Märkte & Kurse

Konjunktur
Suchanfrage
Produktinformation
 

Auf dieser Seite finden Sie alle Konjunkturnachrichten zeitlich geordnet und zu unterschiedlichen Themen der letzten vierzehn Tage aufgelistet. Wählen Sie aus der untenstehenden Tabelle die für Sie interessante Nachricht aus. Zusätzlich können Sie auch unsere Nachrichtensuche nutzen, um damit noch detaillierter nach bestimmten und weiter zurückliegenden Konjunkturnachrichten zu suchen.

 

Ausgewählte Nachricht
20.03.2025 14:53

ROUNDUP: Nach Imamoglu-Festnahme - Kritik an Türkeis Regierung wächst

ISTANBUL (dpa-AFX) - Nach der Festnahme des Istanbuler Bürgermeisters Ekrem Imamoglu hält die Kritik an der türkischen Regierung von Präsident Recep Tayyip Erdogan an. Studierende verschiedener Universitäten in dem Nato-Land gingen weiter auf die Straßen und forderten den Rücktritt des Staatschefs. Die CHP-Partei Imamoglus rief erneut zu abendlichem Protest auf. Bundeskanzler Olaf Scholz nannte die Festnahme ein "sehr, sehr schlechtes Zeichen". Opposition und Regierung sollten im Wettbewerb miteinander stehen und nicht die Opposition vor Gericht gestellt werden. In der Türkei wächst die Sorge vor einer Absetzung Imamoglus als Bürgermeister.

Imamoglu war am Mittwochmorgen gemeinsam mit vielen weiteren Menschen festgenommen worden, wenige Tage vor seiner geplanten Nominierung als Präsidentschaftskandidat der größten Oppositionspartei. Begründet wurde dies von der Staatsanwaltschaft mit Terror- und Korruptionsvorwürfen. Oppositionelle wie auch Beobachter werfen der Regierung vor, hinter der Festnahme zu stecken und so einen politischen Konkurrenten ausschalten zu wollen.

Drohende Absetzung Imamoglus

Mit Imamoglu wurden nach einer Meldung der staatlichen Nachrichtenagentur Anadolu mindestens 87 weitere Personen festgenommen, gegen 106 wird insgesamt ermittelt. Darunter sind auch zwei Istanbuler Gemeindebürgermeister und Imamoglu nahestehende Mitarbeiter. Das Verfahren steht unter Geheimhaltung.

Hintergrund der Terrorermittlungen ist eine Kooperation zwischen der CHP und der prokurdischen Dem-Partei bei den Kommunalwahlen. Über diese Kooperation habe die verbotene kurdische Arbeiterpartei PKK versucht, ihren Einfluss auszuweiten, zitierte Anadolu die Generalstaatsanwaltschaft.

Der CHP-Vorsitzende Özgür Özel nannte die Festnahme seines Parteifreundes einen "zivilen Putsch". Die Partei Erdogans wehrt sich gegen den Vorwurf und nannte ihn den "Gipfel politischer Unvernunft". Imamoglu rief bei X Staatsanwälte und Richter dazu auf, das Justizsystem zu verteidigen. "Sie können und dürfen nicht schweigen."

Ob der CHP-Politiker in Untersuchungshaft kommt, ist noch unklar. Sein Anwalt Kemal Polat sagte der Deutschen Presse-Agentur, sollte dies in Verbindung mit Terrorvorwürfen geschehen, könne Imamoglu das Amt des Bürgermeisters aberkannt und ein Zwangsverwalter an seiner Stelle eingesetzt werden.

In der Türkei wurden bereits zahlreiche Bürgermeister der Dem-Partei und kürzlich auch der CHP wegen Terrorermittlungen ihres Amtes enthoben und durch regierungsnahe Zwangsverwalter ersetzt. Die Absetzung des Bürgermeisters der 16-Millionen-Metropole Istanbul wäre aber ein beispielloser Vorgang.

Imamoglus Sieg im Jahr 2019 in Istanbul gilt bis dorthin als größte Niederlage der AK-Partei Erdogans. Die hatte die Metropole bis dahin regiert. Imamoglu gewann in Istanbul 2024 ein weiteres Mal. Erdogan verfehlte damit sein wichtigstes Ziel, die politisch und wirtschaftlich wichtige Metropole zurückzugewinnen. In Istanbul hatte einst auch Erdogans politischer Aufstieg seinen Anfang genommen, als er 1994 zum Bürgermeister gewählt wurde.

Imamoglu-Partei ruft zu türkeiweiter Abstimmung auf

Die CHP will Imamoglu am Sonntag der Festnahme zum Trotz als Präsidentschaftskandidaten aufstellen. Statt nur die Mitglieder fordert die Partei nun alle Menschen in der Türkei dazu auf, symbolisch für Imamoglu abzustimmen. Neben jeder der rund 4.000 landesweit aufgestellten Wahlboxen für die 1,7 Millionen Parteimitglieder würden zusätzlich symbolisch "Solidaritätswahlboxen" aufgestellt, teilte die sozialdemokratische Partei mit.

Ermittlungen wegen "provokativer Beiträge" in sozialen Medien

Gegen zahlreiche Nutzer im Netz wurden unterdessen Ermittlungen eingeleitet. 37 Personen seien "gefasst" worden, schrieb der türkische Innenminister Ali Yerlikaya auf X. Insgesamt seien 261 Accountinhaber wegen "provokativer Beiträge" ermittelt worden, 62 davon im Ausland. Gegen die verbliebenen werde noch vorgegangen. Insgesamt seien bis zum Morgen mehr als 18 Millionen Beiträge auf X zu dem Thema veröffentlicht worden, so der Innenminister.

Sozialen Medien funktionieren dabei weiterhin nur eingeschränkt. Der Cyberrechts-Aktivist Yaman Akdeniz schrieb am Morgen auf X, die Bandbreitendrosselung der Plattformen halte an. Nutzer und Medien berichten seit Mittwoch von nur teilweise und kaum erreichbaren Portalen./apo/DP/men



Weitere Konjunkturnachrichten
 
Weitere Konjunkturnachrichten der letzten 14 Tage 
Seiten:  1 2 3 4 5    Berechnete Anzahl Nachrichten: 235     
Datum Zeit Nachrichtenüberschrift
05.01.2026 11:23 China setzt weiter auf Zusammenarbeit mit Venezuela
05.01.2026 11:19 Kommunalverband schlägt Neuverteilung von Sozialkosten vor
05.01.2026 10:39 ROUNDUP/Kolumbien, Iran, Grönland: Wem Trump noch droht
05.01.2026 10:07 Kolumbiens Präsident weist Trump-Drohungen zurück
05.01.2026 09:35 ROUNDUP: Opfer und Schäden in Kiew und Umgebung
05.01.2026 09:07 Wadephul verteidigt Reaktion von Merz auf US-Angriff in Vene...
05.01.2026 08:30 Opfer und Schäden in Kiew und Umgebung
05.01.2026 07:56 Wadephul beschwört europäische Verteidigungsbereitschaft
05.01.2026 07:05 ROUNDUP: Venezuelas neue Regierung geht auf USA zu
05.01.2026 07:00 Nordkorea will Hyperschallraketen getestet haben
05.01.2026 06:06 Trump droht Venezuelas geschäftsführender Präsidentin
05.01.2026 06:00 ROUNDUP: Mehr als 30 Kubaner bei US-Angriff auf Venezuela ge...
05.01.2026 06:00 ROUNDUP: Maduro wird am Montag vor Gericht erwartet
05.01.2026 06:00 ROUNDUP/EU: Venezuelas Volk muss über Zukunft entscheiden k...
05.01.2026 06:00 ROUNDUP: Berliner Südwesten startet in weiteren Tag ohne St...
05.01.2026 06:00 ROUNDUP/Trump legt nach: Dänemark weist Anspruch auf Grönl...
05.01.2026 05:49 UN-Sicherheitsrat tagt am Montag zu US-Angriff auf Venezuela
05.01.2026 05:40 Trump: Glaube nicht an Angriff Kiews auf Putins Residenz
05.01.2026 05:31 Trump droht Iran erneut wegen Vorgehen gegen Proteste
05.01.2026 05:30 Venezuelas neue Regierung bereit zu Kooperation mit USA
Suche
Durchsuchen Sie unser Nachrichtenangebot unter Angabe eines von Ihnen gesuchten Begriffs.



 
Weitere Nachrichten
Lesen Sie auch weitere interessante Nachrichten u.a. zu den Themen Aktien im Fokus, Hintergrundberichte, Börsentag auf einem Blick, Wochenausblick oder adhoc-Mitteilungen.
 
Börsenkalender
05.01.2026

GALACTICO CORPORATE SERVICES LTD
Geschäftsbericht

SILVERLINE
Geschäftsbericht

SILVERLINE
Geschäftsbericht

SILVERLINE
Geschäftsbericht

Übersicht
 

FactSet
Implemented and powered by FactSet. Bereitstellung der Kurs- und Marktinformationen erfolgt durch FactSet.
Bitte beachten Sie die Risikohinweise und Quellenangaben der TARGOBANK, die für diese Seite gelten.
 

 

Produkte und Services