Märkte & Kurse

Konjunktur
Suchanfrage
Produktinformation
 

Auf dieser Seite finden Sie alle Konjunkturnachrichten zeitlich geordnet und zu unterschiedlichen Themen der letzten vierzehn Tage aufgelistet. Wählen Sie aus der untenstehenden Tabelle die für Sie interessante Nachricht aus. Zusätzlich können Sie auch unsere Nachrichtensuche nutzen, um damit noch detaillierter nach bestimmten und weiter zurückliegenden Konjunkturnachrichten zu suchen.

 

Ausgewählte Nachricht
30.04.2025 14:59

ROUNDUP/Inflation in Deutschland erneut gesunken: 2,1 Prozent im April

WIESBADEN (dpa-AFX) - Billigere Energie hat die Inflationsrate in Deutschland auf den niedrigsten Wert seit Oktober gedrückt. Die Verbraucherpreise lagen im April um 2,1 Prozent über dem Niveau des Vorjahresmonats, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden auf Basis vorläufiger Zahlen mitteilte. Im März hatte die Teuerung noch 2,2 Prozent betragen.

Vor allem Energie wurde günstiger: Hier lagen die Preise im April um 5,4 Prozent unter dem Niveau des Vorjahresmonats. So ist der Ölpreis infolge des Zollstreits und Sorgen um die Weltwirtschaft stark gesunken, was Verbraucher beim Tanken spüren.

Lebensmittel verteuerten sich dagegen erneut überdurchschnittlich um 2,8 Prozent, wenngleich der Preisdruck hier etwas nachließ. Die Preise für Dienstleistungen, darunter Gaststättenbesuche und Autoreparaturen, stiegen sogar um 3,9 Prozent. "Für Freude bei den Verbrauchern werden die Zahlen nicht sorgen", meint daher Michael Heise, Chefökonom beim Vermögensverwalter HQ Trust in Bad Homburg.

"Leben wird nicht billiger, sondern verteuert sich weniger"

"Die Inflationsrate geht weiter zurück und robbt sich so Stück für Stück wieder in Richtung der symbolisch wichtigen 2-Prozent-Marke", analysiert Deutsche-Bank-Volkswirt Sebastian Becker. "Das ist für die Verbraucher erst einmal eine erfreuliche Nachricht, wenngleich das Leben dadurch leider nicht billiger wird, sondern sich lediglich weniger stark verteuert."

Bereits im März waren die Preise für Lebensmittel und Dienstleistungen gestiegen, während Tanken und Heizen günstiger wurden. Von März auf April des laufenden Jahres zogen die Verbraucherpreise insgesamt um 0,4 Prozent an.

Inflation flaut ab, aber Preise bleiben hoch

Zwar ist die Inflationswelle gebrochen, doch Verbraucher hierzulande spüren die gestiegenen Preise im Alltag. Nach dem russischen Überfall auf die Ukraine 2022 war die Inflation in Deutschland nach oben geschossen, Energie und Lebensmittel verteuerten sich rasant.

2022 lag die Inflation im Schnitt bei 6,9 Prozent und 2023 bei 5,9 Prozent. Im Jahresschnitt 2024 flaute die Teuerungsrate dann auf 2,2 Prozent ab. Höhere Inflationsraten schmälern die Kaufkraft der Menschen, weil sie sich für einen Euro dann weniger leisten können.

Ökonomen rechnen mit Raten über zwei Prozent

Wie es mit der Inflation weitergeht, ist mit der aggressiven Zollpolitik von US-Präsident Donald Trump ungewisser geworden. So könnten Zölle auf die Preise von Industriegütern durchschlagen. Deutsche-Bank-Ökonom Becker erwartet, dass die Inflationsrate in den kommenden Monaten zwischen 2,0 und 2,5 Prozent bleiben wird.

Auch die geplanten Milliarden für Verteidigung und Infrastruktur könnten Einfluss auf die Inflation in Deutschland haben. Manche Volkswirte erwarten, dass die Teuerung getrieben von einer höheren wirtschaftlichen Nachfrage steigen wird.

Andererseits können Unternehmen in Zeiten schwacher Konjunktur Preissteigerungen nicht mehr so leicht an Kunden weitergeben. Zudem verbilligt der vergleichsweise starke Euro, der zum US-Dollar kräftig aufgewertet hat, tendenziell Importe nach Deutschland.

Wie handelt die Europäische Zentralbank?

Allerdings: Die Inflationsrate ohne die schwankungsanfälligen Preise für Energie und Nahrungsmittel stieg im April auf 2,9 Prozent - nach 2,6 Prozent im März. Diese Kerninflation bildet die grundlegende Teuerung ab und stellt den Inflationstrend nach Meinung vieler Volkswirte besser dar als die Gesamtrate.

Mit Sorgen um die Konjunktur im Zollstreit könnte die Europäische Zentralbank (EZB) die Zinsen dennoch erneut senken, glauben Ökonomen. Die Notenbank hat den für Sparer und Banken relevanten Einlagenzins Mitte April zum siebten Mal seit vergangenem Sommer herabgesetzt: auf 2,25 Prozent. Beim nächsten EZB-Zinsentscheid im Juni könnte es einen weiteren Schritt nach unten geben. Für Sparer würde das weiter fallende Zinsen bedeuten./als/ben/DP/la



Weitere Konjunkturnachrichten
 
Weitere Konjunkturnachrichten der letzten 14 Tage 
Seiten:  1 2 3 4 5    Berechnete Anzahl Nachrichten: 251     
Datum Zeit Nachrichtenüberschrift
05.01.2026 14:20 Schweiz friert mögliche Maduro-Gelder ein
05.01.2026 14:13 ROUNDUP: Ministerium: Stromausfall-Täter 'nicht abschließe...
05.01.2026 14:12 Maduro bei New Yorker Gericht angekommen
05.01.2026 13:56 Merz lädt zum Nordsee-Gipfel Ende Januar nach Hamburg
05.01.2026 13:50 Ukrainischer Geheimdienstchef will zurücktreten
05.01.2026 13:46 Nach US-Coup in Venezuela: EU-Kommission spricht von Chance
05.01.2026 13:44 Großbritannien stärkt Dänemark im Grönland-Streit mit Trump
05.01.2026 13:40 Bundesregierung verurteilt Medwedew-Äußerungen zu Merz sch...
05.01.2026 13:30 Wadephul: Bei US-Vorgehen in Venezuela größeres Bild sehen
05.01.2026 13:23 ROUNDUP: Gemeindebund bei Sozialkosten für neues Finanzieru...
05.01.2026 12:52 Trump-Drohung: Deutschland und Litauen unterstützen Dänemark
05.01.2026 12:40 Irans Justiz kündigt hartes Vorgehen gegen Proteste an
05.01.2026 12:15 Merz am Dienstag bei Ukraine-Treffen in Paris
05.01.2026 12:15 Merz am Dienstag bei Ukraine-Treffen in Paris
05.01.2026 12:04 Grünen-Politiker: Dänemark gegen Trumps Pläne beistehen
05.01.2026 11:33 Nouripour: 'Die Leute im Iran brauchen Unterstützung'
05.01.2026 11:23 China setzt weiter auf Zusammenarbeit mit Venezuela
05.01.2026 11:19 Kommunalverband schlägt Neuverteilung von Sozialkosten vor
05.01.2026 10:39 ROUNDUP/Kolumbien, Iran, Grönland: Wem Trump noch droht
05.01.2026 10:07 Kolumbiens Präsident weist Trump-Drohungen zurück
Suche
Durchsuchen Sie unser Nachrichtenangebot unter Angabe eines von Ihnen gesuchten Begriffs.



 
Weitere Nachrichten
Lesen Sie auch weitere interessante Nachrichten u.a. zu den Themen Aktien im Fokus, Hintergrundberichte, Börsentag auf einem Blick, Wochenausblick oder adhoc-Mitteilungen.
 
Börsenkalender
05.01.2026

GALACTICO CORPORATE SERVICES LTD
Geschäftsbericht

SILVERLINE
Geschäftsbericht

SILVERLINE
Geschäftsbericht

SILVERLINE
Geschäftsbericht

Übersicht
 

FactSet
Implemented and powered by FactSet. Bereitstellung der Kurs- und Marktinformationen erfolgt durch FactSet.
Bitte beachten Sie die Risikohinweise und Quellenangaben der TARGOBANK, die für diese Seite gelten.
 

 

Produkte und Services