Märkte & Kurse

E.ON SE
Suchanfrage Börsenlexikon
ISIN: DE000ENAG999 WKN: ENAG99 Typ: Aktie DIVe: 4,41% KGVe: 11,37
 
12,410 EUR
-0,05
-0,36%
Verzögerter Kurs: heute, 11:43:33
Aktuell gehandelt: 674.697 Stk.
Intraday-Spanne
12,400
12,485
Handelsplatz wählen:
Perf. 1 Jahr +4,80%
Perf. 5 Jahre +25,58%
52-Wochen-Spanne
10,430
13,030
TARGOBANK Depot:
 
kaufen   verkaufen
Sparplan eröffnen:   Auszahlplan eröffnen:
Investment Tools:
Analysieren Sie Ihr Wertpapier im Detail mit unseren Tools.
RisikohinweiseProduktinformation
  Übersicht     Kennzahlen     Portrait     Analyse     Chart     Nachrichten     Hebelprodukte     Zertifikate     Fonds  
Ausgewählte Nachricht zu dieser Aktie
26.04.2023-

ROUNDUP: Niedrigere Öl- und Gaspreise schlagen bei Wintershall Dea zu Buche

KASSEL (dpa-AFX) - Der Öl- und Gaskonzern Wintershall Dea hat zum Jahresstart niedrigere Öl- und Gaspreise zu spüren bekommen. In den ersten drei Monaten des laufenden Jahres ging der Gewinn vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen und Explorationskosten (Ebitdax) im Jahresvergleich um 14 Prozent auf 1,14 Milliarden Euro zurück, wie die BASF -Mehrheitsbeteiligung am Mittwoch in Kassel mitteilte.

Die Fördermenge hielt der Konzern dabei stabil. In den Zahlen ist das Russland-Geschäft nicht mehr enthalten, weil sich Wintershall Dea aus dem Land zurückziehen will. Im Januar hatte der Konzern das Aus seiner Geschäfte in dem Land angekündigt, das zuletzt noch 50 Prozent der gesamten Produktion ausmachte. Als Wachstumsmärkte hat Wintershall nun Länder wie Mexiko, Algerien, Norwegen und Argentinien im Blick.

"Für uns gibt es nicht mehr eine Energiepartnerschaft mit Russland in der vorhersehbaren Zukunft", sagte Unternehmenschef Mario Mehren in einer Telefonkonferenz. Die Entscheidung, sich aus Russland zurückzuziehen, sei final. Das Unternehmen mache bei seinem Rückzug aus Russland Fortschritte. So habe Wintershall Dea die Zahl seiner Mitarbeiter in Sankt Petersburg seit Jahresbeginn mehr als halbiert. Derzeit untersuche der Vorstand verschiedene Möglichkeiten, wie der Öl- und Gaskonzern sich aus den russischen Geschäften zurückziehen kann, sagte der Manager. Die russische Regierung kreiere immer neue Hürden für Unternehmen, die das Land verlassen wollten.

So hat Russlands Präsident Wladimir Putin die russischen Töchter der Energieversorger Uniper aus Deutschland und Fortum aus Finnland unter staatliche Aufsicht gestellt. Dies sei eine notwendige Reaktion auf die drohende Verstaatlichung russischer Vermögenswerte im Ausland. Uniper hatte seine Anteile an der russischen Tochter allerdings bereits vor der Zwangsmaßnahme abgeschrieben.

Mehren zeigte sich über das jüngste Dekret wenig überrascht. "Es ist nur ein weiteres in einer ganzen Kette von Dekreten, die der russische Präsident oder die russische Regierung erlassen haben und die direkt in die Rechte ausländischer Unternehmen in Russland eingreifen", sagte der Manager. Russland sei weiterhin unberechenbar und unzuverlässig, wenn es darum gehe, dort Geschäfte zu machen. Von dem jüngsten Dekret sei das Unternehmen derzeit nicht betroffen. Er könne es aber nicht ausschließen, dass es auch noch Wintershall Dea treffen könnte. "In Russland kann alles passieren, wenn es um direkte Eingriffe in unsere Rechte und unser Vermögen geht", fügte er hinzu.

Derzeit prüft der Vorstand Mehren zufolge rechtliche Schritte gegen den russischen Staat, eventuell gegen einige seiner Joint-Venture-Partner. Und natürlich werde auch die Möglichkeit geprüft, die staatlichen Investitionsgarantien in Anspruch zu nehmen, sagte er.

Derweil gibt es laut Mehren keine Pläne, die Ostseepipeline Nord Stream 1 zu reparieren. "Wir haben vorgeschlagen, die Pipeline zu retten und die Umwelt zu schützen", sagte der Vorstandsvorsitzende. Es wäre ratsam, die Projektgesellschaft in die Lage zu versetzen, die Pipeline so zu sichern, dass sie keine Gefahr etwa für die Fischerei darstelle. Wintershall Dea gehört neben Gazprom , Eon , Gasunie und Engie zu den Anteilseignern der Nord Stream AG.

Unter dem Strich stand im ersten Quartal ein auf die Anteilseigner entfallener Gewinn von 264 Millionen Euro. Im Vorjahreszeitraum hatte das Unternehmen wegen einer milliardenschweren Abschreibung im Zusammenhang mit seinem Russland-Geschäft einen Nettoverlust von einer Milliarde Euro gemacht. Bereinigt um Sondereffekte legte der Überschuss im ersten Quartal um zehn Prozent auf 298 Millionen Euro zu.

Für das laufende Jahr peilt Wintershall Dea weiter eine Produktion von 325 000 bis 350 000 Barrel Öläquivalent pro Tag an. 2022 hatte das Unternehmen 321 000 Öläquivalent pro Tag ohne Russland gefördert, inklusive kam der Konzern auf 597 000. Im ersten Quartal lag die Produktion bei 318 000 Öläquivalent pro Tag.

Wintershall Dea ist 2019 aus der Fusion der Wintershall Holding und der Dea hervorgegangen. Das Unternehmen mit Sitz in Kassel und Hamburg beschäftigt weltweit knapp 2500 Mitarbeiter. BASF hält gut 70 Prozent an Wintershall Dea. Der Rest gehört LetterOne, einer Beteiligungsgesellschaft./mne/knd/jha/

 
Weitere Nachrichten zu dieser Aktie
Seiten:   15 16 17 18 19    Anzahl: 363 Treffer     
Datum Zeit Nachrichtenüberschrift
26.04.2023 15:00 ROUNDUP: Niedrigere Öl- und Gaspreise schlagen be...
25.04.2023 14:57 Tarifeinigung bei Eon - 10,5 Prozent mehr Entgelt ...
24.04.2023 06:35 ROUNDUP: Nordsee-Gipfel soll Ausbau von Offshore-W...
23.04.2023 07:29 Vergleichsportal: Strom- und Gastarife oft unter P...
21.04.2023 11:49 Kretschmann will schnelleren Ausbau der Stromtras...
20.04.2023 14:17 Größtes schwimmendes Solarkraftwerk: Betreiber z...
19.04.2023 19:33 Warnstreik in Energiebranche angekündigt
19.04.2023 12:40 Speicherbetreiber halten bei kaltem Winter Gasmang...
18.04.2023 16:39 Aral will Ladenetz bis Ende 2023 auf 3000 Schnelll...
18.04.2023 13:16 ROUNDUP: Umweltverbände klagen gegen grünes EU-L...
18.04.2023 12:21 Dobrindt fordert Rückbau-Stopp der letzten Atomkr...
18.04.2023 05:22 Umweltverbände klagen gegen grünes EU-Label für...
17.04.2023 14:21 ROUNDUP/Merz: Vorstoß für Atomkraftwerke in Län...
17.04.2023 12:12 Niedersachsens Umweltminister Meyer gegen AKW in L...
17.04.2023 11:54 Merz: Vorstoß für Atomkraftwerke in Länderregie...
17.04.2023 09:23 Gas- und Strompreise im zweiten Halbjahr 2022 deut...
17.04.2023 06:00 ROUNDUP: Lemke lehnt Idee zu AKW in Länderregie a...
15.04.2023 13:05 ROUNDUP: Ende der Atomkraftära in Deutschland - L...
15.04.2023 12:26 Grüne und SPD feiern Atomausstieg - FDP hadert mi...
15.04.2023 12:25 Kartellamt prüft Ermittlungen gegen Energieversor...

Börsenkalender 1M

15.05.24
Geschäftsbericht

Übersicht

 
Tagesroutine
Die Tagesroutine umfasst alle täglich wiederkehrenden Nachrichten, die vor, während und nach dem Börsentag veröffentlicht werden.
 

 
* Information zu Abkürzungen: HP = Handelsplatz
FactSet
Implemented and powered by FactSet. Bereitstellung der Kurs- und Marktinformationen erfolgt durch FactSet.
Bitte beachten Sie die Risikohinweise und Quellenangaben der TARGOBANK, die für diese Seite gelten.
 

 

Produkte und Services