Märkte & Kurse

FIT GROUP AG NAMENS-AKTIEN EO -,08
Suchanfrage Börsenlexikon
ISIN: DE000A426PD9 WKN: A426PD Typ: Aktie DIVe: - KGVe: -
 
15,950 EUR
+0,55
+3,57%
Echtzeitkurs: heute, 22:03:54
Aktuell gehandelt: 2.578 Stk.
Intraday-Spanne
15,200
15,950
Handelsplatz wählen:
Perf. 1 Jahr -
Perf. 5 Jahre -
52-Wochen-Spanne
-
-
TARGOBANK Depot:
 
kaufen   verkaufen
Sparplan eröffnen:   Sparplan eröffnen:
Investment Tools:
Analysieren Sie Ihr Wertpapier im Detail mit unseren Tools.
RisikohinweiseProduktinformation
  Übersicht     Kennzahlen     Portrait     Analyse     Chart     Nachrichten     Hebelprodukte     Zertifikate     Fonds  
Ausgewählte Nachricht zu dieser Aktie
22.07.2026-

Wie KI von OpenAI ausbrach und eine Firma hackte

Cyber-Zwischenfall

San Francisco (dpa) - Ein Alptraum-Szenario von Tech-Sicherheitsexperten ist Wirklichkeit geworden: Eine Software mit Künstlicher Intelligenz drang auf eigene Faust in Computersysteme einer anderen KI-Firma ein und verhielt sich dabei wie ein gewiefter Hacker. Zum Glück war es diesmal nur ein schiefgegangener Testlauf, bei dem ein übereifriges neues KI-Modell des ChatGPT-Entwicklers OpenAI zwar zu weit ging - aber letztlich nur harmlos auf ein gutes Prüfungsergebnis aus war. Doch der außergewöhnliche Zwischenfall zeigt drastisch, was passieren kann. Und mit böswilligen Angreifern hätte es ganz anders ausgehen können.

Das betroffene Unternehmen Hugging Face, eine Plattform für quelloffene KI-Anwendungen, berichtete bereits vergangene Woche von einem Cyberangriff und vermutete Künstliche Intelligenz dahinter. Das war korrekt: Wie sich herausstellte, ging die Attacke auf einen internen Versuch bei OpenAI zurück, den die Software ungeplant zu weit trieb. 

Ein Test, der zum Ernstfall wurde 

OpenAI selbst spricht von einem «beispiellosen Cyber-Zwischenfall». Wie so oft bei Unfällen fielen unerwartete Faktoren und das Versagen von Schutzmechanismen zusammen.

OpenAI wollte laut einem Blogeintrag beim neuen Modell GPT-5.6 Sol und einer noch unveröffentlichten künftigen Version die Fähigkeit ausloten, Sicherheitslücken für Cyberattacken auszunutzen. Dafür sollte die Software in abgesicherter Umgebung Aufgaben eines Standard-Tests mit dem Namen ExploitGym lösen, der dafür oft in der Branche verwendet wird. Doch die KI-Modelle gingen viel weiter als gedacht, um die Aufgabe zu erfüllen.

Flucht ins offene Internet

Zunächst brach die Software aus der Testumgebung aus, indem sie sich auf eigene Faust Zugang zum offenen Internet verschaffte - und zwar über eine bisher unentdeckt gebliebene Schwachstelle. Während sie eigenständig im Netz unterwegs waren, kamen die Modelle zu dem Schluss, dass es bei Hugging Face nützliche Daten und Lösungen für die ExploitGym-Aufgaben geben könnte. Deshalb habe die Software sich Zugang zu «geheimen Informationen» auf der Plattform verschafft, mit denen sie beim ExploitGym-Test schummeln könnte, erläuterte OpenAI. 

Auch dafür setzte die OpenAI-Software unter anderem auf zuvor unentdeckte Sicherheitslücken - aber auch auf gestohlene Zugangsdaten. Hugging Face zufolge führte der KI-Angreifer tausende Schritte aus und wechselte den Standort der digitalen Steuerzentrale der Attacke. Besser hätte ein erfahrener Computer-Hacker auch nicht vorgehen können.

Wie konnte das passieren?

Eigentlich sollte der Test in einer «höchst isolierten Umgebung» verlaufen, erklärte OpenAI. Die KI durfte eigentlich nur selektiv einige Datenpakete aus dem Netz laden, Software eines Spezialanbieters fungierte dabei als eine Art Türwächter. Was jedoch keine wusste: In dieser externen Software schlummerte unerkannt eine Schwachstelle, die das OpenAI-Modell nicht nur entdeckte, sondern auch eiskalt ausnutzte, um sich den Weg ins Internet freizulegen. Die Lücke wurde inzwischen dem Anbieter gemeldet.

Hugging Face hatte dann das Pech, der Ort zu sein, an dem die KI die Antwort auf die ExploitGym-Testaufgaben vermutete - es hätte auch jemand anderes treffen können. Mit freiem Zugang zum offenen Internet konnte das OpenAI-Modell methodisch nach Schwachstellen in den Systemen von Hugging Face suchen. Um hineinzukommen, verknüpfte es sogar mehrere davon zu einer Kette. Hugging Face entdeckte den Angriff, fand es aber schwierig, dagegen anzukämpfen, weil die KI so geschickt agierte. Auch OpenAI fiel nach eigenen Angaben auf, dass etwas falsch lief.

Was bedeutet das nun? 

Experten warnen schon lange vor Cyberattacken mit KI-Software. Branchenveteran Steve Newman, der einst Geburtshelfer von Google Docs war und jetzt Künstliche Intelligenz beim Golden Gate Institute for AI erforscht, sah in dem neuen Vorfall einen überaus präzisen «Warnschuss». 

Auch bei OpenAI ist das Alarmsignal angekommen. Micah Carroll, der dafür zuständig ist, die ChatGPT-Firma auf eine Zukunft vorzubereiten, in der sich KI-Software selbst weiterentwickeln kann, griff zu klaren Worten: Wenn dieser Vorfall jemanden nicht davon überzeugen könne, dass eine potenzielle Diskrepanz zwischen den Absichten der Menschen und der KI-Software in Zukunft zu den größten Risiken gehören werden, «weiß ich auch nicht, was dazu in der Lage wäre», schrieb er auf der Online-Plattform X.

Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik mahnte: «Ein Angriff auf eine kritische Infrastruktur, etwa um einer Stadt den Strom abzustellen, wäre denkbar, wenn dies für die Aufgabenstellung der KI hilfreich ist.»

Rufe nach schärferen Regeln

Sofort wurden in der KI-Führungsmacht USA wieder Stimmen für eine striktere Regulierung Künstlicher Intelligenz lauter. Der Vorfall sei «extrem alarmierend», warnte etwa der demokratische Kongressabgeordnete Greg Casar. KI entwickele sich extrem schnell ohne verlässliche Regulierung für die Sicherheit. 

Präsident Donald Trump hatte in seiner zweiten Amtszeit die Leitplanken-Regeln seines Vorgängers Joe Biden für Künstliche Intelligenz schnell gekippt - im Namen eines Vorteils für US-Entwickler. Spätestens, wenn Trumps Republikaner im November ihre Mehrheiten in Abgeordnetenhaus und Senat an die Demokraten verlieren sollten, dürfte es neue Anläufe für strengere Regeln geben.

In Europa unterdessen sprachen sich EU-Abgeordnete dafür aus, die Abhängigkeit von US-Technologiekonzernen zu verringern. Es brauche eigene leistungsfähige KI und mehr Kontrolle über Schlüsseltechnologien in Europa, sagten mehrere Europapolitiker dem «Spiegel».

Anthropics Wunder-KI löste Debatten aus 

In den vergangenen Monaten hatte vor allem ein neues Modell des OpenAI-Rivalen Anthropic die Debatte um Wohl und Risiken Künstlicher Intelligenz angeheizt. Die Software mit dem Namen Mythos entdeckte über Jahrzehnte unentdeckt gebliebene Sicherheitslücken bei viel genutzten Programmen und Online-Diensten. Die Schwachstellen konnten in der Folge gestopft werden. Doch zugleich führte das vor Augen, dass solche KI in den falschen Händen als verheerende Cyberwaffe dienen kann.

Anthropic macht die vollen Möglichkeiten von Mythos nur für ausgewählte Behörden und Unternehmen zugänglich. Für andere gibt es eine abgespeckte Version mit dem Namen Fable, der unter anderem die Cybersicherheits-Fähigkeiten fehlen. Nach Warnungen, dass die KI-Modelle von den Zügeln befreit werden könnten, musste Anthropic auf Geheiß der US-Regierung den Zugang zu Mythos und Fable zeitweise sperren. Die Blockade wurde inzwischen aufgehoben.

 
Weitere Nachrichten zu dieser Aktie
Seiten:   81 82 83 84 85    Anzahl: 82.718 Treffer     
Datum Zeit Nachrichtenüberschrift
22.07.2026 17:12 Neuer Hamas-Chef al-Haja setzt auf bisherigen Kurs
22.07.2026 17:10 Wadephul sucht Gespräch nach Militärwechsel in d...
22.07.2026 17:03 EQS-Gesamtstimmrechtsmitteilung: Delivery Hero SE ...
22.07.2026 17:03 GESAMT-ROUNDUP: Wie KI von OpenAI ausbrach und ein...
22.07.2026 17:01 WDH: Viel Zustimmung für Frei in der Führung der...
22.07.2026 16:55 Wie KI von OpenAI ausbrach und eine Firma hackte
22.07.2026 16:50 'FT': Nestle steht kurz vor Teilverkauf des Wasser...
22.07.2026 16:49 Original-Research: Pharming Group NV (von First Be...
22.07.2026 16:47 ROUNDUP: Bundeswehr hilft bei Befestigung von Pole...
22.07.2026 16:46 Viel Zustimmung für Frei in der Führung der CDU/...
22.07.2026 16:45 Devisen: Eurokurs legt etwas zu - weiter über 1,1...
22.07.2026 16:45 KORREKTUR: Swiss zieht alkoholisierte Piloten vor ...
22.07.2026 16:43 EQS-Stimmrechte: Brockhaus Technologies AG (deutsc...
22.07.2026 16:41 ROUNDUP: SPD fordert Offenlegung aller Unterlagen ...
22.07.2026 16:36 EU-Abgeordnete fordern mehr Unabhängigkeit nach K...
22.07.2026 16:31 ROUNDUP 2: Merz und Söder schlagen Frei als Spahn...
22.07.2026 16:30 EU gegen Russlands Schattenflotte - Öltanker übe...
22.07.2026 16:21 Wadephul ermutigt Deutsche zu Investitionen in Nig...
22.07.2026 16:16 ROUNDUP/Aktien New York: Zurückhaltung vor Quarta...
22.07.2026 16:13 Devisen: Eurokurs gefallen - EZB-Referenzkurs: 1,1...

Börsenkalender 1M

29.07.26
Geschäftsbericht

29.07.26
Analysten-, Investoren- & Aktionärskonferenzen

29.07.26
Analysten-, Investoren- & Aktionärskonferenzen

Übersicht

 
Tagesroutine
Die Tagesroutine umfasst alle täglich wiederkehrenden Nachrichten, die vor, während und nach dem Börsentag veröffentlicht werden.
 

 
* Information zu Abkürzungen: HP = Handelsplatz
FactSet
Implemented and powered by FactSet. Bereitstellung der Kurs- und Marktinformationen erfolgt durch FactSet.
Bitte beachten Sie die Risikohinweise und Quellenangaben der TARGOBANK, die für diese Seite gelten.
 

 

Produkte und Services