Märkte & Kurse

Konjunktur
Suchanfrage
Produktinformation
 

Auf dieser Seite finden Sie alle Konjunkturnachrichten zeitlich geordnet und zu unterschiedlichen Themen der letzten vierzehn Tage aufgelistet. Wählen Sie aus der untenstehenden Tabelle die für Sie interessante Nachricht aus. Zusätzlich können Sie auch unsere Nachrichtensuche nutzen, um damit noch detaillierter nach bestimmten und weiter zurückliegenden Konjunkturnachrichten zu suchen.

 

Ausgewählte Nachricht
09.02.2026 06:50

ROUNDUP: Wie die Grundrente bei den Betroffenen wirkt

BERLIN (dpa-AFX) - Mit einer Grundrente von durchschnittlich 97 Euro im Monat hat der Staat zuletzt mehr als einer Million Menschen in Deutschland das Alterseinkommen aufgebessert. Das zeigt eine Untersuchung der Universität Regensburg für die Bundesregierung. Der Bericht liegt der Deutschen Presse-Agentur vor. Die Studie zeige, dass die Grundrente "zielgerichtet" bei den Menschen ankomme, sagte Arbeitsministerin Bärbel Bas (SPD) der dpa.

Die Grundrente ist ein Zuschlag zur normalen gesetzlichen Rente für Menschen, die trotz langjähriger Beitragszahlungen nur geringe Rentenansprüche haben. Die Untersuchung betrachtet das Jahr 2023. 1,27 Millionen Menschen bekamen damals Grundrente. Männern in den neuen Ländern wurden im Schnitt 67 Euro Grundrente ausgezahlt, in den alten Ländern bekamen sie 95 Euro. Bei Frauen mit Grundrente betrug der Zuschlag im Osten im Schnitt 86 Euro, im Westen 103 Euro.

Vor allem Frauen bekommen Grundrente

Insgesamt haben den Angaben zufolge 12,3 Prozent der Altersrentnerinnen und -rentner grundsätzlich Anspruch auf eine Grundrente - aber nur 6,21 Prozent erhalten den Zuschlag, denn davor steht die Einkommensanrechnung.

Mehr als vier von fünf der Grundrentenberechtigten sind Frauen, wobei besonders Frauen in den neuen Ländern von niedrigen Renten betroffen sind. Vor allem bei den jüngeren Jahrgängen machen sich hier brüchigere Erwerbsbiografien und Arbeitslosigkeit der Nachwendezeit bemerkbar.

Im Schnitt haben Frauen unter sonst gleichen Bedingungen eine 13 Prozentpunkte höhere Wahrscheinlichkeit, grundrentenberechtigt zu sein, haben die Autorinnen und Autoren errechnet. Sie stellen fest: Nach wie vor übernähmen Frauen einen überproportionalen Anteil der Kindererziehung.

Für die Grundrente ist das positiv, denn Kindererziehungszeiten werden berücksichtigt: "Fast jede fünfte Altersrentnerin erfüllt die Voraussetzungen, während dies nur bei einem geringen Teil der Männer der Fall ist." Kindererziehungszeiten trügen bei Müttern mit mehreren Kindern beinahe so stark zur Berechtigung auf Grundrente bei wie Beschäftigungszeiten.

In den neuen Bundesländern sind Altersrentenbezieher häufiger grundrentenberechtigt, wobei dies vor allem auf Männer zutrifft. Bei Frauen hingegen ist der Unterschied geringer. In den alten Ländern fällt die Grundrente im Schnitt höher aus.

Wie die Einkommensanrechnung wirkt

Nur 50,5 Prozent der Menschen, die die Anspruchsvoraussetzungen für die Grundrente erfüllen, bekommen den Zuschlag tatsächlich. In den übrigen Fällen wird Ankommen angerechnet - vor allem bei Frauen. Das sind einerseits das zu versteuernde Einkommen, der steuerfreie Teil der Renten und versteuerte Einkünfte aus Kapitalvermögen.

Häufig führt aber auch die Anrechnung des Partnereinkommens dazu, dass jemand keine Grundrente bekommt - eine Regelung, die vergangenes Jahr höchstrichterlich bestätigt wurde. Der Bericht zeigt: Wenn die Einkommensanrechnung zu Buche schlägt, ist das nur in 5 bis 11 Prozent der Fälle so, dass der Zuschlag kleiner wird. Sonst fällt er ganz aus.

So erhalten unterm Strich nur 46,6 Prozent der grundrentenberechtigten Frauen tatsächlich einen Zuschlag, aber 70,9 Prozent der Männer. Etwas kleiner ist die Wahrscheinlichkeit des Grundrentenbezugs für Menschen mit einem bis drei Kindern. Bei vier oder mehr Kindern steigt die Wahrscheinlichkeit leicht. Bei Personen mit einer niedrigeren Kinderanzahl - meinen die Autoren - gibt es wohl häufiger höhere Einkommen als bei Kinderlosen und besonders Kinderreichen.

Anspruch auf den Grundrentenzuschlag hat man nach mindestens 33 Jahre mit Pflichtbeiträgen etwa aus Beschäftigung oder Kindererziehung und geringen Anwartschaften. Dann folgt die Einkommensanrechnung, wobei es Freibeträge gibt.

Bas: "Menschen, die hart gearbeitet haben"

Bas betonte: "Die Grundrente würdigt die Lebensleistung von hart arbeitenden Menschen in diesem Land und ist ein Erfolg." Wer jahrzehntelang mit unterdurchschnittlichem Verdienst gearbeitet und in die gesetzliche Rentenversicherung eingezahlt habe, erhalte so eine höhere Rente. "Gerade Frauen profitieren von dem Zuschlag zu ihrer Rente."

Angesichts der Reformversprechen der Regierung bei der Rente versicherte Bas: "Wir werden in der Alterssicherung gezielt Menschen in den Blick nehmen, die hart gearbeitet haben." Arbeit und Lebensleistung müssten einen Unterschied machen. Bis Mitte des Jahres sind Empfehlungen einer Regierungskommission zur Rente angekündigt.

Dabei gibt es Forderungen, die Grundrente zu erhöhen. So hatte Verdi-Chef Frank Werneke die Grundrente angesichts stark gestiegener Lebenshaltungskosten als "viel zu wenig" kritisiert./bw/DP/stk



Weitere Konjunkturnachrichten
 
Weitere Konjunkturnachrichten der letzten 14 Tage 
Seiten:  1 2 3 4 5    Berechnete Anzahl Nachrichten: 1.313     
Datum Zeit Nachrichtenüberschrift
12.03.2026 22:15 Merz würdigt strategische Partnerschaft mit Norwegen
12.03.2026 22:14 Revolutionsgarden: Straße von Hormus bleibt geschlossen
12.03.2026 22:01 ROUNDUP/USA: Noch keine Schiffs-Eskorte durch Straße von Ho...
12.03.2026 22:01 ROUNDUP: USA und China wollen sich für Handelsgespräche tr...
12.03.2026 22:00 Netanjahu: Chamenei ist 'Marionette der Revolutionsgarden'
12.03.2026 21:11 Irans Militär droht USA mit der Zerstörung regionaler Ener...
12.03.2026 20:51 POLITIK: Polens Präsident blockiert EU-Rüstungskredite fü...
12.03.2026 19:12 USA und China wollen sich für Handelsgespräche treffen
12.03.2026 18:55 ROUNDUP: Israel greift erneut im Zentrum Beiruts an
12.03.2026 18:44 Widerstandsrat Iran: Übergangsregierung bei Sturz in Teheran
12.03.2026 18:43 Pipeline-Streit: Brüssel will Untersuchungsteam schicken
12.03.2026 18:04 Israels Armeechef: Libanon-Einsatz 'wird nicht kurz sein'
12.03.2026 18:04 USA: Rund 6.000 Ziele im Iran angegriffen
12.03.2026 17:54 Russischer Gastanker treibt im Mittelmeer
12.03.2026 17:19 dpa-AFX Überblick: KONJUNKTUR vom 12.03.2026 - 17.15 Uhr
12.03.2026 17:16 Ukraine und Rumänien starten gemeinsam Drohnenproduktion
12.03.2026 17:05 USA: Brand auf Flugzeugträger - Schiff bleibt einsatzfähig
12.03.2026 16:51 Zahl der irregulären Grenzübertritte in die EU sinkt stark
12.03.2026 15:53 Neue Tank-Regel schon nächste Woche? Reiche dämpft Erwartung
12.03.2026 15:37 Gas- und Ölversorgung in EU weiter stabil
Suche
Durchsuchen Sie unser Nachrichtenangebot unter Angabe eines von Ihnen gesuchten Begriffs.



 
Weitere Nachrichten
Lesen Sie auch weitere interessante Nachrichten u.a. zu den Themen Aktien im Fokus, Hintergrundberichte, Börsentag auf einem Blick, Wochenausblick oder adhoc-Mitteilungen.
 
Börsenkalender
13.03.2026

ZHONGGUANCUN SCIENCE-TECH LEASING CO LIMITED
Geschäftsbericht

WISE ITECH CO LTD
Geschäftsbericht

TRUSCOTT MINING CORP
Geschäftsbericht

TORO ENERGY
Geschäftsbericht

Übersicht
 

FactSet
Implemented and powered by FactSet. Bereitstellung der Kurs- und Marktinformationen erfolgt durch FactSet.
Bitte beachten Sie die Risikohinweise und Quellenangaben der TARGOBANK, die für diese Seite gelten.
 

 

Produkte und Services