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22.04.2026 09:20

Jeder Vierte arbeitet zeitweise von zu Hause aus

WIESBADEN (dpa-AFX) - Homeoffice hat sich in Deutschland seit der Corona-Pandemie etabliert und wird hierzulande häufiger genutzt als im EU-Schnitt. Ein Viertel (25 Prozent) der Erwerbstätigen arbeitete im vergangenen Jahr zumindest zeitweise von zu Hause aus. Damit war der Anteil etwas höher als in den beiden Vorjahren 2024 (24 Prozent) und 2023 (23 Prozent), wie das Statistische Bundesamt mitteilte.

Wie sehr Arbeiten von zu Hause aus inzwischen Usus sei, zeige der Vergleich mit dem Niveau vor der Corona-Pandemie, ordneten die Wiesbadener Statistiker ein: 2019 arbeiteten lediglich 13 Prozent der Erwerbstätigen hierzulande zumindest gelegentlich im Homeoffice. Knapp ein Viertel (24 Prozent) derjenigen in Deutschland, die 2025 das mobile Arbeiten nutzten, arbeiteten ausschließlich von zu Hause aus.

Homeoffice-Anteil in den Niederlanden am höchsten

Im vergangenen Jahr lag der Homeoffice-Anteil in Deutschland den Angaben zufolge leicht über dem Durchschnitt der 27 Staaten der Europäische Union, der 23 Prozent aller Erwerbstätigen ab 15 Jahren betrug. Die höchste Quote gab es wie in den Vorjahren in den Niederlanden, wo mehr als die Hälfte (52 Prozent) der Erwerbstätigen zumindest zeitweise von zu Hause arbeitet. In Rumänien und Bulgarien (jeweils 4 Prozent) und Griechenland (7 Prozent) arbeiteten den Angaben zufolge anteilig die wenigsten Berufstätigen im Homeoffice.

In der IT-Branche ist Homeoffice besonders verbreitet

Wie häufig Homeoffice genutzt wird, hängt sehr von der Branche ab. Weit verbreitet war das mobile Arbeiten in Deutschland 2025 bei IT-Dienstleistern, Verwaltungstätigkeiten und in der Unternehmensberatung mit einem Anteil von jeweils knapp drei Viertel.

Besonders beliebt ist das Arbeiten von zu Hause aus den Statistikern zufolge in Altersgruppen, die Beruf und Familie verbinden müssen: Den höchsten Homeoffice-Anteil unter den Erwerbstätigen, die gelegentlich am heimischen Schreibtisch arbeiteten, hatten in Deutschland 2025 die 35- bis 44-Jährigen mit 30 Prozent, bei den 25- bis 34-Jährigen waren es 28 Prozent./ben/DP/nas



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