Märkte & Kurse

22. April 2021

Aktien

Rekordjagd am Aktienmarkt - nun müssen Gewinne folgen

Die Konjunktur kommt durch eine aufgestaute private Nachfrage, kräftig gestiegene Stimmungsindikatoren sowie eine expansive Geld- beziehungsweise Fiskalpolitik in Schwung und hat zahlreiche Aktienmärkte auf neue Rekordmarken schnellen lassen. Die Erwartungen an die Ergebnisse und den Ausblick der gerade begonnenen Berichtssaison sind entsprechend hoch - nun müssen die Unternehmen liefern.

  • Fiskalpolitik stützt Konjunkturpakete treiben Wirtschaft an
  • Aktien am Rekordhoch Kurse schneller als Gewinne gestiegen
  • Hohe Hürden Gewinnerwartungen ziehen deutlich an

Liquiditätsspritzen der Notenbanken und immer größere Konjunkturpakete der Regierungen sind seit Jahren das Schmiermittel für das Finanzsystem. Vor allem seit dem Corona-Crash vor gut zwölf Monaten wurden die Aktienkurse vom billigen Geld nach oben getrieben. Mit zeitlicher Verzögerung schlagen die Maßnahmen nun auf die Wirtschaft durch, vor allem in den USA. Auf den Einbruch im Vorjahr könnte ein Super-Wachstumsjahr folgen. Zahlreiche stark beachtete Konjunkturindikatoren stehen auf dem höchsten Niveau seit Jahren. Entsprechend euphorisch sind Analysten für die Gewinnentwicklung der Unternehmen.

Auftakt in die Quartalssaison

Der Start in die noch junge US-Berichtssaison kann sich jedenfalls sehen lassen. So lagen die bereits gemeldeten Bilanzen der amerikanischen Großbanken teilweise kräftig über den Erwartungen. Aber erst in den kommenden Wochen wird sich zeigen, ob die Messlatte der Experten nicht zu hoch liegt. Angetrieben vom Energiesektor sollen die Unternehmen im ersten Quartal gegenüber dem Vorjahreszeitraum 24 Prozent mehr verdient haben. Wichtiger als der Blick in den Rückspiegel werden aber Aussagen zur weiteren Geschäftsentwicklung, schließlich wird an den Börsen die Zukunft gehandelt. Während zahlreiche Unternehmen wegen der Corona-Unwägbarkeiten in der jüngeren Vergangenheit keinen Ausblick lieferten und dies auch vom Markt nicht abgestraft wurde, müssen nun Fakten folgen.

Aufgrund des Einbruchs im Vorjahr liegt die Messlatte für das zweite Quartal sogar bei einem Gewinnanstieg von 50 Prozent. Mit Blick auf das Gesamtjahr wird ein Zuwachs von 26 Prozent eingepreist. Ob die Erwartungen erfüllt werden, muss zumindest in Frage gestellt werden. Steigende Transport- und Produktionskosten, nicht mehr ganz so günstige Refinanzierungsbedingungen und die Aussicht auf höhere Unternehmenssteuern dürften die Laune in den Firmenetagen eher belasten.

Hohe Hürden aufgebaut

Anders als in den vergangenen Jahren wurden die Prognosen vor Beginn der laufenden Berichtssaison auch nicht nach unten genommen, sondern deutlich erhöht. Zuletzt lagen die Erwartungen für die Firmen im S&P 500 um mehr als sechs Prozent über dem Niveau von Anfang Januar, die Schätzungen wurden so stark angehoben wie noch nie seit Beginn der Erfassung in 2002. Der S&P 500 kletterte seit Jahresbeginn allerdings um mehr als elf Prozent. US-Aktien sind somit schneller gestiegen als die Gewinnerwartungen. Im Gegenzug legte daher auch das Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) weiter auf ein Niveau von rund 23 zu und liegt deutlich über dem langjährigen Durchschnitt von 16.

Wichtig zu wissen: Die Gewinne der Firmen im S&P 500 haben erst das Vor-Krisen-Niveau wieder erreicht, während der Index selbst um gut 20 Prozent über dem Niveau von Anfang Februar 2020 steht. An der Börse sind viele Vorschusslorbeeren eingepreist und es gibt keinen Platz für Enttäuschungen - viele Unternehmen haben jedoch bisher geliefert.

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