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10.02.2026 08:33

OTS: Verband deutscher Pfandbriefbanken (vdp) e.V. / Plus 4 %: ...

    Plus 4 %: Immobilienpreise bestätigen Aufwärtstrend im Jahr 2025
(FOTO)
Berlin (ots) - vdp-Index verzeichnet in allen vier Quartalen Preisanstiege

Die Immobilienpreise in Deutschland steigen seit zwei Jahren: Nach einem Zuwachs
von 1,8 % im Jahr 2024 belief sich die Preiszunahme 2025 auf 4,0 %. Dies zeigt
der Immobilienpreisindex des Verbands deutscher Pfandbriefbanken (vdp), der zum
Jahresende 2025 einen Wert von 185,6 Punkten erreichte. In allen vier Quartalen
des Jahres 2025 standen Preisanstiege zu Buche, zuletzt um 1,0 % vom dritten zum
vierten Quartal.

Die dem vdp-Index zugrunde liegenden Zahlen werden seit 2010 quartalsweise von
vdpResearch erhoben. Sie decken die Preisentwicklung auf dem gesamten deutschen
Markt für Wohn-, Büro- und Einzelhandelsimmobilien flächendeckend ab und
basieren - im Gegensatz zu anderen Preisindizes - auf echten Transaktionsdaten
aus Immobilienfinanzierungen von mehr als 700 Kreditinstituten.

Erneut war der Index-Anstieg stärker auf die Entwicklung der
Wohnimmobilienpreise als auf die der Gewerbeimmobilienpreise zurückzuführen. Im
Vergleich zum Abschlussquartal 2024 verteuerten sich Wohnobjekte um 4,2 %,
während die Gewerbeimmobilienpreise , die aus Büro- und
Einzelhandelsimmobilienpreisen bestehen, im selben Zeitraum um 3,5 % anzogen.
Gegenüber dem dritten Quartal 2025 legten die Preise für Wohn- und
Gewerbeimmobilien auf ähnlichem Niveau zu (1,0 % bzw. 0,9 %).

"Der Immobilienmarkt hat 2025 seine Erholungsphase fortgesetzt - die Preise
steigen stetig, aber deutlich weniger dynamisch als in der Niedrigzinsphase."
Jens Tolckmitt

"Nach der abrupten Zinswende hat der Immobilienmarkt in Deutschland seine
Erholungsphase im Jahr 2025 fortgesetzt. Die Preise steigen stetig, jedoch
deutlich weniger dynamisch als in der Niedrigzinsphase", erläuterte
vdp-Hauptgeschäftsführer Jens Tolckmitt. Aufgrund des anhaltenden
Wohnraummangels sei davon auszugehen, dass Wohnimmobilien auch im laufenden Jahr
Preiszuwächse verbuchen würden. Die Entwicklung der Gewerbeimmobilienpreise sei
dagegen schwieriger vorherzusagen. "Wirtschaftliche Entwicklung und Geopolitik
bleiben relevante Unsicherheitsfaktoren", so Tolckmitt.

Wohnimmobilien: Mehrfamilienhäuser verteuern sich um 5,3 %

Als Treiber des Anstiegs der Wohnimmobilienpreise in Deutschland um 4,2 % erwies
sich wie in den vorherigen Quartalen die Preisentwicklung von
Mehrfamilienhäusern: Im Vorjahresvergleich verteuerten sie sich um 5,3 %. Die
Preisentwicklung des selbst genutzten Wohneigentums, zu dem Einfamilienhäuser
und Eigentumswohnungen zählen, fiel mit +3,0 % spürbar geringer aus.

Die anhaltende Knappheit an Wohnraum drückte sich im vierten Quartal 2025 auch
in weiter anziehenden Neuvertragsmieten in Mehrfamilienhäusern aus: Im Vergleich
zum Schlussquartal 2024 erhöhten sie sich um 3,5 %. Da das Mietwachstum jedoch
nicht mit dem Preisanstieg bei Mehrfamilienhäusern Schritt halten konnte, nahmen
die Renditen, gemessen am vdp-Index für Liegenschaftszinsen, auf Jahressicht um
1,7 % ab.

"Staatliche Bürgschaften könnten die Schaffung von zusätzlichem Wohnraum
ankurbeln." Jens Tolckmitt

"Eine der politischen Prioritäten im Jahr 2026 muss die Schaffung von Wohnraum
zu bezahlbaren Preisen sein", forderte Tolckmitt. Viele gute Ideen dafür lägen
aus den Arbeiten des 'Bündnisses bezahlbarer Wohnraum' in der letzten
Legislaturperiode auf dem Tisch. Auch habe die neue Bundesregierung mit dem
'Bau-Turbo' einen zielführenden Impuls gesetzt, der jedoch noch von den Kommunen
mit Leben gefüllt und um noch weitere Maßnahmen ergänzt werden müsse. Er warb in
diesem Zusammenhang erneut für die Einführung staatlicher Bürgschaften für die
Finanzierung des Wohnungsneubaus, um so die Schaffung von zusätzlichem Wohnraum
anzukurbeln und den andauernden Zustand zu überwinden, dass hauptsächlich im
Bestand finanziert wird. Die Kosten von Darlehen könnten so deutlich reduziert
werden und damit den Neubau wieder ökonomisch attraktiv machen. "Angesichts
historisch extrem niedriger Ausfallraten in der Wohnimmobilienfinanzierung und
des markanten Nachfrageüberhangs im Markt wäre das Risiko für den Staat, aus
einer solchen Maßnahme in Anspruch genommen zu werden, gering, die Wirkung für
das Wohnraumangebot bei passender Ausgestaltung aber erheblich", unterstrich
Tolckmitt.

Wohnen Top 7: Bankenmetropole mit größtem Preiswachstum

Das Preiswachstum bei Wohnimmobilien in den Top 7-Städten fiel im vierten
Quartal 2025 noch etwas höher aus als im gesamten Bundesgebiet: In Berlin,
Düsseldorf, Frankfurt am Main, Hamburg, Köln, München und Stuttgart verteuerten
sich Wohnobjekte um durchschnittlich 4,7 % im Vergleich zum Schlussquartal 2024.
Während Baden-Württembergs Hauptstadt mit 2,2 % die geringste Zunahme aufwies,
war Frankfurt am Main im Berichtsquartal die Metropole mit der höchsten
Wachstumsrate (5,7 %).

Das Plus bei den Neuvertragsmieten in den Top 7-Städten entsprach mit
durchschnittlich 3,5 % exakt der Entwicklung im gesamten Bundesgebiet. Die
Spanne in den sieben Metroplen reichte dabei von +2,0 % (Stuttgart) bis zu +5,0
% (Frankfurt am Main). Gemessen am vdp-Liegenschaftszinsenindex, nahmen die
Renditen in den Ballungsräumen im vierten Quartal 2025 - verglichen mit dem
Vorjahresquartal - um durchschnittlich 1,4 % ab.

Gewerbeimmobilien: Höhere Wachstumsraten bei Büroimmobilien

Die Preise der von Banken finanzierten Gewerbeimmobilien stiegen um 3,5 % im
Jahres- und um 0,9 % im Quartalsvergleich und wurden vor allem von der
Entwicklung der Büropreise getragen. Büroimmobilien verteuerten sich um 3,9 %
gegenüber dem Schlussquartal 2024 und um 1,1 % gegenüber dem direkten
Vorquartal. Mit 2,3 % und 0,6 % verzeichneten die Preise für
Einzelhandelsimmobilien geringere Zuwächse.

Auch bei den Neuvertragsmieten wiesen die finanzierten Büroobjekte mit 3,3 %
höhere Wachstumsraten auf als Einzelhandelsimmobilien (+1,8 %) - jeweils
verglichen mit dem vierten Quartal 2024. Die Renditeentwicklungen, gemessen am
vdp-Liegenschaftszinssatzindex, verliefen dagegen recht ähnlich: Während Büros
einen Renditerückgang in Höhe von 0,6 % verzeichneten, belief sich das Minus bei
Handelsobjekten auf 0,5 %.

Ausblick: "Wirtschaftliche Impulse und Regulierung mit Augenmaß gefragt"

"Der Wohnimmobilienmarkt in Deutschland benötigt einen Stimulus. Neben einem
gezielten Abbau von Baunormen und einer schnellen Umsetzung des 'Bau-Turbos"
wären auch entschlossene wirtschaftspolitische Impulse und eine
Bankenregulierung mit Augenmaß wichtige Maßnahmen", hob Tolckmitt hervor. Zudem
sprach er sich dafür aus, die Hemmnisse für die Wohneigentumsbildung abzubauen,
da dies den Mietwohnungsmarkt spürbar entlasten könnte. Konkret schlug er die
Verringerung der in Deutschland besonders hohen Kaufnebenkosten vor.

Über den vdp-Immobilienpreisindex

Der Verband deutscher Pfandbriefbanken (vdp) veröffentlicht vierteljährlich auf
Basis stattgefundener Transaktionen Miet- und Preisindizes zur Entwicklung der
Wohn- und Gewerbeimmobilienmärkte. Der durch das Analysehaus vdpResearch
erstellte Index ist Bestandteil der Immobilienpreisbeobachtung der Deutschen
Bundesbank. Grundlage bilden die von über 700 Kreditinstituten der deutschen
Finanzwirtschaft eingelieferten Transaktionsdaten (tatsächlich realisierte
Kaufpreise und Mieten) zu ihrem Immobilienfinanzierungsgeschäft.

Die Entwicklung der Teilmärkte sowie sämtliche Indexdaten zu den einzelnen
vdp-Immobilienpreisindizes (2003 - 2024) sind in der zugehörigen Publikation
dargestellt und als Rohdaten unter https://www.pfandbrief.de/site/de/vdp/immobil
ie/finanzierung_und_markt/vdp-immobilienpreisindex.html verfügbar. Eine
differenzierte Betrachtung der regionalen TOP 7-Wohnungsmärkte inkl. aller
Teilsegmente (selbst genutztes Wohneigentum und Mehrfamilienhäuser) ist unter
http://www.vdpresearch.de verfügbar.

Pressekontakt:

Carsten Dickhut
T +49 30 20915-320
E mailto:dickhut@pfandbrief.de

Horst Bertram
T +49 30 20915-380
E mailto:bertram@pfandbrief.de

Weiteres Material: http://presseportal.de/pm/29608/6213727
OTS:               Verband deutscher Pfandbriefbanken (vdp) e.V.


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