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EQS-News: Mehr als ein Drittel der Beschäftigten sorgt sich, durch KI überflüssig zu werden (deutsch)
Mehr als ein Drittel der Beschäftigten sorgt sich, durch KI überflüssig zu werden
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EQS-Media / 28.07.2026 / 09:04 CET/CEST
Presseinformation
"Fear of Becoming Obsolete": Mehr als ein Drittel der Beschäftigten sorgt
sich, durch KI überflüssig zu werden
* 35 % der Beschäftigten sehen durch KI oder Automatisierung die Zukunft
der eigenen Rolle infrage, bei Berufseinsteigenden sogar fast die Hälfte
* 76 % spüren Druck, sich kontinuierlich weiterzubilden
* 83 % haben sich im vergangenen Jahr aktiv weitergebildet, bei mehr als
einem Drittel stand der Umgang mit KI-Anwendungen im Fokus
Düsseldorf, 28. Juli 2026 - Künstliche Intelligenz verändert den
Arbeitsalltag und stellt viele Beschäftigte vor die Frage, welche Rolle ihre
Fähigkeiten künftig noch spielen. Mehr als ein Drittel der Befragten (35 %)
sorgt sich laut dem neuen Hiring Trends Update von Stepstone, dass der
eigene Job durch KI oder Automatisierung überflüssig werden könnte. Diese
Sorge, auch als "Fear of Becoming Obsolete" (FOBO) bezeichnet, geht für
viele mit dem Druck einher, fachlich am Ball zu bleiben: Rund drei von vier
Beschäftigten (76 %) sehen sich gefordert, kontinuierlich neue Kompetenzen
zu erwerben, um beruflich anschlussfähig zu bleiben.
Viele Beschäftigte reagieren bereits auf diese Entwicklung: 83 % haben sich
im vergangenen Jahr aktiv weitergebildet. 35 % setzen sich dabei konkret mit
KI-Anwendungen auseinander. Weiterbildung wird damit für viele zur
Strategie, um die eigene Rolle im Arbeitsmarkt abzusichern.
"FOBO beschreibt ein reales Gefühl am Arbeitsmarkt: Viele Menschen erleben,
dass KI und Automatisierung Tätigkeiten verändern und fragen sich, welche
Rolle ihre eigenen Fähigkeiten künftig noch spielen", sagt Dr. Christina
Langer, Senior Economist bei The Stepstone Group. "Gleichzeitig zeigen die
Daten auch etwas sehr Positives: Beschäftigte warten nicht ab, sondern
setzen sich aktiv mit neuen Anforderungen auseinander. Dieser Wille zur
Veränderung ist eine große Chance für den Arbeitsmarkt und in Zeiten der
Transformation maßgeblich für den beruflichen Erfolg."
FOBO trifft Berufseinsteigende besonders stark, Unternehmen sind gefordert
Berufseinsteigende erleben den KI-Wandel besonders unmittelbar: Die Sorge,
durch KI oder Automatisierung beruflich überflüssig zu werden, ist bei
Menschen am Beginn der beruflichen Laufbahn mehr als doppelt so hoch wie bei
Führungskräften. 49 % der Menschen in Ausbildung, Praktikum oder Werkstudium
befürchten, mittelfristig ersetzt zu werden. Bei Führungskräften liegt
dieser Anteil bei 22 %.
Damit Beschäftigte diesen Wandel aktiv mitgehen können, braucht es
allerdings auch passende Angebote in den Unternehmen. Hier zeigt sich noch
Luft nach oben: Nur 40 % der Beschäftigten sagen, dass ihr Arbeitgeber echte
Möglichkeiten bietet, neue Fähigkeiten zu erlernen. Auch aus
Unternehmenssicht gibt nur jede*r zweite Personalverantwortliche (52 %) an,
dass die eigene Organisation aktiv in Weiterbildung oder Umschulung
investiert, um künftigen Geschäftsanforderungen gerecht zu werden.
"KI darf kein Vorwand sein, Menschen vorschnell abzuschreiben", sagt Langer.
"Die Beschäftigten sehen die Veränderung, und viele sind bereit, sich darauf
einzulassen. Genau diesen Veränderungswillen sollten Unternehmen nutzen. Wer
jetzt aus kurzfristigem Kostendruck vor allem Stellen abbaut, verschärft
langfristig sein eigenes Fachkräfteproblem. Die bessere Antwort ist,
Beschäftigte gezielt zu befähigen: mit klarer Orientierung, Zeit zum
Ausprobieren und Weiterbildung, die direkt am Arbeitsalltag ansetzt."
Über die Studie Hiring Trends Update
Die Befragung Hiring Trends Update 2026 ist Teil einer halbjährlich
erscheinenden Studienreihe und beruht in dieser Ausgabe auf einer Befragung
von 6.114 Beschäftigten sowie 800 Personalverantwortlichen in Deutschland
(Feldphase: 23. April bis 6. Mai 2026). Die Studie beleuchtet den aktuellen
Stand des Arbeitsmarkts aus beiden Perspektiven: von der Jobsuche und
Wechselbereitschaft über Bewerbungserfahrungen und Weiterbildung bis hin zu
Einstellungsprozessen und Recruiting-Herausforderungen. Die
Kandidatenstichprobe ist repräsentativ für die deutsche Erwerbsbevölkerung
nach Alter, Geschlecht und Bildungsstand. Die Datenerhebung wurde vom
Stepstone Arbeitsmarktforschungsteam durchgeführt.
Über Dr. Christina Langer
Dr. Christina Langer ist Senior Economist bei The Stepstone Group, Ökonomin
und Arbeitsmarktforscherin mit den Schwerpunkten Zukunft der Arbeit,
generative KI und Kompetenzentwicklung. Neben ihrer Tätigkeit bei Stepstone
ist sie Economist am ifo Institut und Digital Fellow am Stanford Digital
Economy Lab, Teil des Stanford Institute for Human-Centered AI. Zuvor
forschte sie dort als Postdoctoral Researcher zu den Auswirkungen
künstlicher Intelligenz, neuer Technologien und veränderter
Kompetenzanforderungen auf Arbeitsmarkt, Unternehmen und Beschäftigte. Ihre
Arbeit wurde international veröffentlicht und unter anderem von The New York
Times aufgegriffen. In Medien, Vorträgen und Analysen verbindet sie
wissenschaftliche Evidenz mit praxisnahen Empfehlungen für Unternehmen,
Politik und Öffentlichkeit.
Über The Stepstone Group
The Stepstone Group ist eine weltweit führende digitale
Recruiting-Plattform, die Unternehmen mit passenden Talenten zusammenbringt
und Menschen hilft, den richtigen Job zu finden. Mit Hilfe KI-unterstützter
Job-Marktplätze und programmatischer Marketing-Lösungenerreichen jedes
Jahrmehr
als 130 Millionen Bewerbungenrund 130.000 Arbeitgeber. Das Unternehmen ist
in mehr als10 Ländern aktiv - darunter mit Stepstone in Deutschland, mit
Appcast in den USA und mit Totaljobs in Großbritannien. The Stepstone Group
mit Hauptsitz in Düsseldorf beschäftigt weltweitrund 3.000 Menschen. Mehr
Informationen unter: www.thestepstonegroup.com/deutsch
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Schlagwort(e): Dienstleistungen
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