Märkte & Kurse

Konjunktur
Suchanfrage
Produktinformation
 

Auf dieser Seite finden Sie alle Konjunkturnachrichten zeitlich geordnet und zu unterschiedlichen Themen der letzten vierzehn Tage aufgelistet. Wählen Sie aus der untenstehenden Tabelle die für Sie interessante Nachricht aus. Zusätzlich können Sie auch unsere Nachrichtensuche nutzen, um damit noch detaillierter nach bestimmten und weiter zurückliegenden Konjunkturnachrichten zu suchen.

 

Ausgewählte Nachricht
11.02.2026 09:53

ROUNDUP 2: Netanjahu trifft Trump - für harte Linie bei Iran-Gesprächen

(Neu: Weitere Einzelheiten)

WASHINGTON (dpa-AFX) - Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu wird heute bei einem Treffen mit US-Präsident Donald Trump in Washington auf Forderungen seines Landes an ein mögliches Abkommen der USA mit dem Iran pochen. "Ich werde dem Präsidenten unsere Sichtweise zu den Grundsätzen dieser Verhandlungen darlegen", sagte Netanjahu vor seinem Abflug. Kurz zuvor hatte er deutlich gemacht, dass jegliche Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran sowohl eine Begrenzung ballistischer Raketen als auch eine Beendigung der Unterstützung der iranischen Verbündeten in der Region beinhalten müsse.

Israel sieht in Irans Atom- und Raketenprogramm seine größte existenzielle Bedrohung. Vertreter der USA und des Irans hatten am Freitag in Omans Hauptstadt Maskat Gespräche begonnen. Ein Termin für eine mögliche Fortsetzung steht bisher nicht fest. Der Iran hat mehrfach erklärt, ausschließlich über sein Atomprogramm verhandeln zu wollen, nicht aber über seine Raketen.

Der israelische Kan-Sender berichtete, Netanjahu habe darauf verzichtet, Militärvertreter nach Washington mitzunehmen, um den Vorwurf zu vermeiden, Israel wolle die USA in einen Krieg treiben. Das Treffen mit Trump findet hinter verschlossenen Türen statt. Washington habe entschieden, dass weder davor Erklärungen abgegeben, noch im Anschluss eine Pressekonferenz abgehalten wird, berichtete der Sender. Dies könne darauf hindeuten, dass Trump im Falle von Meinungsverschiedenheiten vermeiden wolle, dass diese öffentlich werden.

Trump: Auch Netanjahu will ein Abkommen

Eine der Hauptbotschaften, die Netanjahu Trump überbringen werde, sei, dass Verhandlungen mit dem Iran wertlos seien, zitierte das "Wall Street Journal" den israelischen Energieminister Eli Cohen. "Der Iran hat keine seiner Verpflichtungen erfüllt", habe Cohen dem israelischen Armeeradio gesagt.

Trump sagte dagegen dem US-Nachrichtenportal "Axios", er glaube nicht, dass Netanjahu wegen der Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran nervös sei. "Auch er will ein Abkommen. Er will ein gutes Abkommen", sagte Trump demnach. Das Treffen zwischen ihm und Netanjahu im Weißen Haus - das siebte seit Trumps Amtsantritt - ist für 11.00 Uhr Ortszeit (17.00 Uhr MEZ) angesetzt.

Laut der israelischen Zeitung "Jediot Achronot" will Netanjahu mit Trump unter anderem aktuelle Geheimdienstinformationen über Irans Raketenprogramm teilen. Netanjahu werde Trump zudem warnen, dass Teheran Langstreckenraketen entwickele, die die Vereinigten Staaten treffen können.

Die Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran folgen auf die Massenproteste in der Islamischen Republik, die der staatliche Sicherheitsapparat brutal niederschlug. Trump hatte Teheran daraufhin mit einem militärischen Eingreifen gedroht und die US-Militärpräsenz in der Region unter anderem mit dem Flugzeugträger "USS Abraham Lincoln" gestärkt.

Trump erwägt weitere Flotte Richtung Iran zu senden

Trump erwägt nun, einen weiteren Flugzeugträger in die Region zu senden. "Wir haben eine Flotte, die unterwegs ist, und eine weitere könnte folgen", sagte er "Axios". Und weiter: "Entweder wird es einen Deal geben oder wir werden wie beim letzten Mal zu sehr harten Maßnahmen greifen müssen."

Israel hatte im Juni 2025 zwölf Tage Krieg gegen den Erzfeind geführt und zusammen mit den USA iranische Atomanlagen bombardiert. Zudem hat Israel in den vergangenen zwei Jahren Irans Verbündete wie die islamistische Hamas im Gazastreifen oder die Hisbollah im Libanon militärisch stark geschwächt.

Netanjahu sei besorgt, dass Trump einem Abkommen zustimmen könnte, das den Iran "vom Haken" lasse, zitierte das "Wall Street Journal" Israels früheren Botschafter in den USA, Michael Oren. "Dieser militärische Sieg könnte zunichtegemacht werden, wenn dem Iran eine Lockerung der Sanktionen gewährt wird und er wieder zu einer großen regionalen Bedrohung wird, bewaffnet mit ballistischen Raketen und Terror unterstützend", sagte Oren.

Vor Netanjahus Abreise nach Washington schrieb der Generalsekretär des iranischen Sicherheitsrats, Ali Laridschani, auf der Onlineplattform X: "Die Amerikaner müssen klug handeln und dürfen ihm nicht erlauben, vor seinem Abflug durch seine Haltung den Eindruck zu erwecken, "Ich möchte den Amerikanern den Rahmen der Atomverhandlungen erklären." Sie müssen weiterhin wachsam gegenüber der destruktiven Rolle der Zionisten sein."

Israels Energieminister Cohen hatte nach Angaben des israelischen Nachrichtenportals "ynet" kürzlich klargestellt, dass "auch im Falle eines Abkommens gilt: Sollte sich eine Bedrohung gegen Israel entwickeln und wir dazu gezwungen sein, werden wir handeln". Eine militärische Konfrontation sei dann möglich. Ein Abkommen habe keinen Wert - nur ein "Regimewechsel".

Auch Gaza-Friedensprozess auf der Agenda

Neben den Gesprächen zwischen den USA und dem Iran wird Netanjahu beim Treffen mit Trump nach eigenen Angaben auch über die Lage im Gazastreifen sprechen. Die zweite Phase des Waffenruhe-Abkommens sieht unter anderem die Entwaffnung der islamistischen Terrororganisation Hamas vor.

Die "New York Times" berichtete nun über den Entwurf eines Plans, wonach die USA der Hamas zumindest anfangs erlauben könnten, Handfeuerwaffen zu behalten. Waffen, mit denen Israel angegriffen werden kann, müsse die Hamas dagegen herausgeben, wurden mit dem Vorschlag vertraute Personen zitiert.

Ein von den USA geführtes Team, dem unter anderem Trumps Schwiegersohn Kushner und Witkoff angehörten, beabsichtige, das Dokument in den nächsten Wochen der Hamas vorzulegen, hieß es. Details könnten jedoch noch geändert und möglicherweise auch andere Entwürfe vorgelegt werden, hieß es weiter.

Israel pocht auf Entmilitarisierung Gazas

Es sei unwahrscheinlich, dass Israel seine Truppen aus Gaza abzieht, bevor die Hamas und andere militante Gruppen ihre Waffen niederlegen. Israel betrachtet außerdem das weit verzweigte Tunnelsystem der Hamas im Gazastreifen als Teil der militärischen Infrastruktur der Islamisten. Israels Armee bereitet sich israelischen Medienberichten zufolge auch auf die Wiederaufnahme des Kriegs im Gazastreifen vor, sollte die Hamas eine Entwaffnung weiterhin verweigern.

Ohne eine Entmilitarisierung werde es für Trumps "Friedensrat" schwierig, die nächsten Schritte seines 20-Punkte-Plans umzusetzen, schrieb die "New York Times". Der von Trump im Januar in Davos gegründete "Friedensrat" zur Beilegung globaler Konflikte soll US-Medienberichten zufolge erstmals am 19. Februar in Washington zusammenkommen. Dabei solle es um die Umsetzung der zweiten Phase des Friedensprozesses und die Einwerbung von Geld für den Wiederaufbau des vom Krieg weitgehend zerstörten Küstenstreifens gehen.

Der "Friedensrat" wird von vielen europäischen Staaten, darunter Deutschland, als Konkurrenz zu den Vereinten Nationen gesehen und deswegen abgelehnt. Anders als ursprünglich erwartet handelt es sich nicht um ein Gremium, dass ausschließlich der Überwachung des Gaza-Friedensprozesses gewidmet ist./ln/DP/mis



Weitere Konjunkturnachrichten
 
Weitere Konjunkturnachrichten der letzten 14 Tage 
Seiten:  1 2 3 4 5    Berechnete Anzahl Nachrichten: 939     
Datum Zeit Nachrichtenüberschrift
12.03.2026 22:15 Merz würdigt strategische Partnerschaft mit Norwegen
12.03.2026 22:14 Revolutionsgarden: Straße von Hormus bleibt geschlossen
12.03.2026 22:01 ROUNDUP/USA: Noch keine Schiffs-Eskorte durch Straße von Ho...
12.03.2026 22:01 ROUNDUP: USA und China wollen sich für Handelsgespräche tr...
12.03.2026 22:00 Netanjahu: Chamenei ist 'Marionette der Revolutionsgarden'
12.03.2026 21:11 Irans Militär droht USA mit der Zerstörung regionaler Ener...
12.03.2026 20:51 POLITIK: Polens Präsident blockiert EU-Rüstungskredite fü...
12.03.2026 19:12 USA und China wollen sich für Handelsgespräche treffen
12.03.2026 18:55 ROUNDUP: Israel greift erneut im Zentrum Beiruts an
12.03.2026 18:44 Widerstandsrat Iran: Übergangsregierung bei Sturz in Teheran
12.03.2026 18:43 Pipeline-Streit: Brüssel will Untersuchungsteam schicken
12.03.2026 18:04 Israels Armeechef: Libanon-Einsatz 'wird nicht kurz sein'
12.03.2026 18:04 USA: Rund 6.000 Ziele im Iran angegriffen
12.03.2026 17:54 Russischer Gastanker treibt im Mittelmeer
12.03.2026 17:19 dpa-AFX Überblick: KONJUNKTUR vom 12.03.2026 - 17.15 Uhr
12.03.2026 17:16 Ukraine und Rumänien starten gemeinsam Drohnenproduktion
12.03.2026 17:05 USA: Brand auf Flugzeugträger - Schiff bleibt einsatzfähig
12.03.2026 16:51 Zahl der irregulären Grenzübertritte in die EU sinkt stark
12.03.2026 15:53 Neue Tank-Regel schon nächste Woche? Reiche dämpft Erwartung
12.03.2026 15:37 Gas- und Ölversorgung in EU weiter stabil
Suche
Durchsuchen Sie unser Nachrichtenangebot unter Angabe eines von Ihnen gesuchten Begriffs.



 
Weitere Nachrichten
Lesen Sie auch weitere interessante Nachrichten u.a. zu den Themen Aktien im Fokus, Hintergrundberichte, Börsentag auf einem Blick, Wochenausblick oder adhoc-Mitteilungen.
 
Börsenkalender
12.03.2026

VICPLAS INTL
Geschäftsbericht

URGENT.LY INC.
Geschäftsbericht

UNIBEL
Geschäftsbericht

TYRANNA RESOURCES LTD
Geschäftsbericht

Übersicht
 

FactSet
Implemented and powered by FactSet. Bereitstellung der Kurs- und Marktinformationen erfolgt durch FactSet.
Bitte beachten Sie die Risikohinweise und Quellenangaben der TARGOBANK, die für diese Seite gelten.
 

 

Produkte und Services