Wohnungen der Fall - der höchste Wert seit 2002. Zudem stieg die Zeit von der Genehmigung bis zur Fertigstellung im Neubau auf 27 Monate. 2020 waren es erst 20 Monate.

Iran-Krieg dämpft Aussichten

Experten fürchten, dass der Wohnungsbau so schnell nicht aus der Krise kommt, auch wenn die Baugenehmigungen im ersten Quartal weiter um 15 Prozent anzogen. Denn mit dem Iran-Krieg haben sich Baumaterialien sowie Transportkosten für Baufirmen verteuert, was diese auf die Preise umlegen - etwa für Stahl, Beton, Dämmstoffen und Folien. Schon im ersten Quartal seien die Baukosten um sechs Prozent gestiegen, sagte HDB-Präsident Demuth. Mit Inflationsängsten im Zuge des Ölpreisschocks haben zudem die Kreditzinsen angezogen, was Projekte für Investoren und Bauherren verteuert.

Verfehlte Ziele und neue Impulse der Politik

Der Wohnungsbau stockt seit Jahren in der Krise, schon mit dem Ukraine-Krieg waren die Baukosten hochgeschossen. Geschätzt fehlen rund eine Million Wohnungen in Deutschland, gerade in Städten. Das treibt die Mieten nach oben, viele Menschen finden hier nur schwer Wohnraum. Die frühere Ampelregierung aus SPD, Grünen und FDP hatte sich das Ziel von 400.000 neuen Einheiten pro Jahr gesetzt, dieses aber stets verfehlt.

Die amtierende Bundesregierung will mit dem "Bau-Turbo" über schnellere Genehmigungen den Wohnungsbau voranbringen und hat zudem die Förderung für energieeffizientes Bauen mit dem beliebten Standard EH 55 reaktiviert.

"In Kürze stellen wir das Baugesetzbuch-Upgrade vor, das Planungs- und Genehmigungsprozesse noch einmal deutlich beschleunigen wird", kündigte Bauministerin Hubertz an. Zudem arbeite die Bundesregierung am Gebäudetyp E für günstiges Bauen, der Bündelung von Förderprogrammen und wolle die Förderung für energieeffizientes Bauen verlängern. "All das wird helfen, auch in einer weiterhin schwierigen Lage die Fertigstellungszahlen wieder nach oben zu bringen."

Kritik kam von der Opposition. Die Bundesregierung habe keinen Plan, um der Baubranche aus der Krise zu helfen, sagte Sylvia Rietenberg, Berichterstatterin der Grünen-Bundestagsfraktion für Stadtentwicklungspolitik. Für das Gesetz zum Gebäudetyps E, der noch auf die Ampel-Regierung zurückgeht, habe die Regierung immer noch keinen Entwurf vorgelegt, "obwohl dieser aus der letzten Legislaturperiode bereits in der Schublade liegen müsste"./ceb/als/DP/men

Name Kurs Währung Datum Zeit HP*
AROUNDTOWN SA 2,530 EUR 22.05.26 21:59 Societe ...
GRAND CITY PROPERTIES S.A. 9,720 EUR 22.05.26 21:57 Societe ...
LEG IMMOBILIEN SE 57,600 EUR 22.05.26 21:59 Societe ...
TAG IMMOBILIEN AG 14,010 EUR 22.05.26 21:59 Societe ...
VONOVIA SE 21,090 EUR 22.05.26 21:59 Societe ...
 
Weitere Nachrichten zu dieser Aktie
Seiten:  1 2 3 4 5    Anzahl: 235 Treffer     
Datum Zeit Nachrichtenüberschrift
22.05.2026 12:37 ROUNDUP 2: Zahl der gebauten Wohnungen fällt auf ...
22.05.2026 12:05 Aktien Frankfurt: Dax steigt - Abstand zu 25.000 P...
22.05.2026 11:11 ROUNDUP: Zahl der gebauten Wohnungen fällt auf Ti...
22.05.2026 10:03 ROUNDUP/Aktien Frankfurt Eröffnung: Anstieg dank ...
21.05.2026 17:43 EQS-News: Vonovia SE: Hauptversammlung beschließt...
21.05.2026 16:31 ROUNDUP: Kritik an Millionen-Abfindung für Vonovi...
21.05.2026 15:19 dpa-AFX-Überblick: UNTERNEHMEN vom 21.05.2026 - 1...
21.05.2026 14:28 Kritik an Millionen-Abfindung für Vonovia-Ex-Chef
18.05.2026 09:32 ROUNDUP: Baugenehmigungen steigen stark - Iran-Kri...
15.05.2026 08:10 Stimmung in der Wohnungsbaubranche bricht laut Ifo...
11.05.2026 09:33 Jeder Neunte in Deutschland lebt in zu kleiner Woh...
07.05.2026 16:48 WDH/ROUNDUP: Wohnungsmangel treibt Vonovia-Mietein...
07.05.2026 15:20 dpa-AFX-Überblick: UNTERNEHMEN vom 07.05.2026 - 1...
07.05.2026 10:51 ROUNDUP: Wohnungsmangel treiben Vonovia-Mieteneinn...
07.05.2026 09:47 ROUNDUP/Aktien Frankfurt Eröffnung: Dax will übe...
07.05.2026 08:24 Aktien Frankfurt Ausblick: Dax kaum verändert
07.05.2026 07:09 Vonovia verdient unter dem Strich etwas weniger - ...
07.05.2026 07:03 EQS-News: Guter Jahresauftakt - Prognose 2026 best...
06.05.2026 05:59 Drohende Einschnitte beim Wohngeld - Mieterbund wa...
30.04.2026 15:00 EQS-Gesamtstimmrechtsmitteilung: Vonovia SE (deuts...

Börsenkalender 1M

Es finden keine Ereignisse in den nächsten 30 Tagen statt

Übersicht

 
Tagesroutine
Die Tagesroutine umfasst alle täglich wiederkehrenden Nachrichten, die vor, während und nach dem Börsentag veröffentlicht werden.
 

 
* Information zu Abkürzungen: HP = Handelsplatz
FactSet
Implemented and powered by FactSet. Bereitstellung der Kurs- und Marktinformationen erfolgt durch FactSet.
Bitte beachten Sie die Risikohinweise und Quellenangaben der TARGOBANK, die für diese Seite gelten.
 

 

Produkte und Services