Märkte & Kurse

Konjunktur
Suchanfrage
Produktinformation
 

Auf dieser Seite finden Sie alle Konjunkturnachrichten zeitlich geordnet und zu unterschiedlichen Themen der letzten vierzehn Tage aufgelistet. Wählen Sie aus der untenstehenden Tabelle die für Sie interessante Nachricht aus. Zusätzlich können Sie auch unsere Nachrichtensuche nutzen, um damit noch detaillierter nach bestimmten und weiter zurückliegenden Konjunkturnachrichten zu suchen.

 

Ausgewählte Nachricht
16.04.2025 10:23

ROUNDUP 2: Chinas Wirtschaft unerwartet stark - Zölle trüben Ausblick

(Neu: Weitere Details)

PEKING (dpa-AFX) - Mitten im Zollstreit mit den USA hat China überraschend starke Wachstumszahlen vorgelegt. Wie das Statistikamt in Peking mitteilte, lag das vorläufige Wirtschaftswachstum im ersten Vierteljahr 2025 bei 5,4 Prozent im Vergleich zum selben Vorjahreszeitraum. Trotz der komplexen Lage in der Welt seit Jahresbeginn habe Chinas Wirtschaft im ersten Quartal Widerstandsfähigkeit bewiesen, sagte Vize-Kommissar von Chinas Statistikbehörde, Sheng Laiyun.

Analysten hatten im Vorfeld mit einem Wachstum von rund 5,2 Prozent gerechnet. Auch andere Wirtschaftsdaten übertrafen die Prognosen. Im März kletterten die Einzelhandelsumsätze verglichen mit demselben Vorjahresmonat um 5,9 Prozent nach oben - erwartet wurden vorab ungefähr 4,3 Prozent. Die Industrieproduktion lag für diesen Zeitraum mit 7,7 Prozent Zuwachs überraschend deutlich höher als die Analysten-Erwartung von 5,9 Prozent.

So sehen Experten Chinas weitere Entwicklung

Peking setzte sich für 2025 wieder ein ambitioniertes Wachstumsziel von rund fünf Prozent. Doch der Handelskonflikt mit den USA dürfte der zweitgrößten Volkswirtschaft der Welt zusetzen. Peking sei sich bewusst, dass der Protektionismus im Welthandel zunehme, sagte Sheng. China habe jedoch Erfahrung, Antworten zu finden, da seine Wirtschaft schon durch andere Handelsstreitigkeiten mit den USA, die Finanzkrise und die Corona-Pandemie auf die Probe gestellt worden sei.

Beobachter rechnen damit, dass sich Chinas Wirtschaftswachstum im weiteren Verlauf abschwächen wird. Da US-Präsident Donald Trump den Handelsstreit erst im April eskalieren ließ, dürften die Auswirkungen vor allem im zweiten Jahresviertel sichtbar werden. Mittlerweile werden an der US-Grenze auf Waren aus China insgesamt Sonderzölle in Höhe von 145 Prozent fällig. China schlug mit einer Erhöhung seiner Aufschläge für US-Waren in Höhe von 125 Prozent zurück.

Wie sich Peking wehrt

Außerdem schränkte Peking die Ausfuhr kritischer Rohstoffe ein, wie das Handelsministerium Anfang des Monats mitgeteilt hatte. Die Mineralien sind für zahlreiche Hersteller von Autobauern bis Halbleiterproduzenten weltweit wichtig, und China ist dafür oft ein Hauptproduzent. Einem Bericht der Nachrichtenagentur Bloomberg zufolge wies China zudem seine Airlines an, keine Maschinen des US-Flugzeugbauers Boeing mehr zu übernehmen und keine Ausrüstung sowie Teile für die Luftfahrt von US-Firmen zu beziehen. Boeing bestätigte den Bericht bislang nicht.

Gegenwehr gegen Trumps Handelspolitik kam auch aus der chinesischen Sonderverwaltungsregion Hongkong. Die Post will bis auf Weiteres keine Warensendungen mit Ziel USA annehmen. Für den Land- und Seeweg gelte die Maßnahme sofort, für Luftfracht ab dem 27. April. Kunden müssten sich auf sehr hohe Gebühren einstellen, teilte die Behörde mit.

Das verspricht sich Trump von seiner Politik

Trump will mit seiner Zollpolitik unter anderem erreichen, dass Firmen wieder in den USA ihre Waren herstellen; er will die heimische Produktion stärken. In der Realität könnte sich dieses Vorhaben allerdings als schwierig erweisen. Am Wochenende nahm Trump bereits Elektronik-Produkte wie Smartphones und Laptops aus China von seinen Zusatzzöllen aus. Zugleich stellte er Zölle auf pharmazeutische Produkte in nicht "allzu ferner Zukunft" in Aussicht.

Aus Sicht des US-Präsidenten ist Peking nun am Zug. "Der Ball liegt bei China. China muss ein Abkommen mit uns schließen. Wir müssen keinen Deal mit denen machen", zitierte die Sprecherin Karoline Leavitt aus einer Erklärung des Präsidenten. China sei nicht anders als irgendein anderes Land, nur größer, sagte Trump demnach.

Warum der Handelsstreit für China ungelegen kommt

Für China kommt der Handelsstreit in einer Zeit, in der es selbst im Inland mit Problemen kämpft. Eine schwache Nachfrage, Druck durch sinkende Verbraucherpreise und die wabernde Immobilienkrise bremsen den Wirtschaftsmotor. Die Märkte hoffen deshalb schon länger, dass Peking der Wirtschaft weiter unter die Arme greift, etwa indem die chinesische Volksbank Zentralbank ihre Zinsen senkt oder die Vorgaben für Bargeldreserven der Banken lockert, damit diese leichter Kredite vergeben und investieren können.

Bislang versucht die Regierung mit einem Eintauschprogramm alter gegen neue Geräte oder Autos zu einem günstigen Preis den Konsum wieder anzukurbeln. Neu auf der Agenda steht außerdem die Eindämmung ungesunden Wettbewerbs. Vor allem in der E-Auto-Branche herrscht ein erbitterter Preiskrieg, der die Geschäfte der meisten Hersteller unprofitabel machen. Viele gehen daher pleite und die Kunden blicken ohne Aussicht auf weitere Wartung oder Zugang auf Ersatzteile ins Leere.

Diese Chance sieht die EU-Handelskammer für Peking

Die Handelskammer der Europäischen Union in China sieht für Peking die Chance, sich unter den Turbulenzen von Trumps Handelspolitik als stabiler und zuverlässiger Handelspartner zu zeigen. Kammerpräsident Jens Eskelund forderte jedoch von Peking, zu überdenken, wie es mit dem Rest der Welt umgehe. Nach zehn Jahren unter der für ausländische Firmen teils "abschreckenden" Industriepolitik "Made in China 2025" muss es aus Sicht der Kammer in Pekings Interesse sein, der EU zu zeigen, bereit zu für beide Seiten vorteilhaften Wirtschaftsbeziehung zu sein.

Chinas Staats- und Parteichef Xi Jinping wirbt in diesen Tagen in einer Art Charmeoffensive in Südostasien für Zusammenarbeit mit seinem Land angesichts von Trumps "Schikane". Wie schon auf seiner ersten Station beim kommunistischen Nachbarn Vietnam stand in Malaysia die Verabredung weiterer Kooperationen an. Es wurde erwartet, dass Xi mit dem malaysischen Ministerpräsidenten Anwar Ibrahim neue Handelsvereinbarungen unterzeichnet. Mit den Ländern unterhält China schon lange enge Wirtschaftsbeziehungen. Nach Malaysia beendet Xi seine Reise in Kambodscha./jon/DP/zb



Weitere Konjunkturnachrichten
Name Kurs Währung Datum Zeit Handelsplatz
BOEING CO., THE 234,530 USD 09.01.26 21:00 NYSE
 
Weitere Konjunkturnachrichten der letzten 14 Tage 
Seiten:   21 22 23 24 25   Berechnete Anzahl Nachrichten: 500     
Datum Zeit Nachrichtenüberschrift
30.12.2025 17:05 dpa-AFX Überblick: KONJUNKTUR vom 30.12.2025 - 17.00 Uhr
30.12.2025 15:26 Italienisches Parlament verabschiedet Haushalt 2026
30.12.2025 15:16 ROUNDUP 2: Ukraine bestreitet Attacke - Moskau droht mit har...
30.12.2025 15:14 ROUNDUP/Merz: Europäer und Kanadier beraten über Ukraine
30.12.2025 14:01 Merz: Europäer und Kanadier beraten über Ukraine
30.12.2025 13:12 Autobahn-Maut in Italien steigt ab 1. Januar 2026
30.12.2025 13:10 ROUNDUP: China setzt mit Raketen Militärmanöver rund um Ta...
30.12.2025 12:16 Angebliche Drohnenattacke: Kreml spricht von Terror
30.12.2025 10:44 ROUNDUP: Ermittlungen gegen russischen Oligarchen Usmanow ei...
30.12.2025 10:30 ROUNDUP: China setzt Militärmanöver rund um Taiwan fort
30.12.2025 10:03 Ermittlungen gegen russischen Oligarchen Usmanow eingestellt
30.12.2025 09:24 Spanien: Inflation sinkt auf 3 Prozent
30.12.2025 07:12 ROUNDUP: Ukraine bestreitet Attacke auf Putin-Residenz
30.12.2025 06:19 China setzt Militärmanöver rund um Taiwan fort
30.12.2025 06:18 Ukraine bestreitet Attacke auf Putin-Residenz
30.12.2025 06:18 Trump droht dem Iran und der Hamas
30.12.2025 06:13 Ifo-Firmenumfrage: Große Mehrheit findet Steuern zu hoch
30.12.2025 06:12 Jeder Zweite will 2026 spenden - vor allem die Jüngeren
30.12.2025 06:11 Neun von zehn Haushaltshilfen werden schwarz beschäftigt
30.12.2025 06:11 Rehlinger will Reformen nicht auf Kürzungen verengen
Suche
Durchsuchen Sie unser Nachrichtenangebot unter Angabe eines von Ihnen gesuchten Begriffs.



 
Weitere Nachrichten
Lesen Sie auch weitere interessante Nachrichten u.a. zu den Themen Aktien im Fokus, Hintergrundberichte, Börsentag auf einem Blick, Wochenausblick oder adhoc-Mitteilungen.
 
Börsenkalender
12.01.2026

ANACLE SYSTEMS LTD
Geschäftsbericht

LASER EYE
Geschäftsbericht

VOXX INTERNATIONAL CORP.
Geschäftsbericht

ORIGIN AGRITECH
Geschäftsbericht

Übersicht
 

FactSet
Implemented and powered by FactSet. Bereitstellung der Kurs- und Marktinformationen erfolgt durch FactSet.
Bitte beachten Sie die Risikohinweise und Quellenangaben der TARGOBANK, die für diese Seite gelten.
 

 

Produkte und Services