Märkte & Kurse

23. Juni 2022

Aktien

Halbjahresausblick für DAX, Nasdaq & Co.

Die Aktienmärkte rund um den Globus hatten einen schweren Jahresstart und konnten sich bisher kaum erholen. Nie zuvor haben US-Technologieaktien so schwach begonnen, doch inzwischen bessern sich die Aussichten wieder. Welche Titel haben die besten Aussichten?

  • US-Tech-Aktien belastet Nasdaq mit historisch schwachem Jahresstart
  • EZB im Zugzwang Steigende Leitzinsen erwartet
  • Unterschiedliche Sektor-Favoriten Tech-, Substanz- und Dividendentitel gefragt

Das Börsenjahr 2022 hat jetzt schon historisch negative Bestmarken aufgestellt. Der Nasdaq 100-Index hat in den ersten fünf Monaten des Jahres rund 30 Prozent verloren, beim S&P 500 ging es im zweiten Quartal sieben Wochen in Folge abwärts. Nur dreimal, 2001, 1980 und 1970 gab es eine vergleichbare Abwärtsphase ohne Gegenwehr.

Zuerst hat die zunehmende Inflation plus steigende Zinsen, danach der Ukraine-Krieg und anschließend der erneute Lockdown in China die Börsen im Würgegriff gehalten. Wenig überraschend hat der Krieg in der Ukraine zunächst die europäischen Börsen stärker belastet. Der DAX hat bereits im März sein Jahrestief markiert. Die US-Börsen erreichten ihr Jahrestief erst im Mai.

Folgerichtig stieg die Nervosität deutlich an: An rund 40 Prozent der Handelstage verzeichnete der S&P 500 Tagesbewegungen von zwei Prozent oder mehr. Der DAX zeigte sich hingegen zuletzt recht robust und steht rund zehn Prozent unter Wasser, nachdem Anfang März noch ein sattes Minus von 21 Prozent aufleuchtete.

Bärenmarktrally oder weitere Korrektur?

Die jüngste schnelle Erholung ist ein Beleg für eine Bärenmarktrally, die meist scharf und steil ausfallen. Die weitere Entwicklung dürfte stark von der Inflations- und Zinsentwicklung abhängen sowie von der Null-Covid-Politik in China und den damit zusammenhängenden Lieferproblemen. Es wird noch viel Zeit vergehen, bis der Export wichtiger Vorprodukte wieder rund läuft, zumal jederzeit mit neuen Lockdowns zu rechnen ist. Die ersten Wirtschaftsinstitute haben ihre Konjunkturprognosen bereits gesenkt. Fitch hat die Prognose für das Wachstum des globalen Bruttoinlandsprodukts im Jahr 2022 um 0,7 Prozentpunkte auf 3,5 Prozent gesenkt, für die Eurozone um 1,5 Prozentpunkte auf 3,0 Prozent und für die USA um 0,2 Prozentpunkte auf 3,5 Prozent.

Insbesondere die eng mit China verflochtene europäische und deutsche Wirtschaft ist vom Materialmangel betroffen. Knapp 80 Prozent der deutschen Unternehmen klagen inzwischen über Engpässe bei der Beschaffung. Während die Teuerung in Europa aufgrund dieser Situation weiter zulegen könnte und im Mai erstmals in diesem Jahrhundert oberhalb von acht Prozent lag, ist die USA schon einen Schritt weiter.

US-Leitzinsanhebungen werden ausgepreist

Die US-Wirtschaft erlebte in den ersten fünf Monaten einen Zinserhöhungszyklus im Zeitraffer. Nachdem die US-Notenbanker sich gegenseitig mit immer strafferen geldpolitischen Forderungen übertrafen, kommen allmählich wieder mildere Töne. Für dieses Jahr und 2023 wurden am Terminmarkt bereits zwei Zinsschritte wieder ausgepreist. Technologie-Aktien sprangen daher zuletzt wieder spürbar an und könnten eine Erholung anführen, wenn die Zinserwartungen weiter fallen. Hingegen steht die EZB immer stärker unter Zugzwang, was sich eher negativ auf Europas Börsen auswirken könnte.

Investitionen in Aktien bleiben daher herausfordernd und mit hohen Schwankungen ist zu weiterhin zu rechnen. Daher bleiben die bisherigen Favoriten des Jahres, also dividendenstarke Aktien und Substanztitel, eine gute Alternative zu Technologie-Aktien.

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