Märkte & Kurse

TELEFONICA DEUTSCHLAND HOLDING AG
Suchanfrage Börsenlexikon
ISIN: DE000A1J5RX9 WKN: A1J5RX Typ: Aktie DIVe: 5,14% KGVe: 44,18
 
2,270 EUR
0,00
-0,18%
Verzögerter Kurs: heute, 10:47:26
Aktuell gehandelt: 14.240 Stk.
Intraday-Spanne
2,270
2,280
Handelsplatz wählen:
Perf. 1 Jahr -16,43%
Perf. 5 Jahre -20,38%
52-Wochen-Spanne
1,558
2,768
TARGOBANK Depot:
 
kaufen   verkaufen
Sparplan eröffnen:   Sparplan eröffnen:
Investment Tools:
Analysieren Sie Ihr Wertpapier im Detail mit unseren Tools.
RisikohinweiseProduktinformation
  Übersicht     Kennzahlen     Portrait     Analyse     Chart     Nachrichten     Hebelprodukte     Zertifikate     Fonds  
Ausgewählte Nachricht zu dieser Aktie
11.03.2024-

ROUNDUP/Erstmals 'Recht auf schnelles Internet' genutzt: Behörde schreitet ein

BONN (dpa-AFX) - Im Rahmen des sogenannten Rechts auf schnelles Internet hat die Bundesnetzagentur erstmals einen Internetanbieter verpflichtet, einen entlegenen Haushalt in Deutschland mit Internet zu versorgen. Ein entsprechender Bescheid sei dem Unternehmen zugestellt worden, teilte die Bundesnetzagentur am Montag in Bonn mit. Es geht um einen Haushalt in Niedersachsen - wo genau wurde ebenso wenig mitgeteilt wie der Name des betroffenen Unternehmens. Neben Festnetz-Anbietern wie der Deutschen Telekom und Vodafone kommt auch der Satelliteninternet-Anbieter Starlink infrage.

Der betroffene Haushalt beruft sich auf das "Recht auf schnelles Internet", das noch von der schwarz-roten Regierungskoalition unter Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) auf den Weg gebracht wurde. Wirklich schnell ist die rechtlich zugesicherte Leitung aber nicht, im Download müssen mindestens 10 Megabit pro Sekunde erreicht werden, im Upload 1,7 Megabit und in der Latenz (Reaktionszeit) maximal 150 Millisekunden. Diese Werte sind niedrig. Mancherorts bedeutet diese Bandbreite aber eine wesentliche Verbesserung der jetzigen Situation.

Der aktuelle Bescheid ist die erste Anordnung dieser Art, weitere dürften bald folgen. Denn derzeit sind bei der Bundesnetzagentur den Angaben zufolge noch rund 130 Beschwerdeverfahren in der Prüfung. Derzeit gibt es in Deutschland schätzungsweise 400 000 Haushalte, die im Rahmen des Rechtsanspruches als unterversorgt gelten. Sie haben also gar kein Netz oder nur Schneckentempo-Verbindungen.

30 Euro pro Monat erlaubt

Das Gesetz sieht vor, dass der Internetzugang "erschwinglich" sein muss - nach den Vorstellungen der Bundesbehörde darf die Leitung nicht teurer sein als circa 30 Euro im Monat. In dem Beschwerdeverfahren des betroffenen Haushalts wurden mehrere Anbieter gefragt, ob sie einen Internetzugang zu diesem Preis ermöglichen wollen. Keiner griff zu. Daraufhin erfolgte nun die Anordnung der Netzagentur, gegen die eine Klage möglich ist. Wann besagter Haushalt relativ gutes Internet bekommt, ist noch offen.

Bundesnetzagentur-Präsident Klaus Müller betonte, dass jede Bürgerin und jeder Bürger das Recht auf eine angemessene Versorgung habe. "Im beruflichen und im privaten Alltag ist eine ausreichende Internet- und Telefonversorgung essenziell." Dieses Recht setze man jetzt im Sinne der Verbraucherinnen und Verbraucher in einem Pilotverfahren durch.

Verbraucherschützer sind unzufrieden

Verbraucherschützer werteten die Entscheidung der Netzagentur positiv, äußerten aber auch Kritik. "Es ist grundsätzlich gut, dass eine Verpflichtung ausgesprochen und der Rechtsanspruch auf Internet genutzt wird", sagte Felix Flosbach von der Verbraucherzentrale NRW. Er bemängelte aber, dass die Behörde erst jetzt vorgehe. "Es sind mehr als zwei Jahre vergangenen, in denen die Bürgerinnen und Bürger nichts von dem Rechtsanspruch hatten."

Das Mindestlevel sei zu niedrig. "10 Megabit im Download sind beileibe kein schnelles Internet." Er hatte erwartet, dass das Mindestlevel Jahr für Jahr ansteigt. "Es ist bedauerlich, dass die Bundesnetzagentur nicht schon längst von 10 auf 15 oder 20 Megabit pro Sekunden hochgegangen ist, schließlich wird das Internet insgesamt in Deutschland immer besser."

Auf die Nachfrage, warum das Mindestlevel noch immer nur bei 10 Megabit pro Sekunde liege, sagte eine Sprecherin der Bundesnetzagentur: "Wir evaluieren die Werte, um eine eventuelle Anpassung der Mindestversorgung vorzunehmen." Voraussichtlich im Herbst werden die Mindestwerte steigen, im Download dann wohl mindestens 15 Megabit pro Sekunde. Dann steigt die Zahl der Haushalte, die den Rechtsanspruch nutzen könnten.

Verbraucherschützer Flosbach ist für eine deutliche Anhebung, um den Druck auf die Internetanbieter zu erhöhen und den flächendeckenden Internetausbau anzukurbeln. "Das Recht auf Internet muss ein wirksames Werkzeug werden, um den ländlichen Raum zu stärken und auch dort Teilhabe am Digitalzeitalter zu ermöglichen."

Nicht immer müssen die Bagger losrollen

Derzeit investiert die Internetbranche kräftig in den Ausbau von Glasfaser-Anschlüssen, die sehr schnelle und stabile Verbindungen ermöglichen: 1000 Megabit pro Sekunde oder sogar noch mehr bieten diese Zugänge zum Netz. Das macht deutlich, dass die 10-Megabit-Messlatte für den Rechtsanspruch vergleichsweise niedrig angesetzt ist. Der Glasfaser-Ausbau findet allerdings vor allem dort statt, wo sich viele Häuser befinden, also in Städten oder großen Dörfern. In dünn besiedelten Gegenden lohnt sich das nicht, dort kann der Rechtsanspruch durchaus eine Hilfe sein für Bewohnerinnen und Bewohner. Genutzt wurde er aber noch nicht - das ändert sich nun.

Der Rechtsanspruch bezieht sich nicht explizit auf Festnetz-Internet, vielmehr ist er technologieneutral definiert. Dadurch sollte vermieden werden, dass Bagger eine unverhältnismäßig lange Strecke graben müssen, um Internetkabel bis zu einsamen Gehöften zu verlegen. Mobilfunk, der als Festnetz-Ersatzprodukt dient, und auch Satelliten-Internet können genutzt werden, um dem Rechtsanspruch Genüge zu tun.

Wer auf dem Land lebt und dort kein gutes Festnetz-Internet bekommt, kann zum Beispiel Kunde vom Satelliteninternet-Anbieter Starlink werden. Bei dem zahlt er derzeit laut Webseite der Firma in Deutschland 225 Euro für die Hardware und eine Monatsgebühr von 50 Euro - also etwa 20 Euro mehr als er es laut Bundesnetzagentur tun müsste, um seinen Rechtsanspruch erfüllt zu sehen./wdw/DP/ngu

Name Kurs Währung Datum Zeit HP*
DEUTSCHE TELEKOM AG 22,150 EUR 21.05.24 11:12 Lang & S...
TELEFONICA DEUTSCHLAND HOLDING... 2,250 EUR 21.05.24 10:47 Lang & S...
UNITED INTERNET AG 22,760 EUR 21.05.24 11:13 Lang & S...
VODAFONE GROUP PLC 0,895 EUR 21.05.24 11:15 Lang & S...
1&1 AG 17,620 EUR 21.05.24 11:13 Lang & S...
 
Weitere Nachrichten zu dieser Aktie
Seiten:  1 2 3 4 5    Anzahl: 171 Treffer     
Datum Zeit Nachrichtenüberschrift
19.05.2024 15:52 Schleswig-Holstein fordert stärkere Wettbewerbsau...
17.05.2024 11:34 WDH/ROUNDUP 2: Telekom gelingt Jahresstart - Konze...
16.05.2024 11:50 ROUNDUP 2: Telekom gelingt Jahresstart - Konzernch...
16.05.2024 08:42 ROUNDUP: Telekom verdient überraschend viel - Meh...
13.05.2024 05:50 Verzicht auf Auktion: Behörde stellt Regeln für ...
12.05.2024 14:30 Datennutzung deutscher Handykunden im Ausland zieh...
12.05.2024 14:21 Die Bundesbürger verschicken immer weniger SMS
09.05.2024 08:35 Umsatz von O2 stagniert im ersten Quartal - operat...
05.05.2024 11:08 Weniger Gespräche übers klassische Telefon - Onl...
15.04.2024 12:25 EQS-Adhoc: Delisting der Telefónica Deutschland A...
10.04.2024 13:19 Telekom-Chef mahnt schnellere Genehmigungen von Mo...
26.03.2024 17:33 EQS-News: Vorstand und Aufsichtsrat der Telefónic...
21.03.2024 16:32 Anbieter liefern versprochene Internetgeschwindigk...
21.03.2024 14:43 ROUNDUP: 1&1-Handynetz hat 200 aktive Funkstandort...
20.03.2024 12:31 EQS-News: Öffentliches Delisting-Erwerbsangebot a...
11.03.2024 14:31 ROUNDUP/Erstmals 'Recht auf schnelles Internet' ge...
11.03.2024 14:01 Behörde ordnet erstmals Internet-Versorgung eines...
07.03.2024 08:57 Spanischer Telefonica-Konzern will Deutschland-Toc...
07.03.2024 08:08 EQS-Adhoc: Telefónica Deutschland beabsichtigt De...
03.03.2024 14:13 Umfrage: Mehrheit der Mobilfunk-Kunden nutzt kein ...

Börsenkalender 1M

Es finden keine Ereignisse in den nächsten 30 Tagen statt

Übersicht

 
Tagesroutine
Die Tagesroutine umfasst alle täglich wiederkehrenden Nachrichten, die vor, während und nach dem Börsentag veröffentlicht werden.
 

 
* Information zu Abkürzungen: HP = Handelsplatz
FactSet
Implemented and powered by FactSet. Bereitstellung der Kurs- und Marktinformationen erfolgt durch FactSet.
Bitte beachten Sie die Risikohinweise und Quellenangaben der TARGOBANK, die für diese Seite gelten.
 

 

Produkte und Services