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04.04.2026 09:25

Portal: Gaskunden können nach Heizsaison mit geringeren Kosten rechnen

BERLIN (dpa-AFX) - Gaskunden sowie Haushalte mit einer Wärmepumpe können nach der Heizperiode mit niedrigeren Kosten rechnen. Nach Daten des Vergleichsportals Verivox zahlten Gaskunden rund 6 Prozent weniger, Haushalte mit Wärmepumpe etwa 4 Prozent. Für Ölheizungen seien die Kosten dagegen im Schnitt um rund 8 Prozent gestiegen, so Verivox. "Hier schlagen sich die infolge des Iran-Krieges gestiegenen Ölpreise bereits nieder."

Der Winter sei nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes insgesamt zu mild und sehr trocken gewesen. Eine Kältephase im Januar habe den Heizverbrauch aber zwischenzeitlich deutlich steigen lassen. Laut Portal erhöhte sich im Jahresvergleich der Heizbedarf eines Musterhaushalts um rund 4 Prozent.

Weiter hohes Kostenniveau

"Auch wenn das Heizen mit Gas im Vergleich zum Vorjahr günstiger geworden ist, liegen die Kosten gut ein Viertel höher als im Mittel der letzten zehn Jahre", so Thorsten Storck, Energieexperte bei Verivox. "Für Haushalte bleiben die Heizkosten daher eine hohe Belastung."

Eine Familie mit einem Jahresverbrauch von 20.000 Kilowattstunden zahle für die abgelaufene Heizsaison von September bis März durchschnittlich 1.746 Euro. Das seien 6 Prozent oder 112 Euro weniger als im Vorjahreszeitraum. Kostendämpfend hätten gesunkene Gaspreise gewirkt. Bei Mietern werden die Heizkosten über die Nebenkosten abgerechnet.

Wird es teurer?

Bei der nächsten Abrechnung könnte es nach Darstellung des Portals wieder teurer werden. Seit Ausbruch des Iran-Krieges seien die Gaspreise für Neukunden deutlich gestiegen. "Es ist nur eine Frage der Zeit, bis sich die höheren Beschaffungskosten auch für Bestandskunden in Form von höheren Preisen bemerkbar machen", so Storck. "Verbraucher können sich mit einer möglichst langen Preisgarantie gegen weiter steigende Gaspreise absichern und so die Gaskosten im nächsten Winter stabil halten."

In Deutschland wird in vielen Millionen Wohnungen mit Öl und Gas geheizt. Nach Angaben des Bundesverbands der Energie- und Wasserwirtschaft kommen bei fast drei Viertel der Heizungen Gas und Öl als Energieträger zum Einsatz.

Haushalte, die mit Öl heizen, mussten in der abgelaufenen Saison nach Verivox-Angaben mehr bezahlen. Eine Familie im Einfamilienhaus zahlte demnach durchschnittlich 1.675 Euro und damit rund 7,7 Prozent mehr als in der vorigen Heizperiode. Neben einem höheren Verbrauch hätten sich vor allem die im März stark gestiegenen Heizölpreise infolge des Iran-Krieges ausgewirkt.

"Wer seinen Öltank noch vor Beginn des Iran-Krieges aufgefüllt hat, ist von den jüngsten Preissteigerungen zunächst nicht betroffen", so Storck. Im Durchschnitt über die gesamte Heizsaison habe sich Heizöl jedoch verteuert.

Bei Haushalten mit Wärmepumpen wirkten sich laut Portal gesunkene Strompreise aus. In der Heizsaison beliefen sich demnach die Betriebskosten für eine effiziente Wärmepumpe auf durchschnittlich 1.275 Euro. Das entspreche einem Rückgang von 3,6 Prozent./hoe/DP/zb



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